Gender: Male
Status: In a Relationship
Age: 27
Sign: Capricorn
State: Nordrhein-Westfalen
Country: DE
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05/31/07
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Monday, June 23, 2008
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Legitimität
Der Wohlstand steigt, Aber die Armut wächst, Man propagiert Frieden Und schickt Soldaten in fremde Länder, Man fordert und fördert, Und Gerechtigkeit benötigt Den Zusatz „sozial", Um in den Medien zu bestehen.
Man darf seine Meinung frei äußern, Aber wird dabei überwacht, Man redet über Datenschutz und gleichzeitig über Informationsfreiheit. Man bekennt sich zur Demokratie Und meint eigentlich den Lobbyismus, Wir gehören zu den reichsten Ländern der Welt Und die Leute suchen nach Pfandflaschen In den Mülltonnen.
Die Zukunft liegt in der Bildung Aber jetzt muss man dafür bezahlen, Man darf demonstrieren, Aber warum stehen da all die Polizisten, Mit den Schutzhelmen Und den Kabelbindern.
Man verspricht Hilfe für arme Länder, Aber hält die Versprechen nicht, Man kann frei wählen, Aber wer regiert, Wird in Koalitionsverhandlungen Und nicht in der Wahlkabine Entschieden.
Man redete von Gerechtigkeit, Aber die Lebenserwartung steigt, Wenn man in der richtigen Krankenkasse ist.
Das Volk darf entscheiden, Aber es werden andauernd Dinge beschlossen, Die das Volk nicht entscheidet, Niemals entschieden hat.
Wer ist schon dafür deutsche Soldaten An ferne Fronten zu schicken, Oder die Mehrwertsteuer zu erhöhen, Denn so seltsam es auch ist, Man hat diese Befürworter
Niemals Auf den Straßen demonstrieren gesehen.
11:38 AM
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Monday, June 09, 2008
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Assoziatives Schreiben - Wir brauchen mehr Ingenieure
Man hört es so oft: Wir brauchen mehr Ingenieure. Ingenieure, damit unsere Produkte noch toller, noch effizienter und noch leistungsstärker werden.
Schließlich sind wir nicht umsonst Exportweltmeister.
Ingenieure können Waffen konstruieren, Ingenieure können Waffen reparieren, Ingenieure können Waffen weiterentwickeln.
Überhaupt brauchen wir viel mehr Waffen.
Man muss sich ja schließlich behaupten in der Welt Und da wir uns ja darauf spezialisieren, Unsere Truppen in andere unabhängige Länder zu schicken Und unsere im letzten Jahrhundert angesammelten Ideale Mit automatischen Waffen in die Köpfe und Herzen Anderer Kulturen zu brennen, Ist es wohl war:
Wir brauchen mehr Ingenieure
Was nutzen schon die Geisteswissenschaften, Sie lassen sich ja sowieso nicht, In Tabellen und Kalkulationen übertragen, Warum sollen wir überhaupt noch denken, Wo wir ja sowieso nicht mitbestimmen können. Wir müssen uns spezialisieren, Damit uns die ganzen großen Zusammenhänge nicht mehr stören:
Wir brauchen mehr Ingenieure.
Damit deutsche Panzermotoren überall in der Welt Leistungsstärker werden Und umweltfreundlicher, Man muss ja auch an morgen denken.
Wir brauchen umweltfreundliche Panzermotoren, Wegen dem Klimawandel.
Wir sollten uns mehr mit Amerika identifizieren, Immerhin haben wir schon das gleiche Fernsehprogramm Und die richtig tollen Trends kommen doch auch alle von da. Und überhaupt, Wer würde denn sonst für Ordnung in der Welt sorgen, Denn all diese korrupten und terroristischen Staaten, Mit all den korrupten und terroristischen Regierungen Sind ja doch alle nur korrupt und terroristisch.
Wir brauchen mehr Ingenieure, weil wir uns irgendwie nicht mehr so richtig sicher fühlen können. Ingenieure können Sicherheit konstruieren Ingenieure können Überwachung warten Ingenieure könne diese kleinen stecknadelkopfgroßen Kameras Bestimmt noch kleiner und besser machen.
Wir brauchen mehr Ingenieure. Wir brauchen mehr Polizisten.
Weil sich ja all die Ausländer nachts an Den S-Bahnstationen versammeln, Um rüstige Rentner zu verprügeln Oder in geheimen Hinterhofmoscheen Bereits den nächsten Anschlag planen.
Darum ist es auch gut, dass wir überwacht werden:
ES IST GUT, DASS WIR ÜBERWACHT WERDEN
An all die Bundesbeamten und Nachrichtendienstler, Die jetzt in der Nachtschicht auf ihre Monitore starren:
Danke, dass ihr das System stützt.
Wo kämen wir denn da hin, Wenn jeder das sagen könnte, Was er denkt?
Wir brauchen doch all die Mautstationen, Bundestrojaner Kameraüberwachung, Hausdurchsuchungen, Damit wir uns sicher fühlen können, Wenn die U-Bahn mal im Tunnel stecken bleibt, Oder jemand seinen Koffer am Bahnhof stehen lässt.
Es ist doch beruhigend zu wissen, Dass es irgendwo jemanden gibt, Der an einem Bildschirm sitzt Und immer weiß wo man ist, Weiß was man kauft, Mit wem man telefoniert, Vielleicht schon, was man denkt. Und
Was wäre, wenn man in einer Schneelawine verschüttet liegt Und es niemanden gäbe, Der die Rettungskräfte bereits verständigt hat, Weil er genau weiß, wo man liegt, Und dass man Asthmatiker ist Und das man am nächsten Tag pünktlich Zu einem Termin erscheinen muss. Wer nichts zu verbergen hat, hat ja auch nichts zu befürchten.
Überwachung ist ein Segen
Sie ist bestimmt auch ein Grund dafür, Dass die Arbeitslosigkeit sinkt, Denn zum Betrachten des Bildschirms, Kann man bestimmt auch ältere Langzeitarbeitslose Einsetzen, doch
Wir brauchen mehr Monitore, Wir brauchen mehr Handys, Wir brauchen mehr Kameras
Wir brauchen mehr Ingenieure.
4:21 AM
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Sunday, June 08, 2008
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Gefangen - Gisela
Gisela Er erwachte, als ihm kalte feuchte Hände durch das Gesicht strichen, und er hielt die Augen eine Weile geschlossen, genoss die Zuwendung, die ihm widerfuhr, das Gefühl beschützt und umsorgt zu werden. Erst nach einigen Sekunden öffnete er die Augen. Die stumpfsinnige Gisela hatte sich über ihn gebeugt, so dass ihre langen weichen Haare immer wieder über sein Gesicht strichen, und sie sah ihn aus großen sorgenvollen Augen an, in denen er überhaupt nichts an Stumpfsinn erkennen konnte. Fast erinnerte sie ihn an das Madonnenbild in der Dorfkirche, so viel Anmut und Weiblichkeit lag in ihren Zügen. „Er kommt zu sich", sagte sie zu jemand anderem, der wohl ein Stück weiter entfernt saß, und ihre Stimme war wunderschön, rein und klar, wie er sie niemals erwartet hatte. „Du kannst ja doch reden", flüsterte P. und als sie behutsam nickte, sagt er noch: „Wie schön, wie schön doch deine Stimme ist." Vorsichtig wollte er sich erheben, sich aufsetzen, um zu sehen, wer noch in dem Raum war, doch Gisela drückte ihn mit sanfter Gewalt wieder nach unten. „Du hast viel Blut verloren", sagte sie. „Bleib erst noch eine Weile liegen. Ich komme wieder." Damit strich sie ihm noch einmal abschließend und sanft über die Stirn, dann war sie verschwunden. Ermattet ließ P. den Kopf zurücksinken, doch er konnte nicht mehr schlafen. Zu viele Gedanken fuhren ihm durch den Kopf, die er erst ordnen musste, bevor sie ihm Ruhe ließen. Gisela, die gar nicht stumpfsinnig war, aber auch das Experiment, die Gedanken an den Vater, die Sehnsucht, die er nach ihm verspürte, die er aber nicht begründen konnte. Ob er ihn wirklich nicht vermisste? Was er wohl tat und dachte, Gedanke um Gedanke, wieder zurück zu Gisela, nein stumpfsinnig war sie nicht, sie hatte klar und deutlich gesprochen, und er hatte sich an ihr vergangen, hatte sie unsittsam berührt und sie, sie hatte es geduldet, aber warum? Ein Wort und er hätte aufgehört, und konnte es sein, dass es keine Erklärung gab, warum er den Vater vermisste, weil Sehnsucht keine Gründe kennt und braucht? „Er braucht mich", dachte P. und musste daran denken, wie mühsam es wohl für den Vater war, neben all der Arbeit auf dem Felde noch die im Hause mit zu erledigen. Es war an der Zeit heimzukehren, das fühlte er, doch er wurde auch noch hier gebraucht. Dieses ganze Lager war ein Verbrechen, das erkannte er jetzt überdeutlich. Der Professor war ein Verbrecher, der Page war ein Verbrecher, und solange er die Befehle befolgt hatte, war auch er ein Verbrecher gewesen. Schließlich war er kein Soldat, der sein Gewissen hinter Begriffen wie Befehlsnotstand verstecken konnte. Er würde diese Männer hier befreien oder – wenn es unvermeidlich war - bei dem Versuch sterben und dann würde er voll Stolz nach Hause zurückkehren, mit einem guten Gewissen und vielleicht in Begleitung von Gisela, die nicht mehr stumpfsinnig war und die ihm merkwürdig ans Herz gewachsen war. „Geht es dir besser", erklang da, wie zur Bestätigung, ihre Stimme über seinem Kopf und wieder strich die angenehm kühle Hand über seine Stirn. „Ich denke schon", sagte P. und vorsichtig öffnete er die Augen und blickte sich um. Sie befanden sich in der Baracke 1 und er lag auf seinem Strohsack. Karl saß ein Stück weiter weg, Gisela hatte sich neben ihn auf den Boden gekniet. „Was bedeutet das alles", fragte P. und er hob vorsichtig beide Hände, um mit ihnen einen Kreis zu formen, doch die Bewegung schmerzte in der Brust und so ließ er es. „Ich heiße gar nicht Gisela", sagte Gisela. „Ich heiße Giselle und ich bin auch nicht behindert, zurückgeblieben oder minderbemittelt. Ich bin hier, weil der Professor meinen Bruder gefangen hält und ich habe alles versucht, um ihn zu befreien." „Und dein Bruder ist…?", fragte P. „Ich bin ihr Bruder", sagte Karl, „sie ist meine einzige, geliebte Schwester." P. brauchte erst eine Weile, bis er das Ganze verstand. „Aber, wie bist du hierhin gelangt", die Frage galt beiden und so hoben sie auch erst beide zur Antwort an, verstummten beide, schließlich antwortete Karl. „Ich habe in der Stadt Poker gespielt und wie es so ist bei Spielen, die das Glück bestimmt, habe ich erst eine Weile gewonnen, schließlich alles wieder verloren, aber weitergespielt. Als mein Gegner merkte, dass ich nicht zahlen konnte, wollte er sich bereits auf mich stürzen und ich habe so oft gewünscht, dass er es doch getan hätte. Doch da war auf einmal der Professor. Ob ich Geld bräuchte, hat er mich gefragt und da ich mich schämte, den Eltern verschuldet unter die Augen zu treten, nahm ich an, ohne jedoch zu ahnen, was mich hier erwartete. Der Professor ist wahnsinnig. Ich weiß nicht, wonach er forscht, aber er tötet Menschen bei seinen Studien." „Ich bin meinem Bruder gefolgt, habe ihn gesucht", ergänzte Giselle. „Ich wusste, dass er spielt und so bin ich von Club zu Club, von Bar zu Bar gezogen, habe mit den Spielern geredet, bis ich schließlich den Mann fand, gegen den mein Bruder gepokert hatte und der sich an den Professor erinnerte. Ein scheußlicher Kerl, mit einer breiten Zahnlücke. Es hat nicht lange gedauert, bis ich dieses Haus hier gefunden habe und ich habe mich krankgestellt, verwirrt, habe geklingelt und zu allen Fragen geschwiegen, einen dummen Blick aufgesetzt, auf den zuletzt sogar du hereingefallen bist." Sie zwinkerte P. zu, der nicht verhindern konnte, dass ihm die Schamesröte ins Gesicht stieg. „Es tut mir leid", sagte er, doch sie machte eine wegwerfende Bewegung. „Du hast meinem Bruder das Leben gerettet. Du hast allen hier das Leben gerettet, denn dieser Wahnsinnige hätte sie alle zu Tode geprügelt." Ihre Worte erschreckten P, denn mit einem Mal musste er an den Gefangenen mit dem rötlichen Bart denken. Auch er hatte einen Menschen zu Tode geprügelt. „Wie geht es weiter?", fragte P. und versuchte den trüben Gedanken zu verdrängen. „Wir haben nächtelang ein Loch in den Zaun geschnitten, aber nun ist das Loch entdeckt und versiegelt worden. Wir wissen es nicht, aber wir haben zwei Messer, die Giselle in das Lager geschmuggelt hat." Karls Stimme war zu einem Flüstern hinabgesunken. Sie schwiegen nun beide und betrachteten ihn aufmerksam. Es gab vieles zu bereden und P. hatte selbst einige Ideen, die vielleicht die Überwindung des Zaunes ermöglichen würden, doch er war so erschöpft. Vorsichtig ließ er den Kopf, der immer schwerer wurde, zurücksinken und Giselle und Karl, die dieses Zeichen zu deuten wussten, erhoben sich. „Danke", sagte Karl und „danke", wiederholte Giselle, dann traten sie zur Tür und waren verschwunden.
7:16 AM
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Thursday, May 22, 2008
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Ausgebrochen - Strohsterne
"Nun gehen Sie schon, Sie sind frei", rief der Wärter entrüstet und stieß ihn mehr, als dass er ihn schob durch das Tor nach draußen, wo die vergessene Sonne alles in bunten Mustern verschwimmen ließ. „Frei." Er dachte über diesen Begriff nach, der so fremd und irgendwie bedrohlich klang. „Frei" bedeutete, dass es niemandem gab, der dort draußen auf ihn wartete und „frei" bedeutete wohl auch, dass es gleich war, wohin er von hier aus gehen würde. Er betrachtete die Straßenbahnhaltestelle, die dem Maßregelvollzug gegenüber, parallel zur Verkehrsstraße aufgebaut worden war, und dies alles in der Zeit seiner Gefangenschaft. Döblin war ein Heuchler gewesen, dachte er sich. Es war nicht die Fremde der Stadt, die einen ängstigte, wenn man sich selbst ein Fremder war, es war die Freiheit die einem zu schaffen machte, wenn man sich frei fühlte. „Endhaltestelle", stand auf dem Schild. Kein Ortsname, keine berühmte Persönlichkeit hatte ihren Namen für diese trostlose Ecke geben wollen, einfach „Endhaltestelle" und die war es wohl auch. Was hatte er sich nicht alles ausgemalt, überlegt, während er in der Haft durch die vergitterten Fenster starrte. Wie falsch hatte er sich dies alles ausgemalt, wenn er Jahr für Jahr die gleichen Strohsterne gebastelt hatte, die in Wahrheit niemals jemand kaufte. Der ganze Keller war wohl überfüllt mit Strohsternen, oder es musste ein eigenes, kleines Krematorium geben, in dem all diese Strohsterne verbrannt wurden. Wie viele Strohsterne hatte er gebastelt. Er wusste es nicht. Es war, wie wenn man einen alternden Kettenraucher fragte, wie oft er geraucht habe. Er war so oft therapiert worden, wie sie es nannten, und auch wenn sich mit den Jahren die Pädagogik wandelte, Strohsterne wollten sie alle, Strohsternebasteln, so als gäbe es keine Würde. Über die Jahre hinweg, war ein wahrer Meister im Strohsternebasteln geworden, doch er bezweifelte, dass diese Qualifikation in seinem weiteren Leben von Nutzen sein würde. „Ich habe mit Bast gearbeitet", war kein Satz, mit dem man seinen Arbeitgeber in spe beeindrucken konnte. Er war alt geworden und was noch viel schlimmer war, er fühlte sich alt, alt wie die Mauer, an die er sich lehnte. „Endhaltestelle." Gerade wenn man ein so routiniertes Leben führte, wie er es in den letzten 35 Jahren geführt hatte, merkte man das Alter besonders und was noch viel schlimmer war, man konnte sich nicht vor ihm verstecken. Wenn man immer die gleichen Wege geht, mit den gleichen Menschen spricht, durch das gleiche Fenster blickt, dann verschwinden sie alle irgendwann und man fällt auf sich selbst zurück, achtet auf kleine Dinge, die anderen verborgen sind, weil man sie nicht sehen kann. Sein Gang zum Beispiel hatte sich verändert. All die Tonnen und Abertonnen Zement, die er jeden Tag über seinem Nacken gespürt hatte, hatten seinen Kopf gebeugt, nach unten gezwungen und er ahnte, dass er ihn niemals wieder heben konnte, egal wie frei er nun war. Er hatte in der Zeit 5 Kleidergrößen verloren und er war sich sicher, dass noch etwas anderes verschwunden war. Es gab keine Emotionen mehr, die er ernst nahm. Manchmal hatte ihn der Schmerz besucht, oder die Angst, doch sie waren längst alte Bekannte und er hatte es verlernt sich über ihr Gebaren zu wundern. Die Menschen spazierten durch den Weltall und alle waren nun Demokraten, aber was hatte das mit ihm zu tun. Nichts, was außerhalb von ihm selbst lag, würde ihn je wieder verletzen können und in seinem Innern war er tot, das war es wohl, was dieses „frei" bedeutete. Wie fühlte sich wohl so ein Lächeln an, mit dem die Wärter sich sparsam aber doch bestimmt ihren Alltag versüßten. Wie war es wohl wenn man weinte, außer, dass das Gesicht nass wurde und die Nase lief. Was hatten die Tränen eigentlich mit der Nase zu tun? Er hatte während der letzten Jahre einige Bücher gelesen, aber da war nichts als die Erkenntnis gewesen, dass die alten Bekannten, Schmerz und Einsamkeit, manchmal auch die Angst, wohl auch die anderen Menschen besuchten, vielleicht waren sie auch bei einem von den anderen geblieben, denn er hatte sie bereits einige Zeit nicht mehr gesehen. „Endhaltestelle." Immer wieder dieses Wort. Er dachte, dass er weiter gehen sollte, doch wohin ging man, wenn man so frei war wie er. Die meisten Menschen hätten sich wohl einen Strick gesucht und auch er hatte beim Strohsternebasteln oft daran gedacht, dass es wohl die größte Freiheit gewesen wäre an einem schönen Baum aufgeknüpft in den Sonnenaufgang zu blicken. Doch wo fand man noch einen schönen Baum und in welcher Richtung würde wohl die Sonne aufgehen? Nach einigem Zögern überquerte er dann die Straße.
11:21 AM
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Monday, May 19, 2008
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Gefangen - Das Peitschenduell
Als P. in das Lager zurückkehrte, wollte er seinen Augen zunächst nicht trauen. Gewaltige und gewaltsame Veränderungen hatten sich in seiner Abwesenheit vollzogen, doch der Page, der ihn durch das Tor führte schien sich nicht darum zu scheren und bevor P. etwas sagen konnte, war das Tor bereits hinter ihm verschlossen. Sämtliche Gefangene waren an den Zaun gekettet worden und vor ihnen schritt der Neue auf und ab, wobei sich sein kläglicher, mitleidiger Gang gestrafft hatte. Auch seine Kleidung war verändert. Dort wo vorher das schmutzverkrustete Gewand um seinen dürren Körper geflattert hatte trug nun auch er ein stattliches Seidenhemd und eine Uniformhose. Zusätzlich hatte er schwere Stiefel erhalten, mit denen er geräuschvoll durch den Schlamm marschierte. Er schrie sinnentleerte Phrasen auf die Gefangenen ein, in die sich von Zeit zu Zeit einige Psalmen und Fetzen der zehn Gebote einschlichen. „Vater und Mutter ehren", schrie er gerade und bei jedem Wort schlug er auf die wehrlosen Gefangenen ein, sodass das Leder auf der Haut klatschte. Auch er hatte nun eine Peitsche und im Gegensatz zu der Peitsche von P, waren die Enden mit den kleinen Metallspitzen versehen, die sich fast ohne Widerstand in das Fleisch bohrten. Der Zaun troff vom Blut und wie im Wahn schlug er wieder und wieder zu, fester, als P. jemals die Peitsche geführt hatte. Kaum einer der Körper regte sich noch. Überall blickte ihm aufgeplatztes Fleisch entgegen und im ersten Schrecken glaubte P, der wahnsinnige Neue, hätte nun alle Gefangenen getötet. Mit einem Mal war er voller Zorn über all dies Leid, die schwachen hilflosen Körper, die sadistische Gewalt des Vizeaufsehers. Auch die Bilder, die ihn im Spiegel so erschreckt hatten, waren auf einmal wieder da und die Wut über all das, was ihm widerfahren war, entlud sich in einem gewaltigen Schrei. „Du sollst nicht töten", schrie er hasserfüllt und dann schlug er mit der eigenen Peitsche, so fest er konnte nach dem Vizeaufseher, der ihn in seinem Wahn noch gar nicht bemerkt hatte. Es war ein wilder und ungezielter Schlag gewesen, doch er verfehlte nicht seine Wirkung. Hart traf das Leder den anderen im Gesicht und riss ein Stück der Backe auf, aus der sofort Blut quoll. Der Neue fuhr herum, so wie eine Schlange, der man versehentlich auf den Schwanz getreten war und starrte ihn wutentbrannt an. Wahnsinn stand in den Augen, die hinter dem verbogenen und zersprungenen Brillengestell mordlüsternd hervorlugten. „Der Herr Aufseher", sagte er nur, leise und boshaft und ehe es sich P. versah holte nun auch er mit der Peitsche aus und schlug hart und rücksichtslos zu. Hart traf ihn der Schlag auf die Brust und zerriss das schöne Seidenhemd, die kleinen Metallspitzen brannten sich wie Feuer in die Haut und ihm wurde schnell klar, dass er nicht viele dieser wilden Schläge ertragen würde. Bereits jetzt war da ein solch gemeiner Schmerz, wie er ihn noch nie gespürt hatte. Wutentbrannt stürmte er auf den neuen zu und schwang dabei seine Peitsche. Er musste möglichst nah an den anderen heran, um eine Chance zu haben, dachte er sich und verfluchte sich dafür, dass seine Peitsche nun der anderen unterlegen war. Trotzdem hieb er zu und die schnellen Schritte, die ihn auf den Feind zutrugen, gaben seinem Schlag zusätzliche Kraft. Wieder erwischte er den anderen am Kopf und die Wucht des Schlages zerschmetterte den Rest des Brillengestells und schleuderte es in den Schlamm. Auch die Nase des anderen schien einiges von dem Schlag abbekommen zu haben. Traurig und schief spuckte der bleiche Knochen Blut, der noch aus dem Gesicht ragte. Nun hatte er sich einen Vorteil erkämpft denn der Neue konnte ihn wohl nicht mehr richtig sehen. Wo der erste Schlag P. noch präzise und voller Gemeinheit an der Brust verletzt hatte, konnte er nun den meisten Attacken ausweichen und auch wenn ihn die Peitsche noch einige Male schmerzhaft striff, schien doch die unmittelbare Gefahr gebannt. Vorsichtig umrundete er den Vizeaufseher, der ohne Einzuhalten weiter die Luft, aber in die falsche Richtung zerteilte, dann sah er seine Chance, stürmte von hinten auf den anderen zu und schlug mit aller verbliebenen Kraft, aller Gewalt, die in seinem Körper wohnte, einen letzten, vernichtenden Schlag auf den Hinterkopf des Neuen. Dieser erstarrte in seiner Bewegung, hilflos baumelten die Hände, dann entglitt seinen greifenden Fingern die Peitsche, fiel hinunter in den Schlamm. Der Körper wankte bedrohlich vor und zurück, die Arme ruderten nach Gleichgewicht, aus dem aufgeplatzten Hinterkopf tropfte konstant Flüssigkeit auf den Boden, um sich mit dem Schlamm zu vermischen. Dann fiel der Körper, folgte der Peitsche hinunter, beugte sich der Schwerkraft, zuckte noch einige Male wild über den Boden, dann war es still, nur das leise Keuchen seines sterbenden Atems, davor das schmerzvolle Stöhnen der angeketteten Gefangenen. „Ich komme ja schon", rief P., doch als er auf den ersten Gefangenen zutrat, merkte er, dass ihm selbst recht schwindelig geworden war. Kaum trugen ihn noch die Beine, so dass er sich am Zaun abstützen musste und sich hinüber zu Karl zog, der ihm am nächsten stand. Übel war ihm mitgespielt worden. Der rechte Arm hing wie leblos fest gekettet, schien kein Teil mehr des restlichen Körpers zu sein. Mühsam zerrte P. an den Fesseln, bis er erkannte, dass es sinnlos war. Ein dickes Schloss verband die einzelnen Kettenglieder miteinander und ein Schlüssel war vonnöten um es zu öffnen. „Ich kann nicht", flüsterte P. Karl zu und dieser antwortete eben so leise und beschwichtigend: „Es ist schon gut. Es ist schon gut." Immer schwindeliger wurde es P. und als er an sich hinunterblickte, erkannte er schnell den Grund des Übels. Nur einmal hatte ihn der Neue mit der Peitsche getroffen, doch die Metallspitzen hatten sich bis tief in den Brustkorb hineingebohrt und als er sie zurückgerissen hatte, war einiges an Fleisch von den Rippen geschält worden. Das einst bunte Hemd war nun in einem dunklen Rot eingefärbt, Blut rann in seiner Hose hinab in die Schuhe. Alles war nass und feucht, feucht und nass.
5:42 AM
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Gefangen - Experimente
„Dann wollen wir mal", sagte der Professor, der plötzlich hinter den Rücken von P. getreten war. „Ich werde Dir zuerst ein paar Fragen stellen, danach schauen wir weiter. Entspann dich, es gibt keine Hoffnung." Mit diesen Worten umrundete er P. und betrachtete eine Weile amüsiert dessen nackten Körper. „Es ist ein Wunder, dass eine derart hohe und geistig anspruchsvolle Disziplin wie die meine, auf schwaches Fleisch und schwache Knochen angewiesen ist, um sie zu erproben.", sagte er murmelnd zu sich selbst und zog eine große Spritze hervor. „Herr Professor", der Page war ebenfall hinter seinem Rücken eingetreten. „Ja, ja, stell ihn vor ihn, ja genau so." Der Page trat an ihm vorbei und zerrte und schob einen großen Spiegel vor den Stuhl, auf dem P. gefesselt saß. P. betrachtete sich selbst und erschrak über den bleichen dürren Körper, die verquollenen Augen, die schmutzigen Wangen. Fast zweifelte er, dass er es selbst war, der ihm dort entgegenblickte, doch als er sein Gesicht verzog, folgte das Spiegelbild seiner Bewegung und schnitt eine Grimasse. Nun sah er auch den Professor im Spiegel, der sich von hinten über ihn beugte, noch einmal die exakte Füllhöhe der Spritze überprüfte und sie dann dem Hals von P. annäherte. P, der noch nie in seinem Leben eine Injektion bekommen hatte, verfolgte voll stummer Panik jede Bewegung im Spiegel und als die Metallspitze fast seinen Hals erreicht hatte, kniff er voller Furcht die Augen zu. Schmerzvoll drang das Metall in seinen Hals ein und er konnte einen kleinen Schrei der Entrüstung nicht ersticken. Der Doktor lachte. „Es ist nur ein kleiner Schmerz", sagte er, „danach wird es noch viel schlimmer." Er öffnete wieder die Augen. Der Professor stand noch immer hinter ihm blickte durch den Spiegel streng in seine Augen, dann zog er eine Spielkarte aus der Tasche und hielt sie so, dass P. im Spiegel nur die Rückseite erkennen konnte. „Fangen wir an." Ein wenig kribbelte es im Hals von P, doch die Schmerzen, auf die er sich, so gut es eben ging vorbereitet hatte, blieben aus. „Was ist auf der Karte?", fragte der Professor und seine Stimme klang merkwürdig freundlich, fast väterlich. „Ich kann es nicht sehen", antwortete P. wahrheitsgemäß, worauf der Professor leise lachte, nur seine Augen lachten nicht, das sah P. im Spiegel. „Versuche es zu fühlen", sagte er, immer noch freundlich, aber mit einem gewissen Nachdruck. „Was fühlst Du?" „Ich habe Angst", antwortete P. und ging in sich, ob er noch etwas anderes fühlte. Dann sagte er spontan: „Acht." „Erstaunlich", lobte ihn der Professor, doch er drehte die Karte nicht um, sondern steckte sie wieder in die Tasche. P. bezweifelte insgeheim den Sinn dieser wissenschaftlichen Studien, doch er war sich sicher, dass der Professor eine solche Meinung als feindlich bewerten würde und überdies konnte er ihn dafür bestrafen. Also gab er sich größte Mühe einen interessierten und gespannten Eindruck zu vermitteln und dachte dabei zurück, zurück an seine Kindheit, wenn er dem Vater bei handwerklichen Aufgaben zur Hand gegangen war. „Sprechen wir ein wenig über Deinen Vater", sagte der Professor auf einmal, so als könne er Gedanken lesen und P. durchlief es kalt bei dem Gedanken, dass er es vielleicht tatsächlich konnte. „Vermisst Du Deinen Vater", fragte der Professor und P. musste mehrfach schmerzvoll schlucken, bevor er antworten konnte. „Natürlich vermisse ich meinen Vater", antwortete er dann und ein wenig Entrüstung schlich sich in seine Stimme. Schließlich war er ja der Sohn. „Meinst Du, dass der Vater Dich vermisst?", fragte der Professor und es war eine gemeine Frage, da er ja nicht wissen konnte, was der Vater dachte. Schemenhaft sah er ihn auf einmal im Spiegel, so als hätte sich sein Bild vor das von P. geschoben und er sah, wie er zum Feld ging, blickte ihm nach, durch das Fenster des anfahrenden Wagens. Jetzt fühlte er, was er damals vermisst hatte. Der Vater hatte sich nicht einmal umgedreht. „Ich weiß es nicht", antwortete er zögernd und als er sich bewusst wurde, wie schmachvoll diese Worte waren fügte er hinzu: „Aber ich glaube es schon." „Warum vermisst Du Deinen Vater", fragte der Professor und der gutmütige Tonfall machte ihn schläfrig. Warum vermisste er seinen Vater. Er wusste es nicht. Egal wie oft er es versuchte, er fand kein schönes Bild, das ihn mit seinem Vater verband. Stets war da nur der hochrote Kopf, der unterdrückte oder freie Zorn, die großen gewaltsamen Hände. Selbst, wenn er an seine Kindheit zurückdachte, an die Szene, in welcher der Vater auf seiner Bettkante saß, blickte dieser voller Bosheit auf ihn hinunter. „Ich weiß es nicht", sagte er noch einmal und suchte während er sprach eine andere Antwort, fand sie aber nicht. „Nun gut", antwortete der Professor. „Der Anfang ist getan. Nun wollen wir einmal sehen, ob Du auch hassen kannst." Damit wandte er sich ab und P. verfolgte ihn mit ängstlichen Blicken, wie er durch die Tür hinaus schritt. Dann wurde es dunkel in dem kleinen Raum, von einer Sekunde auf die andere verlosch das Licht, nur der Spiegel fing auf einmal an matt zu leuchten, so dass er seine Umrisse darin erkennen konnte. Schwindelig wurde ihm und fast war er dankbar dafür, dass er an den Stuhl gefesselt war, da er sonst wahrscheinlich zur Seite gestürzt wäre. Bunte Symbole und Linien tanzten vor seinen Augen und schoben sich ineinander. Alles schien wirr und es wurde immer schlimmer. Schließlich, als es fast nicht mehr ging, der Kopf schmerzte, die Beine, alles schmerzte und er das sichere Gefühl hatte, dass er sich jeden Moment übergeben musste, da verschwand die Übelkeit und machte einer erstaunlichen Klarheit Platz, wie er sie noch nie gespürt hatte. Alle Schmerzen waren verschwunden, seine Sinne gleichsam geschärft und wo er zuvor nur schemenhaft sich selbst in dem Spiegel gesehen hatte, blickte er nun voller Klarheit in seine eigenen Augen, die riesengroß und gläsern aus seinem Schädel quollen. „Ich habe Durst", wollte er sagen, doch es blieb still in dem kleinen Raum, kein noch so kleiner Ton entwich seinem Mund. Nichts konnte er tun, als in den Spiegel zu starren, nicht einmal abwenden konnte er den Blick, da sein Kopf ihm nicht mehr gehorchte und voll stummen Entsetzen betrachtete er die Bilder, die sich ihm dort boten. Sein eigenes Spiegelbild verschwand, wurde dünner und gläserner und dahinter schien etwas anderes zu liegen, etwas, das man nicht fokussieren, aber doch beobachten konnte. Er sah seinen Vater, wie er mit der stumpfsinnigen Gisela nackt auf einem Bett lag und er wollte den Kopf schütteln, um dieses obszöne Bild zu vertreiben, doch längst schon gehorchte ihm sein Körper nicht mehr. Der Vater war auch nicht wirklich der Vater, das wurde immer klarer, aber er schien doch einige Züge von ihm zu haben, die herrische Nase, die hohe Stirn, aber da war Wahnsinn in den Augen. Er konnte ihn auf einmal hören, wie schwer er atmete. „Wenn ich schon einmal die stumpfsinnige Gisela in mein Bett kriege, dann will ich sie auch zünftig genießen.", sagte der Vater und er blickte P. dabei aus dem Spiegel entgegen. Dann wandte er sich wieder seinem Opfer zu, Gisela, die nichts ahnte, sondern nur wie ein Schaf vor sich hinstarrte. P. wollte sie warnen, rufen, dass der Vater nicht ganz bei sich und somit gefährlich war, doch er war zum Zuschauen verdammt, konnte nichts anderes tun, als das Bild zu betrachten und daran zu leiden. Und erst jetzt entdeckte er noch etwas anderes. Hinter dem nackten Körper von Gisela, die sich nun in rhythmischen, tierischen Bewegungen von der einen Bettseite zur anderen bewegte, entdeckte er auf einmal das Bett der Mutter, sah sie, wie sie dort lag, genau wie damals, als sie sie im Hospital besucht hatten. Traurige welke Blumen standen neben ihrem Bett und auch sie betrachtete das Schauspiel, den Vater und die stumpfsinnige Gisela, auf den schmutzigen Laken. „Mutter", wollte P. rufen, doch immer noch war er zum Schweigen verurteilt, dabei hätte er so gerne mit der Mutter gesprochen, hätte sie getröstet und gesagt, dass dies alles nur ein böser Traum war, ein wahnsinniges Experiment. „Ein böser Traum, ein wahnsinniges Experiment", auf einmal konnte er wieder seine Stimme hören, lauter schrie er, „ein böser Traum", ekstatisch, „ein wahnsinniges Experiment", und je lauter seine Stimme wurde, um so mehr verblasste das böse Bild, bis es schließlich wieder er selbst war, der sich aus dem Spiegel entgegen starrte. Dann von einer Sekunde auf die andere, fiel sein Kopf zur Seite und er verlor das Bewusstsein.
5:35 AM
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Gefangen - Beim Professor
„Ein Loch im Zaun?", fragte der Professor und man entnahm seiner Stimme, dass er über alle Maßen aufgeregt war. Voller Zorn betrachtete er P, der ja nichts dafür konnte, aber den das Schicksal zum Überbringer dieser Nachricht auserkoren hatte. Im Stillen verfluchte er sich dafür, dass er seine Entdeckung nicht einfach dem Pagen mitgeteilt hatte. „Es ist auch nicht nur das Loch. Die Gefangenen fangen an aufsässig zu werden. Eben sind sie über den Neuen hergefallen. Nicht einmal Respekt vor der goldenen Nadel hatten sie und ich weiß auch nicht, ob ich sie auf Dauer mit der Peitsche bändigen kann." „Hast Du sie denn auch oft genug geschlagen, wie ich es Dir aufgetragen habe?" P. zögerte. Eigentlich wäre dies ein guter Moment gewesen, um seine Bedenken hinsichtlich der Brutalität der Bestrafung zu äußern, doch der Professor hatte ja gesagt, dass sich seine Tätigkeit ausschließlich auf das Befolgen von Befehlen beschränkte. „Ich denke schon, doch…" Er zögerte. „Ja?" Der Professor betrachtete ihn streng. „Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist sie zu schlagen. Es macht sie nur noch wütender. Außerdem ist es eine solch brutale Waffe. Einer ist ja bereits gestorben, den ich gepeitscht habe." Der Professor schlug mit der Hand auf den Tisch. „Was Du glaubst interessiert mich einen Dreck", sagte er und scheinbar fiel ihm nicht auf, wie primitiv seine Worte gewählt waren. „Was ist denn Deiner Ansicht nach besser? Du scheinst ja ein richtiger Denker zu sein: Ein toter oder ein aufsässiger Gefangener?" Eine Weile war es still in dem Arbeitszimmer. Man hörte das Zwitschern einiger Vögel, für die draußen, an der Hauswand ein kleines Futterhäuschen angebracht war. „Ich weiß es nicht", sagte P. und seine Antwort schien dem Professor entgegen zu kommen. „Und eben weil Du nichts weißt, hast Du zu gehorchen. Es wird sich schon herausstellen, wer für das Loch im Zaun verantwortlich ist und er wird dafür bestraft werden. Trotzdem ist es das Versäumnis des Aufsehers, wenn etwas im Lager geschieht, das dem Willen der Obrigkeit zuwiderläuft. Ich werde aber diesmal Gnade vor Recht ergehen lassen und ich werde Dich diesmal nicht bestrafen. Schließlich ist es ja noch rechtzeitig aufgefallen." P. schien das Thema damit zumindest vorerst erledigt zu sein und er wartete bereits darauf, dass der Professor den Pagen rufen würde, um ihn zurück in das Lager zu bringen, als sich dieser erhob und um den Schreibtisch herum zu ihm trat. „Da Du nun sowieso schon hier bist, ich einige Momente Zeit erübrigen kann und ich Dich ja eh Morgen für ein Experiment vorgesehen hatte, können wir es auch gleich durchführen. Es sind nur einige Tests, die Du sicher unbeschadet überstehen wirst. Vielleicht lernst Du ja sogar etwas dabei. Folge mir!" Damit trat er durch die Tür, hinaus auf den Flur und P. musste sich beeilen, um mit seinen schnellen Schritten mitzuhalten. Quer durch das Haus führte er ihn, vorbei an unzähligen Türen und Fluren, so dass es P. fast schien als gingen sie durch eine kleine Stadt, nicht durch ein einzelnes Haus. Schließlich stoppten sie vor einer kleinen Stahltür über der ein grünes Licht leuchtete. „Nun mach schon!", sagte der Professor und seine Stimme bekam einen ungeduldigen Klang. Vorsichtig öffnete P. die Tür und war überrascht, wie klein der Raum war, der dahinter lag. Lediglich ein Metallstuhl stand in der Mitte, der mit einigen Schrauben am Boden befestigt war. Es gab keine Fenster „Setz Dich!", sagte der Professor und es war mehr Befehl als Aufforderung. P. ließ sich langsam auf dem Metallstuhl nieder. Kälte strömte von dem Metall aus, die mühelos ihren Weg durch die dünne Hose von P. fand. Links und rechts, an den Armlehnen waren weiße Gurte angebracht und ehe es sich P. versah, hatte der Professor seine Handgelenke ergriffen und angegurtet. So fest zog er sie zu, dass P. Angst bekam, dass sie absterben würden. Dann fixierte er noch mit einigen routinierten Griffen seine Beine mit ähnlichen Gurten und bevor P. den Mut gefasst hatte, nach der Bewandtnis des Experimentes zu fragen, verschwand er durch die Tür, die sich mit einem lauten Knall hinter ihm schloss. * So saß er alleine in dem Raum, der mit dem Schließen der Tür vollständig dunkel geworden war und wartete darauf, dass das Experiment beginnen würde. Die ersten Minuten ertrug er noch geduldig und beherrschte die Panik, die in ihm aufzusteigen drohte, schließlich dachte er, dass der Professor nur einige kleine Vorarbeiten ausführen würde, um dann zu ihm zurückzukehren. Doch je länger er wartete, desto verzweifelter wurde er und als nach einigen Minuten noch immer nichts geschehen war, fing er auf einmal und heftig zu weinen an. Die schlimmsten Gedanken schossen durch seinen Kopf und er erinnerte sich an die Worte des Pagen. „Bisher ist noch nie einer zurückgekehrt.", hatte er gesagt und dieser Satz veranlasste P. mit dem Schlimmsten zu rechnen. Was wäre, wenn der Stuhl auf dem er saß, auf einmal unter Strom gesetzt wurde und das Experiment lediglich darin bestand zu betrachten, wie lange sein Körper es wohl aushielt, bis er Feuer fing. Oder vielleicht würde man ihn foltern, weil er das Loch im Zaun erst so spät bemerkt hatte. Vielleicht hatte ja auch der Page das Loch in den Zaun geschnitten, um seine Aufmerksamkeit zu prüfen. Je länger er dort saß und darauf wartete, dass etwas geschah, desto sicherer war er sich, dass er hier sterben würde. Vielleicht bestand auch das Experiment lediglich darin ihn verhungern zu lassen. Alle Gedanken, die sich einstellten, waren gleichermaßen grausam und immer verzweifelter schüttelte Schluchzer um Schluchzer seinen Körper. Die Dunkelheit um ihn herum verdichtete sich immer mehr zum tiefsten Schwarz, das jede noch so kleine Hoffnung in sich aufsog. Sterben würde er hier und er dachte zurück an die Dinge, die ihm bisher in seinem kurzen Leben widerfahren waren. Die liebe Mutter, die so plötzlich und unerwartet gestorben war, dass er sich nicht einmal hatte verabschieden können, der Vater, der ihn verkauft hatte. Verzweifelt versuchte er an etwas Schönes zu denken, doch es fiel ihm nichts ein, dass in der Finsternis Bestand gehabt hätte. In jenem Moment größter Verzweiflung, als er bereits glaubte, dass es nicht mehr schlimmer werden konnte, trat auf einmal das Bild der stumpfsinnigen Gisela vor sein inneres Auge und es beruhigte ihn sie zu betrachten. So schlimm das Schicksal es auch mit ihm meinte, hatte es doch noch weit weniger Mitleid mit ihr gehabt, die es stumpfsinnig in die Welt gestoßen hatte, ohne die Fähigkeit die Umwelt zu begreifen, oder zu verändern. „Trotzdem ist sie so schön", dachte er und wären da nicht diese dummen, leeren Augen gewesen, wäre neben ihr selbst Klara, das Bauersmädchen aus dem Gasthof verblasst. Irgendwie beruhigte ihn der Gedanke an Gisela und gab ihm die Kraft, langsam aber sicher die Beherrschung wieder zu gewinnen. Was auch geschehen würde, er würde ihm trotzen und sollte er tatsächlich hier in diesem düsteren Raum sterben, so würde er dem Professor gegenüber keine Schwäche zeigen.
5:27 AM
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Friday, May 09, 2008
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Bürokratie
Die Schizophrenie des modernen deutschen bürokratischen Staates ähnelt in ihrem Wesen jenem alten Sprichwort, in dem die eine Hand nicht weiß, was die andere tut, wobei man es hier mit einem Körper zu tun hat, aus dem an jeder Ecke und Hautfalte eine Vielzahl von Händen sprießen, die sich gegenseitig festhalten und bekriegen, manchmal aber auch verbündet und in Eintracht gemeinsam ihren eigenen Hals würgen.
2:59 AM
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Sunday, May 04, 2008
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Sydney
Es ging alles sehr schnell, der Flug durch fremde Wolken, die Trivialität des Ein- und Auscheckens, die Suche nach einem Motel, das Ablegen der Koffer und das Wechseln der verschwitzten und zerknautschten Kleidung. Dann hinaus auf die Straße, das Eintauchen in den Strom der Menschen, das Sich-mit-ziehen-lassen, staunend, wie träumend zwischen gewaltigen Wolkenkratzern, die derart weit in die Höhe aufschießen, dass man nicht begreifen kann, dass es kleine Menschen, wie ich waren, die ihre Grundsteine legten. Links und rechts reihte sich Geschäft an Geschäft, wie eine ewige Weltausstellung des Reichtums und der Dekadenz westlichen Lebens. Erst am Hafen begreife ich, dass dies real ist, dort, wo das Meer plätschernd an die Betonwände trifft und ich das Gefühl habe zu erwachen, etwas spüre, dass sich wie Freiheit anfühlt und dies nicht auf einer abstrakten von- oder zu-Ebene, sondern in einem ursprünglicheren, reineren, ja fast nackten Sinne, ein Gefühl, als hätte man einen Berg erklommen und blickte wie ein Gott hinunter auf die kleine, gewohnte Welt, die so weit weg, wie unwirklich scheint und in der man sonst, wie die anderen seinen Alltag verrichtet hat. Ein leichter Wind streicht durch meine Haare, wühlt sie auf, die salzige Frische von Meerwasser, durchsetzt mit den tausenden Gerüchen einer Großstadt und überwältigt von der Erkenntnis, dass ich tatsächlich hier bin, der Umgebung ins Auge blicke, die einem sonst nur unwirklich von Postkarten entgegenlächelt, lasse ich mich auf einem freien Flecken Wiese nieder und rauche eine Zigarette. Ich möchte hinauslachen, fast drängt es mich aufzuspringen, um es jeden mitzuteilen, dass es real ist, dass ich tatsächlich hier bin, doch gleichzeitig ist da auch noch Unglauben, Zweifel, so als könne ein allzu heftiger Windstoß alles um mich herum zerwehen und es als Kulisse aus bedrucktem Papier entlarven. Von meinem Platz aus betrachte ich die Menschen, die Touristen, die wie Ameisen in endloser Reihe die Stufen zur Oper emporwimmeln und klettern, die Seniorenpärchen, die sich würdevoll aufeinander abstützen, die Familienväter, die immer ein unruhiges Auge auf den spielenden Nachwuchs haben, alle wollen sie empor in den Schatten der Oper, die aus den verschiedensten Perspektiven Kulisse für die doch immer gleichen Fotos bleibt. Wieder blicke ich auf die Bucht, verfolge mit dem Auge spielerisch die vielen kleinen Schiffe, die das Meer durchkreuzen und es weiß-schäumend aufwühlen. „Vielleicht braucht man als Mensch solche Momente", denke ich, während ich an der Zigarette ziehe und den Rauch dem erweiterten Horizont entgegen blase. „vielleicht braucht man solche Momente, in denen man sich wundert, in denen man wieder Kind ist, in denen man alles berühren und ertasten möchte, um es so zu etwas vertrautem, zu etwas eigenem zu machen." Auf einmal ist da eine Melodie, fremd und berauschend, die meine Neugier weckt, die wahrscheinlich schon die ganze Zeit um mich herum in der Luft hing, die ich aber erst jetzt bemerke, als ich meine Zigarette in dem weichen Boden versenke und mich langsam erhebe, so wie man aus einem Traum erwacht, der aber noch immer, zumindest scheinbar, das Denken bestimmt. Es scheint eine alte Melodie zu sein, ein mir unbekanntes Instrument, unterlegt mit rauen, aber harmonischen Männerstimmen, die wie das Meer auf und ab ebben. Ich gehe in die Richtung, in der ich die Geräuschquelle vermute, entdecke einen Platz, auf dem sich eine undurchschaubare Menge aus Menschenkörpern versammelt hat, durch die ich mir, freundlich, aber bestimmt einen Weg bahne. „So klingt wohl das wahre, das ursprüngliche Australien", denke ich, während ich mir einen Weg zwischen Schultern und Armen hindurch nach vorne suche und stelle mir vor, dass sich diese Stimmen, genau wie jetzt in die salzige Luft gemischt haben, als all die Wolkenkratzer noch Utopie waren und die ersten Entdecker und Kreuzfahrer ihre Schiffe in diese Bucht lenkten. Eine seltsame Erregung befällt mich und ich gehe weiter auf die Musik zu, in die sich, je näher ich ihr komme, die Geräusche von nackten Füßen mischen, die in einem unerkennbar klatschenden Takt auf das Pflaster schlagen. Bald habe ich die vorderen Reihen erreicht, bleibe stehen, zwischen Familien in Freizeitkleidung, bunt gekleideten Europäern, geduldigen Asiaten, die allesamt ihre modernen Digitalkameras den Ureinwohnern entgegenrecken, so als könne man diesen Moment mit Technik bannen. Und jetzt kann ich es sehen, dieses Zentrum der Aufmerksamkeit und mit einem Mal ist die Begeisterung verflogen und was ich sehe stimmt mich traurig. Es ist nicht nur eine Aufführung, es ist zugleich ein Verkaufsstand, um den sich die Menschen drängen. Auf einer Art Theke liegen Dutzende, wenn nicht Hunderte von Didgeridoos, alle gleich lang, genormt und in verschiedenen, wiederkehrenden Mustern bemalt, so dass man ahnt, dass sie nicht hier, sondern in einer anonymen Fabrik, vielleicht in China produziert wurden. Vor diesem Warenlager tanzen und springen drei Eingeborenen zu einem Takt, den vier weitere in ihrem Rücken mit ihren stammestypischen Instrumenten erzeugen. Allesamt sind sie fast nackt, lediglich mit einem schmalen Lendenschurz und fülligen Schnäuzern bekleidet, die Haut in den stammestypischen Farben, in weiß und in schwarz gemustert, wie ein Relikt aus einer anderen Welt, die hier wohl vor der Kolonialisierung einmal existierte. Ständig blitzt es um mich herum und immer wieder schiebt sich ein Tourist an mir vorbei, kniet sich in den freien Raum zwischen Publikum und Darstellern, um mehrere Fotos zu machen, die in einer anderen Welt die Fotoalben zieren werden, wo sie von einer Exotik erzählen werden, die es eigentlich so gar nicht mehr gibt. Ich betrachte sie genau, wie sie dort musizieren, tanzen und springen, so als gäbe es noch Götter, zu denen sie beten müssten und aus der flüchtigen Melancholie, die mich aus heiteren Himmel befiel, wird ehrliche Bestürzung, als ich mir vorstelle, wie sie nach einem getanzten und gesprungenen Arbeitstag zwischen den Anzugträgern unserer globalisierten Welt in ihre Sozialwohnungen fahren, die fernab des Zentrums und der Touristen in den zahlreichen Vororten beheimatet sind. Ich blicke mich um, schaue auf die anderen, Touristen wie ich, und frage mich, ob sie etwas ähnliches fühlen, ob sie diese Kommerzialisierung einer sterbenden Kultur abstößt, wie sie mich abstößt. Doch dieser Gedanke scheint der Menge fremd, alle Gesichter lachen, so wie es in Australien üblich ist, dass man lacht, auf die Art, in der man in Australien lacht, so wie sie glauben, dass Australier lachen, erfreuen sich an diesem Schauspiel, ja man spürt die Überheblichkeit, die mitschwingt, während sie sich an den vermeintlich Wilden erfreuen. Kinder werden auf die Schultern gehoben, nach vorne durchgelassen, staunen, zeigen mit dem Finger auf die bemalten Gestalten, die so anders aussehen als sie selbst und eine Blondine, mit gefärbten Haaren und hohen Stiefeln wiegt ihren sonnengebräunten Körper im Takt, so als wäre es der ihre. Ich wende mich ab, versichere noch einem der Darsteller, dass ich keine Cd kaufen möchte, um mir den Zauber der Fremde in mein heimisches Wohnzimmer zu holen, - nein, ich möchte auch kein Foto - kehre zurück auf meinen Platz auf der Wiese und schaue hinaus auf das Meer, dass im gleichen Spiel, wie seit Jahrtausenden seine Brandung gegen den Kontinent wirft. Irgendwann erhebe ich mich dann wieder, kehre dem Hafen den Rücken, kaufe mir ein Getränk an einem der kleinen Stände, doch es dauert noch einige Stunden, bis ich aufhöre nachzudenken, bis ich wieder Tourist werde, mich irgendwann in eine Reihe einordne, die es überall gibt in Sydney und darauf warte, in ein Museum zu gelangen, in der man mir die Geschichte dieses Landes erzählen wird.
9:50 AM
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Saturday, April 26, 2008
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Offener Brief
Liebe Neonazis!
Ungeachtet aller Abscheu, die ich eurer nationalistischen Ideologie entgegentrage, ist es mir doch ein wichtiges Anliegen, gerade euch, dem einfachen braunen Pöbel, nicht den anzugtragenden Einflüsterern und Profiteuren eurer Dummheit, nein, nur euch einfachen Arbeitslosen, Alkoholikern und selbsternannten Straßenkämpfern einen Irrtum aufzuzeigen, der meiner Meinung nach offensichtlich sein sollte. Ein Blick in die Geschichtsbücher würde so manchem belehren, aber da ja doch, dem einen oder anderen der intellektuelle Zugang verbaut ist: Mein Hinweis in einfachen Worten:
Ihr hättet zu den ersten gehört, die damals, in den Zeiten der Machtergreifung in den Lagern gelandet wären, allein schon aus dem einafchen Grund, dass ihr anders seid, als die Masse der Gesellschaft und weil die Andersartigkeit damals von den Straßen verbannt wurde. Ihr schimpft auf die Demokratie, ihr verachtet sie, doch ist euch eigentlich bewußt, dass es die Demokratie ist, der ihr Eure Daseinsberechtigung verdankt? Glaubt ihr ernsthaft, dass ein faschistischer deutscher Staat Eure kleinen Demonstrationen geduldet hätte? Ist Euch nicht bewußt, dass eben jene Staatsdiener, die Eure kleinen Aufmärsche auf den abgelegenen Straßen unseres Landes vor dem Volk beschützen, in einem faschistischen Staat keine Sekunde gezögert häten, ihre Polizeiknüppel auf Euren Glatzen zu zerschlagen?
Vielleicht sind das zu viele Informationen auf einmal und ich muss zugeben, dass ich dem einfachen Stil Eures Bauerndeutsches nicht mächtig bin, aber ich rate jedem, der sich angesprochen fühlt, einmal nachzudenken, auch wenn es schwer scheint, den Kopf zu benutzen.
5:32 AM
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