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Tuesday, July 01, 2008
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Kopfrundfahrt
Current mood: stressed
Kopfrundfahrt Hässliche Menschen. Überall. Rothaarige, Blonde, Braunhaarige. Die Anzahl an Schönheit ist minimal. Narben auf der Haut, auf der Seele. Gestörte Blicke. Keine richtig schönen Augen. Der Blinde hat in dieser Stadt die schönsten Augen. Der Wunsch nach Taubheit. Pseudointellektuelle Studenten. Verbaler Durchfall. Gestörte Pädagogen lehren eine gestörte Brut voll Wut. Bildungssystem gleicht Hartz IV. Für'n Arsch. Wachsende Armut der Arbeiter. Billigbierniveau. Gestank, Alkohol, Schweiß, Eitelkeit, Ellbogengesellschaft. Mordgedanken schreien lautlos. Abschaffung des Waffengesetzes! Hassabbau beim Videospiel. Kriegsspiele. Politiker werden. Toll. Abkapslung als Staatsvertreter, Weltvergesser. Blind nach unten treten. Einfach. Keine helfende Hand. Wo ist der Terror? Unsichtbar. Fake? TV-Sensation. Beruhigung für die Masse. Gute Leute heute. Marionetten. Finger in den Arsch. Fluchtgedanken. Rein. Tür zu. Bett. Decke. Schlafen. Wer schläft, sündigt nicht. Konsumiert nicht. Böse. Lärm. Schlafentzug. Recht auf Isolation. Sarg, Grab. Quälende Kopfschmerzen. Überall. Hässliche, stinkende, konsumierende Zombies. Einsamkeit bei vier Millionen. Bin müde. Fernseher an. Gedanken aus… Danke! ©010708/2020 DB
6:20 PM
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Thursday, September 14, 2006
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About a Girl von Dennis Bernert
About a Girl vonDennis Bernert
Rückblende: Der Himmel erscheint in einem einheitlichen Grau. Das Meer ist unruhig. Höhere Wellen, keine großen, brechen und hinterlassen ein angenehmes Geräusch. Ich sitze mit ihr am Strand. Arm in Arm. "Ich möchte dich nie verlieren", höre ich aus ihrem Mund. Wie sehr ich sie doch liebe. Ich will, dass dieser Moment niemals vergeht. Ich küsse sie und schaue wieder in den Himmel...
Heute: Der Himmel interessiert mich nicht. Ich sitze in einer kleinen Bar und trinke. Wahrscheinlich schon seit Stunden, doch das weiß ich nicht mehr so genau. Mir ist übel. Ich schließe die Augen. Dort steht sie! Ihr Haar weht im Wind. Sie lächelt mich an. Ich öffne wieder die Augen. Ich kann es nicht mehr ertragen. Egal wohin ich sehe, ich sehe sie vor mir. Egal wer zu mir spricht, es ist ihre Stimme. Grauenvoll! Ich glaube, ich werde verrückt. Ich nehme mir vor sie morgen zu besuchen. Ich bestelle noch ein Bier. Der Typ hinter dem Tresen fragt mich, ob ich nicht schon genug hätte. Ich sage ihm was er mich mal kann. Ich bekomme mein Bier und leere es zügig. Es ist Zeit nach Hause zu gehen. Ich stehe auf und verlasse schwankend die Bar. Nach zwanzig Minuten Fußweg stelle ich fest, dass ich in die falsche Richtung gegangen bin. Ich war schon auf dem Weg zu ihr. Ich fluche laut! Zuhause angekommen stolpere ich über meine Schmutzwäsche und stoße mir anschließend das Knie an der Tischkante, bevor ich betrunken und völlig erschöpft ins Bett falle. Dort angekommen werde ich unfreiwillig zu einer Runde „Karussell fahren" eingeladen. Ich erhalte den Befehl ins Bad zu rennen, um mich dort lauthals zu übergeben. Ich hasse so etwas!Irgendwann erwache ich, aber es ist noch viel zu früh für mich. Ein Blick zum Wecker. Zwei Minuten nach Dreizehn Uhr. Und doch stehe ich auf. Die Welt dreht sich immer noch. Ich halte mich an der Wand fest und ziehe mich zum Kühlschrank. Erst mal ein Bier, damit die Welt sich wieder langsamer dreht. Ich kämpfe gegen den Brechreiz, doch es scheint in mir zu bleiben. Jawohl, ich gewinne. Im Badezimmer erwartet mich das Grauen. Der Mann, der mich aus dem Spiegel ansieht ist fast tot. Es kann noch nicht einmal eine Schönheitsoperation helfen. Ich gehe duschen. Die beste Idee, die ich seit drei Tagen hatte.Ich ziehe mich an und versuche etwas zu essen. Nur ein Bissen vom Käsebrötchen. Mehr geht nicht. Ich ziehe meine Jacke an und verlasse die Wohnung. Ich wollte sie doch besuchen...
Rückblende: Mein Zimmer erscheint dunkel. Nur vereinzelte Sonnenstrahlen haben ihren Weg durch den dunkeln Vorhang gefunden. Ich blicke nach rechts. Dort liegt sie! Schön wie sie ist. Ein Sonnenstrahl tanzt auf ihrem nackten Rücken. Allein dieser Anblick erregt mich. Ich streiche ihr vorsichtig eine Strähne aus ihrem Gesicht. Sie bewegt sich. Ihre müden Augen lächeln mich an. Sie richtet sich auf und küsst mich liebevoll. Die Küsse gehen in Leidenschaft über. Wir schlafen miteinander. Die Zeit scheint stehen zu bleiben. Wir schlafen seit zwei Jahren regelmäßig miteinander.Es war am sechzehnten Tag im wunderschönen Juni als wir uns das erste Mal küssten. Ich habe lange auf mich aufmerksam machen müssen, bevor sie mich überhaupt bemerkte. Oh, ich kann nicht beschreiben, was ich für sie empfinde. Ein „Ich liebe dich" reicht nicht aus. Ich vergöttere sie. Ich würde für sie töten, dessen bin ich mir sicher...
Heute: Der Weg zu ihr plagt mich. Ich gehe diesen Weg sehr ungern, weil ich weiß, dass ich in den nächsten Tagen wieder alle Formen der Depression durchlaufen werde. Ich nehme mir vor so schnell wie möglich aus der Stadt zu verschwinden. In einer anderen Stadt werde ich sie vielleicht vergessen können. Obwohl „Vergessen" das falsche Wort ist. Ich möchte nicht jede Minute so schmerzhaft an sie erinnert werden. Es schmerzt ungemein. An manchen Tagen denke ich, ich zerbreche an diesem Schmerz. Dies sind die Tage an denen ich mich betrinke. Also, eigentlich immer...
Rückblende: Die Musik dröhnt laut aus den Boxen. „Smells like teen spirit" von Nirvana bringt die Masse zum hüpfen und grölen. Sie steht vor mir. In der einen Hand eine Zigarette und in der anderen ein Glas Bier. Diese Frau muss ich einfach lieben. Sie drückt ihren Körper fest an mich. Ich spüre ihre Brüste auf meiner Brust. Langsam und zärtlich erreichen drei Worte mein Ohr: „Ich liebe dich!". Was soll ich darauf sagen? „Ich liebe dich auch" war zu banal. Ich küsse sie auf die Stirn und gebe ihr damit das Selbe zu verstehen. Wenn wir ausgehen sind wir für die anderen immer das perfekte Paar. Warum sollte ich glauben, dass sie es anders sehen könnte...
Heute: Nun bin ich bei ihr. Ich spreche viele belanglose Worte. Mehrfach taucht ein „Ich liebe dich" und ein „Ich kann nicht ohne dich" auf. Tränen laufen über meine Wangen. Mir ist kalt. Mir ist der Inhalt meiner Worte gar nicht bewusst. Ich will einfach nur bei ihr sein. An manchen Tagen kann ich mit ihr reden ohne zu weinen. Dann ist es so, als seien wir immer noch zusammen. Ich vermisse sie...
Rückblende: Ich sitze auf dem Balkon. Die Sonne scheint herrlich warm und lässt meine Stimmung steigen. Mir geht es richtig gut. Der Kaffee schmeckt wie schon lange nicht mehr. Mir geht es einfach nur gut. Mein Blick starrt auf den morgendlichen Verkehr der Hauptstrasse. Ganz schön viele Autos für einen Sonntag. Wo die alle hin wollen? Wahrscheinlich sitzt in jedem zweiten Auto ein Opa und daneben sitzt seine Oma, die sich krampfhaft in den Sitz drückt, weil ihr Liebster wieder die 40km/h Grenze überschritten hat. Sie fahren vermutlich zu ihren Bekannten, die sie schon eine Ewigkeit kennen. Ich, auf jeden Fall, mache nichts. Ich lasse es mir nur gut gehen und genieße. Mein Blick fällt zur Balkontür. Sie steht da und beobachtet mich. Ihre Augen sehen immer noch müde aus. Ich habe sie heute schlafen lassen. Sie setzt sich zu mir und trinkt aus meiner Tasse. Sie ist der Grund, warum jeder Tag schön sein kann/muss...
Heute: Ich bin wieder in meiner Wohnung. Total aufgelöst. Vom Kiosk habe ich mir eine Flasche Whiskey mitgebracht. Am Anfang verdünne ich ihn noch mit Cola. Aber wie konnte ich glauben, dass eine Flasche Cola reicht. Nach dem vierten Glas ist die Cola leer. Ich trinke ohne weiter. Im Radio läuft nur Mist. Ich durchstöbere meine CDs. Soll ich Nirvana hören? Nein, das erinnert mich zu sehr. Type 0 Negative! Die werden meiner Stimmung gerecht. Ich lege die „October Rust" ein und zünde ein paar Kerzen an. Die Vorhänge werden geschlossen. Nichts von draußen soll in meine Wohnung dringen. Die Klingel habe ich schon vor Tagen abgestellt. Ich will niemanden sehen. Das Telefon stelle ich lautlos. Der Whiskey macht müde. Ich schlafe auf der Couch ein und träume von ihr:Wir laufen Hand in Hand über eine blühende Wiese. Doch dann reißt sie sich von mir los und läuft lachend fort. Ich versuche sie einzuholen, doch ich bewege mich nicht von der Stelle. Sie gewinnt immer mehr an Vorsprung. Ich schaue an mir hinab, um den Grund meiner Trägheit zu suchen. Ich versinke in einer großen Pfütze. Das Umfeld verändert sich. Ich bin jetzt in einem Wald. Es ist dunkel, nur der Mond bringt etwas Licht. Ich versuche aus der Pfütze zu steigen, doch ich stecke schon bis zur Hüfte fest. Ich sinke tiefer. Plötzlich steht sie vor mir und schaut mich an. Ich kann nicht sprechen, versuche aber mit meinen Händen zu gestikulieren, dass sie mir helfen soll. „Nur du kannst dir selbst helfen" als Antwort. Dann ist sie verschwunden. Ich sinke immer tiefer. Ich gebe mich meinem Schicksal hin und rekapituliere. Als mein Mund das Wasser der Pfütze berührt, stelle ich fest, dass es salzig schmeckt. Wie Tränen!Ich wache auf. Ich weine...
Rückblende: Wir sitzen in einem Cafe. Ich sitze ihr gegenüber und halte ihre Hand. Ich würde gern mit ihr über den morgigen Tag sprechen, unseren dritten Jahrestag, doch sie sieht heute nicht wie sonst aus. Sie schweigt schon den ganzen Tag. Ich versuche sie mit meinen Witzen und blödsinnigen Kommentaren zum Lachen zu bringen, doch nichts. Nur eine unbekannte Leere in ihrem Blick. Es macht mich verrückt. Ich weiß einfach nicht was in ihr vorgeht. Ihre Augen schauen mich kalt an, während ich ihre Hand halte. Ich bin verzweifelt...
Heute: Ich sitze im Park und schaue auf den Teich. Es ist eigenartig mild für einen solchen Tag. Auf dem Teich schwimmen ein paar Enten. „Ob sie wohl den Unterschied zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit kennen?". Es wird ihnen wohl egal sein. Heute geht es mir besser, obwohl ich gestern bei ihr war. Es war halt wie immer. Während ich redete, schwieg sie mich an. Ich beginne zu lächeln und fasse den Entschluss aufs Land zu meinen Eltern zufahren. Ich muss hier weg. Es kann nicht so weiter gehen. Ich habe jetzt drei Monate in meiner eigenen, versoffenen Welt gelebt. Drei Monate ist das schon her? Heute ist der sechzehnte September. Ja, auf den Tag genau vor drei Monaten nahm sie sich das Leben... 21.Nov.2001
12:15 PM
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