Ansichtssache - für diese Kolumne haben wir alles an Bosheit, Zynismus, Humor und Lebenserfahrung hervorgekramt... Deswegen verdient sie auch eure uneingeschränkte Aufmerksamkeit. Drehen - stolpern - weitermachen!

ANSICHTSSACHE - die Kolumne

Last Updated:
Jun 30, 2008

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Tuesday, June 17, 2008

Scheißtag!

Liebe Jenny,

da ist er, dieser „Scheißtag"... wenn man Scheißtag bei Google eingibt, bekommst du übrigens folgende Information: „Sie interessieren sich für Scheißtag, Zynismus, Kopfschmerzen, Depression oder Ironie. Dann sind Sie bei Mister Wong genau richtig"... Hört sich für mich nach einem asiatischen Schnellrestaurant an, Kopfschmerzen garantiert!

Heutzutage wird der Begriff „Scheißtag" umgangssprachlich für einen Tag verwendet, der nicht den eigenen Vorstellungen entsprechend verlaufen ist. Klingt harmlos, ist es aber nicht...

Der durchschnittliche Scheißtag beginnt damit, dass man den Wecker halt doch wieder ausstellt bis halb fünf pennt und sich dann bei der dritten Tasse Kaffee fragt, warum es denn heute gar nicht mehr hell wird. Danach mag man sich vielleicht doch noch im Spiegel anblicken und sich kopfschüttelnd fragen, warum man dieses fremde Gesicht wäscht. Man darf auch die Hausklingel überhören und anschließend zu Fuß zum Postamt, weil DSL es nicht geschafft hat, das ersehnte Paket beim Nachbarn abzugeben. Man wird übelst versetzt und der Rest des Tages macht ab da schon keinen Sinn mehr. Zumindest solange er Stichwörter wie Scheißtag, Depression und Selbstmitleid zur Verfügung stellt...

Es ist einfach einer dieser Tage, an dem man besser im Bett geblieben wäre. Es ist immer einer dieser Tage, bei welchen man im Nachhinein nicht mehr so genau weiß, ob man den Fuß beim aufstehen aus dem Bett wirklich in einen Haufen Scheiße gestellt hat, oder ob das nur eine schemakonsistente Ergänzung der Erinnerungen ist. Wenn das Pech einen einfach liebt, wie ein Kleinkind die prall gefüllten Milchreservoirs am Oberkörper der Mutter, dann kommt irgendwann der Punkt, an dem man die Missgeschicke nur noch mit einem resignierenden Seufzer hinnehmen kann...

In diesem Sinne, hoffe dein Tag war besser!


Ach Claudi, so schön wie der Tag auch beginnen mag, so wird er aber nie Enden.
Der Tag wird von Stress, Zeitmangel und gequengel überschattet.

Egal was ich mir für diesen Tag vornehme, egal wie gut gelaunt ich aus dem Bett hüpfe, egal wie schön die Sonne am Himmel erstrahlt, denn ich weiß jetzt schon, das der Tag einen Haken hat. Auch wenn dieser Haken noch nicht zu erkennen ist.

Meine Kids erwachen. Freudig springt mir meine kleine entgegen und scheint guter Dinge zu sein. Doch der große, verlässt mit kleinen Augen das Bett und schon bei den ersten Anweisungen wachsen ihm kleine Hörner. Das Böckchen für diesen Tag ist geboren. Finstere Blicke ernte ich in Sekundenschnelle. Ich schaue drüber hinweg und lasse mich nicht so schnell aus der Fassung bringen.

Hab ja noch eine halbe Stunde Zeit. Klein Madam ist schon frisch und fertig für die Taten die da auf sie warten. Der Bock hängt noch ein wenig hinterher. Nach weiteren Aufforderungen, er möge sich ein wenig beeilen, da sonst das Frühstück flach fällt, da es ja schon eine viertel Stunde vor zu Spät ist.

In diesem Augenblicken bekomme ich mal wieder meine netten Spitznamen zuhören. „Du blöde Kuh. Du Ziege." Zu guter letzt bringt er seinen Gefühlszustand zum Ausdruck, mit „ich hasse dich und du bist doof". Ich überhöre dies und bewahre Ruhe. Schließlich wird er flott, nachdem die kleine Schwester schon im Auto sitzt. Hastig wirft er seine Jacke und Schal über, die Stulle fix in die Hand gedrückt und auf geht es in den KiGa.

Nun, wieder mal zehn Minuten nach pünktlich sein. Erzieherinnen die mich schief anschauen und ein künstliches Lächeln im Gesicht haben, prallen an mir ab. Was soll ich mich da noch drüber aufregen. Hat die ganzen Jahre über nichts gebracht. Also wie gehabt. Kids auspacken und abgeben in die Wohlbehütete Gruppe. Jetzt kann der freie Vormittag kommen. Wäre da nicht noch die Erzieherin, die mich darauf hinweist das ich doch noch im Büro zu der Leitung gehen möchte.

Seufz!!! Aus der der Traum vom schnellen Heim fahren und einen gemütlichen Kaffee trinken. Was mag denn diesmal sein? Eilend erreiche ich das Büro und trete ein. Das Gespräch war kurz und von peinlicher Natur. Wie Kinder doch Eltern in Verlegenheit bringen können.

Es ging um meinen Sohn, ein Kondom, das er aus der Tasche zog und die Behauptung, „Papa hat mir das mitgegeben. Ich darf das hier im Kindergarten zeigen. Ist ein großer Luftballon".

In solchen Momenten frage ich mich wo das nächste Mauseloch ist und warum der Boden sich nicht auftut um mich zu verschlingen. Nach dem dies geklärt und quasi der Tag im Eimer scheint, fahre ich mit dem peinlichen Gefühl Heim.

Nach zwei starken Kaffee und einigen Zigaretten, gelingt es mir mich auf mein Projekt zu konzentrieren. Doch dieser Produktive Moment hielt nicht lange an. Es jagt ein Telefonat nach dem anderen. Aber ist ja kein Grund gleich in Panik zugeraten.

Nach dem keiner mich mehr zu kontaktieren scheint, schaue ich zur Uhr, die mir haargenau mitteilt das es mal wieder zwei Stunden vor zu Spät ist. Ich werde unruhig. Hastig greife ich nach den Putzmitteln und versuche Herr über Krümel, Staub und Fettflecken zu werden. Anschließen fix noch unter die Dusche und dann schon auf dem Weg zum Einkauf …



In diesem Sinne ...

05:42 - 3 Comments - 7 Kudos - Add Comment

Monday, June 09, 2008

Dialog...

"Du Jenny?"
"Ja, Claudi?"

"Mein Drucker druckt nicht mehr und ich wollte…"
"Siehste!"

"Wieso siehste??"
"Ich habe es ja gleich gesagt!"

"Bisher hat er doch wunderbar gedruckt!"
"Toll, aber jetzt nicht mehr, war ja zu erwarten!"

"Nur weil er günstig war, heißt das doch noch nicht, dass…"
"Der war nicht günstig, der war billig!"

"Das ist doch jetzt egal, ich wollte doch nur…"
"Jajaja, ich wollte nur! Und wer darf das jetzt wieder auslöffeln??"

"Du?"
"Ja, ich!"

"Aber…"
"Nichts aber! Also. Hast du schon das Druckerkabel geprüft?"

"Nee, wieso?"
"Vielleicht ist es ja nur abgefallen?"

"Kabel ist dran, da bin ich mir sicher, aber…"
"Und in der Systemsteuerung, hast du die Druckaufträge geprüft?"

"Muss man das?"
"Bei ordentlichen Druckern nicht! Bei deinem schon."

"Der ist super, der Drucker!"
"Ja, der ist klasse, nur druckt er eben nicht!"

"Aber ich wollte doch nur…"
"Hast du Drucker und Rechner schon einmal neu gestartet?"

"Nein, und daran liegt es auch nicht."
"Ach so! Klar! Und weißt du auch schon die kommenden Lottozahlen??"

"Ich spiele kein Lotto."
"Das war jetzt auch nur eine rein rhetorische Frage, Claudia…"

"Obwohl wir ja mal Lotto spielen könnten…"
"Und warum? Da gewinnt man eh nix."

"Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Weiß doch wohl jeder!"
"Und wenn wir Millionäre sind, kaufen wir dir einen neuen Drucker?"

"Ich will doch aber gar keinen neuen Drucker!"
"Wirst du aber brauchen! Was kaufst du auch so einen Billigkram!"

"Ich will lieber einen Stall und ein Pferd."
"Nee, iss klar! Vielleicht noch schön eine kleine Rennbahn dazu??"

"Nö, aber einen großen Sack Möhren."
"Der wird dann wohl gerade noch drin sein…"

"Also kriege ich jetzt ein Pferd?"
"Nein!"

"Manno!"
"Geh Lotto spielen."

"Kann ich jetzt erst einmal weiterdrucken?"
"Womit?? Also meinen Drucker kriegst du nicht, das sage ich dir gleich!"

"Will ich doch auch gar nicht!"
"Dann wirst du wohl einen neuen Drucker kaufen müssen."

"Aber ich will dich doch nur bitten, mir…"
"Erst nicht auf mich hören und jetzt rumjammern! Nee!!"

"Jenny! Jetzt hör mir doch wenigstens einmal zu!"
"Na schön. Zum Thema Drucker das letzte Mal. Also was!"

"Kannst du mir Papier geben? Meins ist alle…"

Kopfschüttel…

23:41 - 2 Comments - 2 Kudos - Add Comment

Sunday, May 18, 2008

Pssst ... An alle Single Männer

Kontaktanzeige

 

Einfach nur ein Stück vom Glück …

 

… möchte gerne die Single Maus mit einem Mann zwischen 30 und 40 Jahren erleben. Sie möchte zu seinen 1,75 m und mehr aufschauen können. Mit ihm sinnliche kuschelige Abende verbringen und seinen Humor genießen. Sie möchte durch seine blonden Haare wuscheln und sich an seinem kleinen Bäuchlein ankuscheln. Ihr Humor ist unverbesserlich und ihre Kreativität lässt keine Wünsche offen. Mit 35 Jahren steht sie mitten im Leben.

 

Suchst du auch einen Menschen, bei dem du dich ab und zu anlehnen kannst? Gemeinsam das Dinner kochen magst und bei Kerzenschein entspannte Abende verbringst? Dann nimm all deinen Mut zusammen und schreib der Süßen Single Maus.

 

Möchtest du mit ihr ins Gespräch kommen?

 

 

Oder mit ihr den Tag in der Natur verbringen?

 

 

Oder am Morgen dieses erscheinen zu Gesicht bekommen?

 

 

Hier kannst du mehr über die Claudi erfahren und ihr eine Nachricht zukommen lassen:

ClaudiaPittsburgh

 

Falls du dich nicht traust, kannst auch mich anschreiben:

FreundinVonClaudi

 

Eure Jenny

01:36 - 5 Comments - 4 Kudos - Add Comment

Saturday, May 17, 2008

Mein Mann benutzt mein Make up...

Liebe Claudia,

ich hab nichts dagegen wenn „Mann" sich pflegt und auf sein Äußeres Erscheinungsbild achtet. Aber … solange sie ihre Sachen benutzen.

Bei mir im Schränkchen muss ich fast alles antackern. Da anscheinend mein Make up, Cremes und Lotionen Beine bekommen und über Nacht sich aus den Staub machen.
Das mein Mann sich mal meine Body Soft Creme ausleiht ist noch okay. Nur vergisst er mir mitzuteilen, dass diese Aufgebraucht sei. Umpf!

Und das Make up, nicht das er sich schminkt, wäre ja noch schöner, nein … er verwendet dies zur Ausbesserung von unseren Möbelstücken an. Ein Kratzer im Wandregal! Da wird schon mal mein Make up angewandt, da die Farbe genau passend ist. Auch der Kajal wird gern mal zum anzeichnen verwendet.

Ich weiß ja nicht wie es euch so ergeht aber ist es nicht schon ein wenig komisch wenn er dasselbe Duschgel und das Deo welches für Frau bestimmt, mit verwendet?
Auch wenn Unisex draufsteht ist es doch auf dauer langweilig. Wo bleibt da noch der männliche Duft, wenn er genauso riecht wie ich?
Schließlich sind es doch die Männer die mit ihrem Duft eine Marke setzen. Dann sollte es auch weiterhin so sein.

Denn Düfte wecken unsere Sinne und emotions … wie die Natur es Vorgesehen hat und sollten nicht unterdrückt werden, sondern vielleicht durch „For Men" Produkte unterstützt werden.

In diesem Sinne … ein hoch auf unser Riechorgan!


Liebe Jenny,

ein HSV-Auswärtsspiel, 20 Liter Bier, zurück nach Hamburg und direkt in eine Kneipe zur Skat- oder Pokerrunde - so stellte ich mir bisher Männer-Wellness vor. Seit Kurzem aber steht mein Männerbild kopf.

Im Bad kam ich zu dieser Erkenntnis. Ich hatte meinen Bruder rein zufällig dabei beobachtet, wie er sich sein Gesicht hingebungsvoll mit einer Chanel-Lotion eincremte, die er meinen späteren Ermittlungen zufolge von einem Freund, dessen Freundin bei Chanel arbeitet, vor sechs Wochen zum Geburtstag bekommen hatte. Er cremte und cremte und.... Nun finde ich Chanel an sich toll, aber ist es nicht definitiv unmännlich?

Je länger ich ihn bei seinem neuen Badezimmer-Ritual beobachtete, desto nachdenklicher wurde ich. Als er endlich fertig war, untersuchte ich die Tube. "Précision Soleil Identité - Soin Auto-Bronzant" stand drauf. Ein Selbstbräuner... Mein Bruder benutzt einen Selbstbräuner. Derselbe Bruder übrigens, der seit Jahren große Reden darüber schwingt, dass meine Haut "schon süchtig" sei. Süchtig nach all diesen Cremes und Lotions. Ein Mann braucht Aftershave, Deo und Seife. Punkt.

Spontan überkamen mich all die extenziellen Fragen: was wollen wir? Metrosexuell oder doch lieber den Outdoor-Typ? Geht Liebe tatsächlich durch die Nase? Wenn Mann nicht gut riecht, macht's Frau dann keinen Spaß? Muss Mann auch das passende Make up zum Rouge verwenden? Warum riecht ein Pups? Und überhaupt - Findet Frau es wirklich sexy, einen rasierten Männerarsch vorzufinden?

„Also für mich muss der Arsch einer Frau gut riechen, sonst ist nix mit Romantik!" Sagte mein Bruder, nachdem ich seinen Badezimmerschrank mal genauer inspiziert hatte...

Vier Düfte. Mehr als ich besitze. Drei unterschiedliche Tiegelchen Haarwachs. Und, aha, Feuchtigkeitscreme für Männer. Und eben besagter Selbstbräuner.

Vor Kurzem habe ich ihn auf die Chanel-Creme angesprochen. Seine Reaktion hat mich ein zweites Mal umgehauen. "Super, nä?", meinte er und warf seinen Kopf mal nach rechts, dann nach links. "Meine Haut ist schon ganz golden." Doch plötzlich wechselte sein Blick ins Bedrohliche: "Und wehe, du benutzt meine Creme!"

In diesem Sinne... Creme und Make up braucht das Land *murks*

05:52 - 4 Comments - 6 Kudos - Add Comment

Wednesday, May 07, 2008

Dialog...

"Jenny?"
"Ja, Claudi?"

"Wo ist meine Handcreme?"
"Weiß ich nicht."

"Meine kleine blaue Handcreme?"
"Keine Ahnung!"

"Hast du sie nicht benutzt?"
"Ich?? Nein."

"Aber sie ist weg."
"Das tut mir leid."

"Und wo ist sie jetzt?"
"Woher soll ich das wissen??"

"Die steht immer im Bad auf dem kleinen Schrank."
"Ja?"

"Ja! Und jetzt ist sie weg."
"Dann wirst du sie wohl irgendwo anders hingestellt haben."

"Die steht aber immer da!"
"Jetzt wohl nicht mehr…"

"Weil du sie verschlampt hast!"
"Ich habe deine blöde Handcreme nicht!"

"Es kannst aber nur du gewesen sein!"
"Ich war es aber nicht!"

"Zeig mal deine Hände."
"Wie bitte??"

"Nun zeig doch mal!"
"Nein!"

"Wieso denn nicht??"
"Was soll denn das!?"

"Ich will nur sehen, ob du dir die Hände eingecremt hast!"
"Du spinnst wohl! Hier, bitte sehr!"

"Hm… Ganz trocken."
"Na also. Darf ich jetzt weiterleben, Frau Kommissarin?"

"Du könntest dir ruhig auch mal die Hände eincremen."
"Quatsch!"

"Doch, die sind ja ganz rau."
"Die sind wie immer, ich habe noch nie Handcreme benutzt!"

"Du wirst ja schließlich auch nicht jünger."
"Na vielen Dank! Und deshalb soll ich jetzt Handcreme benutzen??"

"Würde dir ganz bestimmt nicht schaden."
"Gut, dann gib mir welche."

"Sehr witzig! Meine Handcreme ist ja nicht da!"
"Dann lass mich damit jetzt auch in Ruhe, ja?"

"Und was mache ich jetzt?"
"Womit?"

"Mit meinen Händen? Ich muss die eincremen."
"Nimm doch Nivea oder eine von deinen anderen tausend Cremes."

"Für die Hände??"
"Na und? Creme ist doch Creme, oder nicht?"

"Nein, das geht ja nun überhaupt gar nicht!"
"Du wirst ja wohl mal einen Tag ohne Mandelmilch auskommen."

"Wie kommst du denn jetzt auf Mandelmilch??"
"Ist in deiner Handcreme nicht Mandelmilch?"

"Also doch!"
"Was!"

"Du hast meine Handcreme benutzt!"
"Habe ich nicht!"

"Woher weißt du dann, dass da Mandelmilch drin ist!?"
"DAS HAST DU MIR SELBST ERZÄHLT!"

"Ja? Ach so…"
"Claudi?"

"Ja?"
"DU NERVST MICH!"

"Ich bin auch genervt, hier kann man NICHTS stehen lassen!"
"ICH HABE DEINE DOOFE HANDCREME NICHT!!"

"Und wer sonst??"
"Keine Ahnung, ich jedenfalls nicht!"

"Mist. Tja, dann kaufe ich uns heute welche."
"Dir. Du kaufst DIR welche."

"Uns."
"Nein, dir!"

"Du musst aber auch Handcreme benutzen."
"Muss ich nicht und werde ich nicht!"

"Doch, das ist gut für deine Hände!"
"Hilfe, womit habe ich das bloß verdient…"

"Ich möchte, dass du auch schön weiche Hände hast."
"Claudi! Kümmere du dich um deine Hände, ich mich um meine, ja!?"

"Möchtest du die gleiche, wie ich, oder eine andere?"
"Ich möchte gar keine!!"

"Dann benutzt du meine einfach mit, das ist sowieso die beste."
"Keine Wunder, dass mir immer mehr graue Haare wachsen…"

"Damit meinst du ja wohl jetzt nicht mich!"
"Natürlich nicht…"

"Also einverstanden, und die Creme kommt ins Bad."
"Schön."

"Ach ja, und eine Bitte hätte ich noch."
"Himmel… Was willst du denn nun noch…"

"Nimm jedesmal nur einen klitzekleinen Klecks davon."
"Aha. Und warum das nun wieder?"

"Ich mag keine parfümierten Hände."

Kopfschüttel…

23:51 - 1 Comments - 2 Kudos - Add Comment

Dialog...

"Dass hier nie Leute sind, verstehst du das Jenny?"
"Nein Claudi. Das wundert mich auch."

"Vielleicht ist der See vergiftet?"
"Glaube ich nicht; das ist ein Regenüberlaufbecken."

"Es regnet doch gar nicht?"
"Sehr gut beobachtet Claudia, jetzt wo du es sagst…"

"Kein Mensch hier."
"Außer uns."

"Ja."
"Gut, was?"

"Hast du Hunger?"
"Nein."

"Ich habe uns Brote gemacht."
"Sehr gut, vielleicht später, danke."

"Da ist Käse bei."
"Sehr gut, aber jetzt will ich nicht."

"Aber die Sachen werden doch warm in der Sonne!"
"Gleich, Claudi, gleich."

"Die müssen wir jetzt essen."
"Herrgott ja, dann gib schon her."

"Du musst ja nicht Jenny, ich meine ja nur!"
"Ich möchte Salami."

"Ich habe aber nur eins mit Salami gemacht."
"Und? Darf ich das nicht essen?"

"Für dich hatte ich eigentlich Käse vorgesehen."
"Na gut, dann gib mir das mit Käse."

"Naja, ich könnte auch Käse essen, dann kriegst du Salami."
"Nein, egal, gib mir einfach das Käsebrot."

"Hmhhmmhmmm…"
"Was ist?"

"Du freust dich ja gar nicht."
"Was??"

"Na ich schmiere Brote für uns und alles und…"
"Das ist auch eine tolle Sache, ich freue mich."

"Sonst isst du doch auch immer Käse."
"Wenn ich es mir recht überlege, wäre mir Käse auch lieber."

"Eben aber nicht!"
"Schon, aber da hatte ich nicht darüber nachgedacht."

"Worüber?"
"Was ich eigentlich am liebsten hätte."

"Eben, und du hast einfach irgendwas gesagt. Salami nämlich."
"Claudi, ich möchte gerne dein leckeres Käsebrot."

"Aber nur mit Tomate."
"Tomate?"

"Ja, die habe ich nicht draufgelegt, damit die nicht so wässern."
"Na schön, dann nehme ich auch eine Tomate dazu."

"Möchtest du auch Salz?"
"Ja. Gerne."

"Ach, das ist ja blöd jetzt…"
"Blöd? Wieso blöd??"

"Salz habe ich nicht eingepackt…"
"Warum fragst du mich denn dann danach??"

"Das frage ich doch immer, wenn wir Tomaten essen?"
"Aber wenn du doch gar kein… Egal, ganz ruhig bleiben…"

"Zuviel Salz ist sowieso ungesund."
"Ja. Sicher. Kriege ich jetzt mein Brot? Bitte?"

"Und die Tomate?"
"Ja doch, gib mir auch eine Tomate."

"Welche denn?"
"Herrgott, irgendeine!"

"Nee, so nicht!"
"Was??"

"Weißt du Jenny, jetzt muss ich mich nicht auch noch anmaulen lassen!"
"Inzwischen hätte ich längst selbst Tomaten anbauen können!"

"Und das Salz? Wie hättest du das selber gemacht?"
"Einfach nach drei Stunden Schwitzen den Arm ablecken."

"Das ist ja ekelig!"
"Aber es funktioniert."

"Bäh! Da kann einem ja der ganze Appetit vergehen!"
"Aha. Also möchtest du das Salamibrot nicht mehr?"

"Doch!"
"Können wir dann jetzt essen?"

"Ja. Obwohl du doof bist."
"Ich werde es in meinen Memoiren erwähnen…"

"Sehr witzig. Hier, dein Käsebrot. Und die Tomate."
"Danke Claudi."

"Sag mal, reicht dir ein Käsebrot überhaupt?"
"Nö."

"Immer hast du was zu meckern!"

Kopfschüttel…

12:39 - 4 Comments - 5 Kudos - Add Comment

Dialog...

"Jenny, könntest du bitte woanders hingehen?"
"Wieso woanders hin, Claudi?"

"Warum stehst du denn da so blöd an der Tür!?"
"Weil ich sie eigentlich jeden Moment öffnen möchte??"

"Das macht mich ganz nervös!"
"Ich warte schon ewig auf dich! Mach jetzt!"

"Nimm die Hand von der Klinke, da werde ich echt wahnsinnig!"
"Claudia! Wir müssen los, warum bist du denn noch nicht fertig??"

"Ich bin ja gleich fertig."
"Und wie lange dauert das jetzt noch?"

"Zwei Minuten."
"Du sagst immer zwei Minuten und dann dauert es Zwanzig!"

"Wenn du mich nicht hetzen würdest, wäre ich längst fertig."
"Ich?? Ich hetze dich doch nicht!"

"Und warum stehst du dann da in Jacke?"
"Wie bitte?? Wir müssen los, schon vergessen??"

"Wie spät ist es denn?"
"Wir wollten vor zehn Minuten losfahren."

"Dann kommen wir eben zehn Minuten später, na und?"
"Claudi, wir sind da mit unseren Tischnachbarn verabredet!"

"Jens ist doch auch nie pünktlich…"
"Ich aber!"

"Heute nicht, Jenny."
"Ja! Wegen dir! Was machst du denn jetzt da noch??"

"Mein Mantel ist weg."
"Welcher Mantel??"

"Der lange mit den großen Knöpfen, ich weiß nicht, wo der ist…"
"Du hast doch noch fünf andere Mäntel, wo ist das Problem??"

"Ich wollte aber genau den anziehen."
"Der eine hat große Knöpfe, der andere kleine, der nächste eckige…"

"Vielleicht hängt der bei dir im Schrank?"
"Bei mir? Wohl kaum!"

"Da habe ich noch gar nicht nachgesehen."
"Das kannst du dir auch sparen, warum sollte DEIN Mantel in meinem…"

"Ich schaue mal gerade…"
"Untersteh dich! Mein Schrank ist tabu für dich!"

"Naja…"
"Nix naja! Wo ist jetzt dein Mantel!"

"Ach da ist er ja, hinter dem anderen Mantel!"
"Ruhig atmen, ganz ruhig atmen… Können wir jetzt? CLAUDIA!"

"Nee, ich brauche noch Taschentücher."
"Wofür! Bist du krank?"

"Was hat denn das damit zu tun??"
"Also ich brauche nur Taschentücher, wenn ich einen Schnupfen habe."

"Taschentücher braucht man immer."
"Okay! Hol dir einfach Taschentücher und dann los!"

"Wir haben keine mehr!"
"Das ist völlig unmöglich."

"Aber wenn wir doch keine mehr haben??"
"Ich brech zusammen… OB WIR HEUTE WOHL NOCH LOSKOMMEN??"

"Was mache ich denn jetzt!"
"Dann gehen wir eben OHNE Taschentücher."

"Unmöglich! Hast du nicht noch irgendwo welche?"
"Nein."

"In deiner Handtasche vielleicht?"
"Woher weißt du denn, dass…"

"Ich schaue mal nach…"
"Lass die Finger von meiner Tasche! Ich darf ja auch nicht an deine!"

"Na schön, aber ohne Taschentücher fahre ich nicht los!"
"Du treibst mich noch in den Wahnsinn…"

"Was hast du gesagt?"
"Ach, nichts…"

"Hast du nun welche?"
"Ja, hier. Gehen die?"

"Hm… Wieso sind die denn so schlampig?"
"Weil sie da schon zehn Jahre drin liegen, na und?"

"Die kann man ja gar nicht benutzen."
"Wieso! Ist das Haltbarkeitsdatum abgelaufen, oder was??"

"Aber die sind doch dreckig!"
"Entschuldige, das sind die letzten, die wir jetzt haben!"

"Dass du sowas überhaupt mit dir rumschleppst…"
"Immerhin habe ich welche!"

"Jenny…"
"Willst du sie nun, oder nicht!?"

"Das eine hier, das ist noch okay."
"Na Gott sei Dank…"

"Aber wo stecke ich das jetzt hin?"
"In deine Tasche vielleicht??"

"Da ist kein Platz mehr drin."
"In deiner Tasche ist kein Platz mehr für EIN Taschentuch??"

"Nee."
"Das gibt..s doch gar nicht!"

"Ich wollte doch die kleine hier mitnehmen…"
"Und warum nun unbedingt die kleinste Tasche, die du hast??"

"Weil die so gut zu meinem Kleid passt, schau, hier…"
"Ja, super. Ich stecke das Taschentuch ein, können wir dann jetzt?"

"Gleich."
"Was denn noch!!"

"Die Kamera, wo ist die Kamera!"
"Welche Kamera?"

"Ich wollte doch Fotos machen von uns!"
"Ich werd gleich verrückt."

"Holst du die Kamera bitte?"
"JA, KÖNNEN WIR DANN JETZT BITTE ENDLICH LOS??"

"Und wo ist jetzt die Kamera?"
"Ach so, muss ich holen, warte…"

"Das ist ja wieder typisch!"
"Typisch? Was!"

"Ich bin fertig und muss wieder auf dich warten!"

Kopfschüttel…

09:23 - 3 Comments - 6 Kudos - Add Comment

Thursday, May 01, 2008

Dialog...

"Du Jenny?"
"Ja Claudi?"

"Willst du heute Abend fahren oder soll ich?"
"Zu der Party? Wegen Alkohol und so?"

"Ja, genau."
"Ich fahre, kein Problem."

"So? Ich kann aber auch fahren?"
"Brauchst du nicht."

"Wenn ich fahre, dann kannst du was trinken."
"Schon klar, aber ich will gar nichts trinken."

"Wir gehen auf eineParty und du willst nichts trinken??"
"Doch, aber Bitter Lemon reicht mir völlig."

"Bitter Lemon! Du immer mit deinem Bitter Lemon!"
"Wenn ich das doch nun mal gerne trinke?"

"Ich fahre, dann kannst du was Ordentliches trinken."
"Nein, ich fahre."

"Wieso denn??"
"Weil ich fahren will, deswegen."

"Immer fährst du!"
"Blödsinn, außerdem trinkst du ja immer Prosecco."

"Ich muss ja auch nie fahren."
"Dann ist ja alles in Ordnung, oder?"

"Ich fahre dich aber gerne zurück, wenn du betrunken bist?"
"Claudi! Ich werde nicht betrunken sein!"

"Und warum nicht?"
"Was ist denn das für eine Frage!"

"Das würde dich mal ein bisschen lockerer machen…"
"Lockerer?? Wofür denn bitte??"

"Och."
"Ach so! Ich bin also nicht locker genug, oder was??"

"Wir könnten uns doch beide da heute mal so richtig daneben benehmen, oder?"
"Ach nee! Ich dachte, du wolltest fahren??"

"Na und?"
"Was denn na und! Du kannst ja wohl kaum fahren, wenn du auch…"

"Ach jetzt verstehe ich, was du meinst."
"Davon bin ich jetzt aber mal richtig begeistert!"

"Das hast du bloß falsch verstanden."
"Was! Dass du Alkohol trinken UND nach Hause fahren willst??"

"Nee!"
"Sondern??"

"ICH kann mich auch ohne Alkohol daneben benehmen!"

Kopfschüttel…

23:18 - 6 Comments - 11 Kudos - Add Comment

Friday, April 04, 2008

It’s my party, and I’ll cry if I want to...

Liebe Claudia,

es gibt ja unendlich viele Partys auf denen sich allerlei Menschen tummeln. Von der Sitzparty bis hin zur Zappelparty. Die Auswahl ist enorm. Für jederman etwas dabei.

Die letzte Party liegt noch gar nicht allzu lang fern.
Meine Arbeitskollegin fragte mich eines Tages, ob ich nicht Lust habe, eine Putzparty zu veranstalten.

Hmmm … hört sich im ersten Moment ja ziemlich spießig an. Aber da meine beste Freundin so eine Party schon hinter sich hatte und mir von den Produkten vorschwärmte, kann dies ja nicht soooooo schlecht sein.
Zumal die Reinigungsprodukte 100% biologisch abbaubar sind. Und wer möchte da nicht seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Zudem kommt noch hinzu, dass ich reichlich zu putzen und zu waschen habe.

So kam es, dass ich meine Freundinnen und Nachbarinnen zu dieser symbiotischen Reinigungsparty einlud.

Meine Kollegin erschien pünktlich mit Sack und Pack und bereitete einige Dinge für die Präsentation vor.

Der Backofen, den ich monatelang dem Fettschmutz überließ, wurde vorab schon mal mit dem Wundermittel eingepinselt und mit Frischhaltefolie bedeckt, damit auch das Mittel seine Wirkung hat und der Dreck später sich spurlos abwischen lässt. Gut Ding will ja schließlich Weile haben.

Um 18 Uhr treffen nach und nach die Gäste ein und gespannt saßen wir rundum an den Snack gedecktem Tisch und lauschten gespannt meiner Kollegin.
Hier und da wurde an den Fliesen, Fugen, Fenster, Backofen und der Ofenroste ausprobiert und demonstriert. Gelegentlich war ein begeistertes „ahhh" zu vernehmen und viele Fragen, rund um Flecken, Wäsche usw.

Nach dem die Produkte vorgestellt und die Snacks Schalen geleert waren, wurde hier und da ein Bestellformular ausgefüllt und in Auftrag gegeben.

Fazit: Schön und gut, dass auf solchen Partys ausprobiert wird aber schöner wäre es gewesen, wenn größere Flächen gereinigt wären. So konnte ich am nächsten Tag direkt mit dem Putzen von vorne beginnen.
Letztendlich sind solche Partys gleich Aufgezogen. Je mehr Leute da, desto mehr ist man im Zugzwang und kauft am Ende das, worüber man sich hinterher über den Preis ärgert.
Sei es Tupper, Lovetoys, Jeans oder sonst welche Partys.

Zu guter Letzt hat mein Gatte sich bei unserm Freund Google schlau gemacht. Die Putzmittel von der Firma (dessen Namen ich hier nicht erwähnen möchte) sind zwar biologisch abbaubar, für die Umwelt schonend, dennoch sind die Fruchtsäuren eher ätzend und verursachen Hautreizungen. Und besitzen noch nicht mal Kindersichere Verschlüsse.

Also, könnte ich auch bei meinen Helfern wie Essig, Glas, WC und Allzweckreinigern bleiben. Sind auch biologisch abbaubar und haben sogar noch ne Sicherung.

In diesem Sinne …
… bis zur nächsten Party!

Eure Jenny



Ach, Jenny!

So vertreibt ihr euch die Zeit??? Zum Thema Party fällt mir folgende Überraschungsparty ein (im Übrigen die schlimmste Party, die ich je erlebt habe. Aber lest selbst):

Am Tag der Party ertönte ein summendes Geräusch an der Haustür. Ich eilte hin um sie zu öffnen und hätte sie im selben Moment am liebsten wieder zu geschlagen. Ich erblicke Menschen in weißen und pastellfarbenen Gewändern. Sie lachten mich an und drehten sich im Kreis. Eine Frau in einem weißen Laken und einem Lorbeerkranz auf dem Kopf drückte sich an mir vorbei, die anderen folgten ihr auffällig.

„Was soll das denn?", frage ich leise. Aber niemand hörte mich. Dann stand Nadja vor mir. Sie gab mir einen Kuss, nahm mich an die Hand und führte mich ins Wohnzimmer. „Ich habe alles vorbereitet." Sagte sie. „Das hier ist für dich." „Wie – vorbereitet?" Ich blickte sie verständnislos an. „Claudi, wir wollten Mathias doch mit dieser Griechischen-Party überraschen. Schließlich kommt er doch direkt aus Griechenland".

In meiner Wohnung tummelten sich plötzlich ein Dutzend Möchtegerngriechen. Ich überlegte noch, ob ich mich aufregen sollte, ließ es dann aber bleiben. Auf dem Weg in die Küche, zu meinem Freund Johnny Walker, stellte sich mir ein Mann in den Weg, der mir bis dato unbekannt war. „Hallo, ich bin Zeus." Sagte er. „Hallo, ich nicht." Erwiderte ich knapp. „Du bist ja witzig, willst du tanzen?" „Nein, will ich nicht." Aber was ich sagte, interessierte ihn nicht wirklich. Er griff meine Hand und zerrte mich zurück ins Wohnzimmer, wo sich die Leute tanzend an den Händen fassten und dabei den Kopf mal nach links und mal nach rechts kreisen ließen. Zeus erklärte mir, das seien die Tänze des universellen Friedens. Das war zu viel für mich...

Ich riss mich von ihm los und ging ins Badezimmer. Im Badezimmer war niemand. Endlich alleine. Endlich Ruhe. Weil mir nichts besseres einfiel, ließ ich heißes Wasser in die Wanne laufen und drückte aus einer Plastikflasche etwas Tannenkräuterbad dazu. Ich zog mich aus und stand regungslos vor der Wanne. Ich starrte fasziniert auf das langsam steigende, dampfende Wasser und den Schaum, der sich darauf bildete. Irgendwann legte ich mich hinein und schloss die Augen.

Um mich herum feierten die Leute, und ich lag hier und nahm ein Bad. Ein Bad in der Menge, sozusagen. Dann schlief ich ein. Aber nicht lange. Ich wurde wieder wach, als jemand die Klospülung betätigte und dann schnell aus der Tür verschwand. Ein übler Geruch machte sich breit. Es roch, als hätte jemand in den Wald gekackt.

Im Wohnzimmer fingen die Leute jetzt an zu singen. Es hörte sich an wie „Mein Freund, der Baum, ist tot." Ja, nach dem Geruch zu urteilen, war es das Beste für den Baum. Ach, was! Für den ganzen Tannenwald. Die Tänze des universellen Friedens schienen wohl ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht zu haben. Ein paar Frauen brüllten ordinär nach Bier.

„Ich prangere an!", rief plötzlich jemand. Ich riss meine Augen auf.
„Ich prangere an!", rief die Stimme wieder. Neben mir stand ein in Gewänder gekleideter Mann. Auf der Brust trug er die Nummer 10, und auf dem Rücken stand Platon. Um mich herum saßen Hunderte von Menschen auf Steintreppen und zeigten mit ihrem Finger auf mich. Meine Badewanne stand auf dem sandigen Boden einer antiken Arena. Ich wollte aufstehen, aber meine Arme waren mit Lederriemen am Badewannenrand festgezurrt.

„Ich prangere an!", rief Platon wieder.

„Ja, was um Himmels willen prangerst du an?", brüllte ich, „Ich will meine Ruhe!" Mit großen Augen schaute er mich an, und die Menge verstummte schlagartig. Plötzlich berührte irgend etwas meine Beine. Ich bekam einen Schreck und wurde hellwach. Vor mir stand eine betrunkene Frau in der Wanne und fragte, ob sie zu mir ins Wasser darf. Was soll das jetzt schon wieder? Aber die Flasche Wodka in ihrer Hand überzeugte mich.

„Ja, klar. Setz dich."

Sie machte sich erst gar nicht die Umstände, ihre Bettlaken auszuziehen und ließ sich in die Wanne plumpsen. Dann reichte sie mir die Wodkaflasche. Gute Idee. Warmer Wodka war jetzt genau das Richtige. Doch irgendwas musste jetzt langsam mal passieren, ich fragte mich so nebenbei, ob Mathias schon von seiner Überraschungsparty überrascht worden sei, als die Frau in meiner Wanne plötzlich sagte, dass ihr schlecht sei und anfing über den Badewannenrand zu kotzen. Ich schaute ihr dabei zu und trank in Gedanken versunken weiter. Hoffentlich kotzt sie nicht ins Wasser, dachte ich noch so bei mir als plötzlich die Tür aufging, und ein paar Leute ins Bad stürmten.

„Überraschung!", riefen sie und kippen Bierflaschen über uns aus. Die Frau musste wieder kotzen. Diesmal aber ins Wasser. Es interessierte mich nicht. Außerdem glaubte ich, dass alles nur ein Traum war. Und wenn ich die Augen für kurze Zeit schließen und sie wieder öffnen würde, wären alle Leute weg. Als ich die Augen nach mehreren Minuten wieder öffnete, waren alle noch da. Und nicht nur das, sie fingen wieder an „Mein Freund, der Baum, ist tot" zu singen und das Ganze auch noch mit hysterischer Geigenimitation gesanglich zu unterlegen.

Ich hatte genug. Unbeachtet von der tanzenden Menge stieg ich aus der Wanne und trocknete mich ab. Ich zog mir meinen Bademantel über und verließ die Wohnung, um mich beim nächsten Dönerladen um die Ecke an die Theke zu setzen und auf einem kleinen Fernseher türkische Hitparade zu gucken.

In diesem Sinne... Scheiß auf Party!

00:53 - 12 Comments - 16 Kudos - Add Comment

Tuesday, March 25, 2008

Springtime...

Liebe Jenny, ergibt ½ + ½ = 1 ?

Wenn ich aus dem Fenster meiner Wohnung schaue, dann sehe ich, dass die Sonne scheint, höre die Vögel um die Wette zwitschern, und die Birke deutet schon einen Hauch von Grün an. Frühling wird’s in Hamburg! Und bei Temperaturen, die deutlich im Plus-Bereich sind, werden auch die Hormone wieder aus der Winterstarre wach, und in der Einen oder Anderen erwacht der Wunsch, sich zu verlieben. Frühlingsgefühle liegen in der Luft…

Wenn ich dann in meinen Posteingang, auf mein Handy oder in einige Internetforen blicke, dann sieht die Realität etwas anders und deutlich kälter aus. Meine Freundinnen verabreden sich, treffen sich häufiger mit einem bestimmten Mann. Beginnen, sich Hoffungen zu machen… und fallen im Rekordtempo auf die Schnauze, während die Herren der Schöpfung sich schneller aus dem Staub machen, als Frau „abgeblitzt" sagen kann. Was ist passiert, sind alle „guten" Männer vom Markt und müssen wir „übrig gebliebenen" versuchen, mit dem verbleibenden Material zurande zu kommen?

Als ich noch die Hälfte eines Paares war, gab es einen Satz, den ich immer abgrundtief gehasst habe: „und, wo ist denn deine bessere Hälfte?". Ein Satz, der immer mitschwingen ließ, dass man alleine unkomplett ist, unfertig, unvollkommen… Als ich dann doch schon ein Jahr Single war (in den Augen mancher Freunde also quasi „überfällig" für einen neuen Freund), war die Frage dann: „und, schon eine neue bessere Hälfte gefunden?". Wenn ich das dann verneint habe, dann wurde mir gerne unterstellt, ich wäre zu wählerisch. Oder – um es mit den Worten eines anderen großen Mistkerls zu sagen: „wer selbst nicht aussieht wie Angelina Jolie, darf auf keinen Brad Pitt hoffen".

Muss ich mich mit dem begnügen, was für mich quasi „übrig bleibt"? Bin ich unter einigen recht selbstgefälligen Ehepaaren in meinem Umfeld das einzige Aschenputtel, das nach wie vor vor der Erbsenschüssel sitzt und zählt „die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen"? Bin ich dazu verpflichtet, mich in meinen Augen „unter Wert" an den Erstbesten zu verkaufen, nur um das Schandmal „Single" endlich von meiner Stirn wischen zu können? Besser irgendeinen als gar keinen?

Letztes Jahr hatte ich eine Phase, wo ich mir vor einem Date gedacht habe: wenn der nur halbwegs nett ist und ein bisschen an mir interessiert ist, dann werde ich es mit ihm versuchen – selbst, wenn er nicht der Mann ist, der mir Herzen in die Augen zaubert. Das Universum hat mich allerdings vor diesem Fehler bewahrt, indem es dafür gesorgt hat, dass wir einander bei dem Date nicht gefunden haben. Es kommt recht selten vor, dass das Universum so deutlich zu mir spricht, aber in diesem einen Fall war die Message klar „Liebes, das wäre ein riesengroßer Fehler – einen, den du später sehr bereuen würdest".

Ich habe diese Botschaft verstanden. So bleibe ich vorerst weiter Single. Und ich finde das Singledasein im Großen und Ganzen ja nicht so schlecht. Gewiss, es gibt Dinge, die mir sehr fehlen. Am Abend heimkommen und von einem lieben Menschen nach einem beschissenen Arbeitstag einfach in den Arm genommen zu werden. Jemanden haben, mit dem man stundenlang herumknutschen kann. Ja, und auch der Sex fehlt mir. Aber der Knackpunkt an der Geschichte ist ja: ich will diese drei Dinge haben, aber mit einem Mann, der mir mit jedem Blick in die Augen den Boden unter den Füßen wegzieht und der dann hinter mir steht, um mich aufzufangen. Der mir, wenn er mich ansieht, das Gefühl gibt, dass ich in seiner Welt die umwerfendste Frau bin, und wer bitteschön ist diese Angelina Jolie? Dem ich blind vertrauen kann, weil er mir das Gefühl gibt, dass er mich so liebt, wie ich bin und nicht, wie ich vielleicht sein könnte.

Ich möchte für den Mann an meiner Seite nicht austauschbar sein. Nicht diejenige sein, die grad zufällig da war, und die nach dem 4. Mojito – im Halbdunkel betrachtet – eh nicht so übel aussieht. Nicht diejenige sein, mit der Mann halt ins Bett geht, weil sie grad da ist und willig ist und weil Sex ja doch etwas angenehmer ist als das Rendezvous mit der rechten Hand am WC.

Und so denke ich mir, wenn ich den Satz lese „dabei wünsche ich mir doch so sehr einen Partner": ja, ich wünsche mir auch einen. Aber halt nicht „irgendeinen". Sondern einen besonderen Menschen, der mich respektiert. Der mich so nimmt, wie ich bin, auch wenn das für ihn manchmal eine Herausforderung bedeutet.

Einfach einen Menschen finden, der mich als den Menschen schätzt, der ich nun mal bin. Mit all meinen Vorzügen und Fehlern, die ich habe. Der mich nicht ändern möchte, weil ich eben nun mal so bin wie ich bin. Und der findet, dass genau das meinen Charme ausmacht. Im Gegenzug verspreche ich, dass auch ich ihn als „Gesamtkunstwerk" sehen werde – mit all den Macken und Schrulligkeiten, die nun mal zu Kunstwerken so dazu gehören…

In diesem Sinne – auf den Frühling...


Oh weh, liebe Claudia.

Du schreibst mit uferloser Melancholie über die Frühlingsgefühle. Dass du dies auch so sehr möchtest, kann ich gut verstehen.
Wer sehnt sich nicht nach Nähe, Sex und Geborgenheit? Wobei das Frühlingsgefühl ausschließlich von verrückt spielenden Sexualhormonen herrührt. Sie allein steuern das Gefühl. Welches wir als Frühlingsgefühle bezeichnen.

Wenn im Frühjahr die Temperaturen steigen und die Sonne erstrahlt, da beginnen die Sexualhormone aus dem Winterschlaf zu erwachen um uns mächtig den Kopf zu verdrehen.

Hiermit eine kurze Wissenschaftliche Erkenntnis, dass nur allein die Hormone Schuld an dem Frühlingsgefühl sind, wenn Mann und Frau sich fast den Hals verdrehen.

Die Zirbeldrüse (verantwortlich für das Hormon Melatonin) hat den größten Einfluss auf unser Sexleben. Dieses wird nur bei Dunkelheit produziert. Je mehr davon, desto weniger Bock auf Sex. Je heller und länger die Tage, umso mehr wird gerammelt, gezwitschert, gevögelt … .

Sind erst einmal alle Hormone aus dem Winterschlaf erwacht und aktiv, so lassen sie uns das andere Geschlecht attraktiver erscheinen als bei nüchterner Betrachtung. (Ähnlich wie beim Alkoholkonsum) *g*

Enthusiastische Gefühle, wie Verliebtheit werden geleitet von Neurotransmittern die Nervenbotenstoffe senden.

1. Dopamin

- sorgt dafür, dass die Liebe:
- rauschhaft
- besessen
- aufgeregt macht
- und begünstigt die Fixierung auf eine Person.

2. Serotonin

- ist chemisch und mit dem Melatonin eng verwandt
- Wirkung wie ein Rauschmittel
- Bedeutet, bei mehrmaligen Partnerwechsel, tritt Gewöhnung ein
- Werden stärkere Dosen und Reize benötigt, um die Erregung des unbedingten verliebt seins zu erreichen.

3. Endorphine

- zuständig für Glücksgefühl
- Hochstimmung
(wie sie auch Marathonläufer kennen)

Ist der perfekte Partner ausfindig gemacht, kommt das Kuschelhormon zum Einsatz.

Oxytoxin, produziert aus der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse).
Verantwortlich für das Gefühl der tiefen und innigen Bindung der Zweisamkeit. Haben wir davon genug im Blut, so fühlen wir uns rund um Pudelwohl und empfinden, Sicherheit, Vertrauen und Geborgenheit.

Kommt es doch mal zum Schmusemangel, führt dies zur Unzufriedenheit und verleitet uns bei anderen Befriedigung zu suchen.

Nun, dann dürfte dem Frühling ja nichts mehr im Wege stehen.

Wobei andere Wissenschaftler der Meinung sind, das wir in unserem Klima, keine richtigen Frühlingsgefühle mehr entwickeln. Da es nicht mehr so eisige Wintermonate gibt und der Hormonspiegel durch das künstliche Licht auf einem Level gehalten wird. Es würden nur noch die Eskimos das echte Frühlingsgefühl erleben und das was wir als Frühlingsgefühl bezeichnen, wäre nur ein Hirngespinst in unseren Köpfen.

Wissenschaft hin oder her. Ich hör auf mein Gefühl und genieße dieses Hochgefühl mit jedem Sonnenstrahl, welchen ich einfangen kann. Und der Partner freut sich umso mehr *g*

In diesem Sinne …

Eure Jenny


© by Jenny und Claudia

08:47 - 9 Comments - 18 Kudos - Add Comment

Friday, March 07, 2008

Gefangen – in der Mitte einer Kassenschlange...

Diese Kolumne hat keinerlei Anspruch auf wissenschaftliche Gültigkeit – Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie doch wen Sie wollen!


Liebe Jenny,

hast du Erfahrungen im Umgang mit Kassenschlangen?

Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz, welches besagt: Je kleiner der Einkauf, umso länger die Zeit, die man in der Kassenschlange verweilt. Dieses Gesetz trotz besseren Wissens missachtend, machte ich mich an einem frühen Abend auf den Weg zum nächstgelegenen Supermarkt.

Mit Kassenschlange ist übrigens nicht die junge Dame gemeint, die mich in regelmäßigen Abständen kompetent und freundlich zu Krankenkassenfragen berät, wenngleich auch diese Dame eine eigene Kolumne verdient hätte. (nachdenkliche Pause an dieser Stelle)

Ich meine die Schlange an der Supermarktkasse, in welcher sich viele brandgefährliche Fragen des täglichen Überlebens eines Singles stellen. Es gelten nämlich die sechs ungeschriebenen Supermarktkassenschlangenregeln:

1. Überlege dir bereits beim Betreten des Supermarktes, ob und wie viel du einkaufen wirst und ob du dafür wirklich einen Einkaufswagen benötigst! Nichts ist unangenehmer, als mit einem einzigen, einsamen Camembert im Einkaufswagen oder -korb in der quälend langen Supermarktschlange zu stehen und den verächtlichen Blicken der besser bestückten Miteinkäufer ausgesetzt zu sein.

2. Das beliebte Platzhalterspielchen ist in einer langen Supermarktschlange strengstens verboten und wird sofort geahndet! Wer also seine beste Freundin mit der Alibi-Weißweinflasche in der Hand schon mal zur Kassenschlange schickt, selbst aber noch in aller Ruhe einkauft und erst nach geraumer Weile mit überquellendem Einkaufswagen zur mittlerweile kurz vor der Kasse befindlichen Freundin hinzu stößt, kann sich auf gehaltvolle Unmutsäußerungen gefasst machen. Besonders erbost werden diejenigen älteren Herren sein, die der Freundin gerade wegen ihrer Weißweinflasche mit freundlicher Geste den Vortritt ließen.

3. Das Befördern der Waren aus dem Einkaufswagen auf das schwarze Kassengummiband hat so zu erfolgen, dass zunächst die harten, dann erst die weichen Güter aufgetan werden. Obwohl es eigentlich niemanden zu interessieren hat, dass die reifen Tomaten ganz unten in deiner Tasche später auf dem Heimweg von den zuoberst liegenden Konservendosen regelrecht zerrieben würden, wird die Missachtung dieser ungeschriebenen Regel mittels (zugegebenermaßen leichter) Missbilligung bestraft.

4. Halte ausreichend Abstand zu Vorder- und Hintermann! Zwar kann der Abstand bei allgemeinem Platzmangel verkleinert werden, doch der Vordermann sollte nicht bereits deinen heißen Atem in seinem Nacken spüren. Hier gilt der Eltern-Erziehungssatz: Was du nicht willst, das man dir tu usw. (Denke daran, dass es auch dich treffen könnte! Besonders dann unangenehm, wenn hinter dir ein Alkoholiker stehen sollte. Angehörige dieser bemitleidenswerten gesellschaftlichen Gruppierung, in freier Wildbahn selten zu sichten, gehören zur Grundausstattung jeder besseren Supermarktkassenschlange.)

5. Rentner, Alkoholiker oder Obdachlose, die zittrig das Kleingeld auf die Hand der Kassiererin zählen oder, noch schlimmer, ihr einen undefinierbaren braunen Kloß hinstrecken, aus welchem sie dann selbst die Münzen herauspopeln darf, sowie quengelnde kleine Kinder genießen nur eine kurze Schonfrist, bevor man genervt zu stöhnen beginnen darf.

6. Wer trennt, verliert! Aber: Wenn schon trennen, dann richtig! So lautet nämlich die ungeschriebene Supermarktkassenschlangenregel: Ich muss mich vorschriftsmäßig zu meinem Vordermann und mein Hintermann muss sich zu mir abgrenzen.

Ich gehöre ja zu den notorischen Nichttrennerinnen. Ich verweigere mich! Das bedeutet, selbst wenn das dreckige und mit Flecken übersäte schwarze Gummiband vor und hinter meinem mageren Häufchen Einkaufsgut mit den angeberischen Rieseneinkäufen meiner Vor- und Hintermänner vollgerammelt ist, weigere ich mich, wie ein wohldressierter Dackel nach dem obligatorischen Supermarktstöckchen zu greifen und meine Joghurts und Zigaretten, denn mehr kaufe ich als Single normalerweise nicht, sauber von den Bananen meines Hintermannes zu trennen. Ich baue keine pedantischen und spießigen Mauern zwischen dein und mein auf, ich nicht. Natürlich erzeugt es gesellschaftlichen Druck, sich dem Trennungszwang zu widersetzen.

Natürlich spüre ich seine (Hintermanns) bohrenden Blicke in meinem Rücken, wenn meine Waren sich durch leichten Stau weiter vorne bereits in seinen verkeilen. Je näher sich der breite Haufen Konsumgüter in Richtung Kasse wälzt, desto mehr beginnt Hintermann, unruhig zu zappeln oder zu ächzen. Schließlich, das Zappeln ist kaum noch zu ertragen, kann er sich nicht mehr beherrschen und greift ruckartig nach dem kleinen Supermarktstöckchen, welches er sodann mit einem Seufzer der Befriedigung (und einem bösen Blick zu mir, gerne auch verbunden mit einem kleinen Rempler) zwischen seine Bananen und meine Joghurts zwängt.

Doch nicht immer verweigere ich mich dem allgemeinen Trennzwang. Gelegentlich habe ich dermaßen schlechte Laune und möchte meine Miteinkäufer in ihrer unendlichen Spießigkeit und Pedanterie entlarven. An diesen anderen Tagen trenne auch ich. Doch ich greife nicht bloß nach einem der Supermarktpflöcke, nein, ich nehme mir gleich alle Stöckchen, die frei sind und stopfe sie zwischen meine und Hintermanns Waren.

Drei, besser noch vier Pflöcke liegen dann zwischen den Bananen und den Joghurts, und ich fühle tiefe Befriedigung! So, die Besitzverhältnisse sind geklärt: Hier „MEIN", dort die verminte, dreifach gesicherte Grenze und dann erst „DEIN". Mitunter ernte ich verunsicherte Blicke, wenn ich derart handle, da ich dabei nie grinse. Doch nur wer unkonventionell handelt, erwirbt sich Respekt. Zudem verschafft mir das in der Enge der Supermarktkassenschlange etwas Luft nach vorne und nach hinten. Wir sind hier ja nicht zum Vergnügen. An der Supermarktkasse herrscht eisiger Wind und nur die Stärksten überleben.

In diesem Sinne...


Liebe Claudia,

Erfahrung im Umgang mit der Kassenschlange?

Oh, böses Thema. Du als Single, dürftest mit deinem einsamen Camembert eigentlich weniger das Problem haben. Da es ja die Schnellkasse oder die 7 Teile Kasse gibt.

Ich hingegen beanspruche schon mal das gesamte Kassenband, das auch nicht unbedingt bei meinem wöchentlichen Großeinkauf ausreicht. Hinter mir wird schon mal dann ungeduldig die Hufe geschart oder gar der Einkaufswagen in die Haxe gerammt um zu signalisieren, das es doch ein wenig schneller voran gehen könnte. Nebenbei noch meine zwei Kids, die in Zaum gehalten werden müssen, damit sie nicht die Süßwaren Auslage komplett plündern und in der Hektik ungesehen mit aufs Band wandern.

Es gibt nichts Schlimmeres als dicht anstehende Konsumenten die einem die Nackenhaare zu Berge stehen lassen. Aber nicht nur das ist unangenehm. Gerüche aller Art schweben an der Nase vorbei. Sei es Parfüm, After Shave, Schweiß oder andere entwichenen Gerüche. Die einem den Atem rauben.

Wenn es ein Gesetz geben sollte, dann mit folgenden Absätzen.
1. Gehen sie geduscht und mit angemessenen Duft in den Supermarkt.
2. Halten sie zum Vordermann an der Kasse mindestens zwei Schritte Abstand. Bei der Bank dürfen sie ja auch nicht direkt hinter dem Vordermann stehen.
3. Beachten sie dass ihrem Vordermann ihre Aufdringliche nähe als unangenehm oder gar als aufdringlich empfunden werden könnte.
4. Wenn sie weniger als fünf Teile mit sich führen, versuchen sie Anstand zu bewahren und drängeln sich nicht vor. Glauben sie nicht dass es keiner merkt.
5. Bei einem Teil das sie konsumieren möchten, bitte die Schnellkasse nutzen.
6. Falls die Kassiererin Neu oder langsam arbeitet, vermeiden sie das stöhnen, seufzen oder nörgeln. Bringt ihnen nicht weiter und nervt nur ihre Mitkonsumenten.
7. Vergessen sie nicht den Trennstock aufs Band zu legen um an der Kasse unnötigen Stress zu vermeiden.
8. Quatschen sie keine Kinder an die von ihren Eltern mitgeführt werden. Sie möchten ja auch nicht von Fremden einfach so angequakt werden.

Dann sollte dem nächsten Einkauf ja nichts im Wege stehen ;o)

Viel Spaß!

Eure Jenny

p. s. wie findet ihr unser neues Layout?

05:59 - 11 Comments - 20 Kudos - Add Comment

Kritik...

Kritik sollte nicht übellaunig oder zersetzend sein, gleich alles mit Stumpf und Stil vernichten, sondern führend, belehrend, anregend, ein Wind aus Süden, nicht aus Osten...

Zumal sie es selber nicht besser macht... ;) Doch lest es selbst!

Diese Kritik solltet ihr euch nicht entgehen lassen...

Hohlköpfe sorgen eben stets für wenig Resonanz... Vielleicht ändert sich das ja jetzt?!

Wir lesen uns...

Jenny und Claudia

02:28 - 12 Comments - 11 Kudos - Add Comment


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