Heute Abend um 18:00 Uhr wird auf Mixeryrawdeluxe feierlich das Video zu "Let's Banana Holla Dance Woosh" enthüllt. Um euch die Wartezeit bis dahin zu verkürzen gibt es hier schonmal das Making of:
Hier und da profiliert man sich über seine Gruppenzugehörigkeit, bei Youtube aber wohl eher über die Videos in seiner Favoritenliste. Wenn man allerdings das Gefühl hat, dass das nicht ausreichend ist, dann bloggt man wohl einfach irgendwo irgendeinen Text und verknüpft das vermeintliche Meisterwerk. So geschehen an dieser Stelle und ich weiß nicht einmal, ob es repräsentativ für die Jungs ist, denn zum einen haben sie womöglich den Einsatz verpatzt und zum anderen könnte das musikalische Gefälle zwischen den beiden Tracks nicht größer sein. Darüber hinaus bin ich selbst leider nicht zu sehen, sondern Marlon, den ich gleichzeitig bewundere und beneide und überhaupt und sowieso...meine Damen und Herren, der Hauptfilm des heutigen Abends:
Ganz ehrlich, ich fühl mich eher wie ein Penner der gerne zu tief ins Glas geschaut hätte, stattdessen aber seit Jahren aus keinem getrunken hat. Aufrechter Gang, der Blick zur Sonne – aber sicher bin ich mir erst dann, wenn der Schatten hinter mir auch wirklich länger wird. Und wenn aus dem aufrechten Gang mal wieder ein – ja - bestenfalls sitzendes Krabbeln geworden ist, dann halte ich inne und erfreue mich daran, wie der Schatten sich überhaupt kein Stück verändert - während ich Grimassen schneide.
Doch kommt der Stein erst ins Rollen, scheint es so, als würde er mit jeder Umdrehung größer werden – fast so wie ein Schneeball. Sicher ist, er wird schwerer und schwerer und ich fühle mich schuldig, fast so wie Sisyphos. Ich wünschte, der Stein würde schmelzen oder dass jemand käme, der so stark sei, dass er das Wasser da raus pressen könnte. Und manchmal, da bin fast oben und in einem kurzen, unbeobachteten Moment lass ich los. Einfach so. Und dann schneide ich wieder Grimassen.
Manchmal sitze ich auch krabbelnd am Wegrand und zeige mit dem Finger auf die anderen Pilger und bin insgeheim so ein bisschen schadenfroh. Manchmal auch nicht so ganz insgeheim. Und manchmal, da begleite ich jemanden ein Stück – aber keinen Schritt weiter!
05.07. - Wagenhalle Stuttgart 13.07. - SPLASH! FESTIVAL 18.07. - Das Fest Karlsruhe 19.07. - Hip Hop Open Stuttgart 23.07. - schuelerVZ Sofatour-Finale Würzburg 02.08. - Flensburg 09.08. - Mülheim an der Ruhr Festival 30.08. - Wolfsburg
Bitte einen rosa Luftballon, Chips und gute Laune mitbringen!
Zweihundertsiebenunddreißig Wörter um genau das zu schreiben, was ich will. Der Aufruf, der mich aus dem täglichen Warten reißt und genau die Chance, auf die ich vielleicht schon mein ganzes Leben langunwissentlich gewartet habe, der Augenblick, vor dem ich mich womöglich am meisten gefürchtet habe, aber die Möglichkeit, mich endlich mit einem Willen auseinanderzusetzen.
Was will ich? Manchmal wünschte ich, mir würde jemand diktieren was ich will, denn dann müsste ich die Konsequenzen des eigenen Willens nicht fürchten. Das ist kein eigener Wille? Wenn es aber mein Wille ist, meinen Willen in die Hände eines anderen zu legen, ist das freier Wille? Geht freier Wille nicht auf der Flucht vor der Verantwortung, die freier Wille mit sich bringt, verloren? Wenn es nötig ist vor den Auswirkungen freien Willens zu flüchten, ist freier Wille dann überhaupt erstrebenswert? Oder aber ich entscheide mich für eine Art richtig freien Willens und mache mich frei von Konsequenzen, aber bin ich dann nicht ein Egoist? Sind wir in unserem Streben nach Individualität dann nicht Soldaten in einem Heer von Einzelkämpfern? Und wenn, wieso sprechen wir dann ständig von „unserer Gesellschaft", wenn die doch ohnehin nur aus Menschen besteht, die ihren Fokus nur auf sich selbst gerichtet haben? Will man uns deshalb weiß machen, wir hätten so viele Probleme in unserer Gesellschaft? Kann ich in einer so kaputten Gesellschaft denn überhaupt noch so etwas, wie einen freien Willen entwickeln? Ich denke nicht.
Deutschrap in der Russendisco - exklusives Selbstinterview
Current mood: determined
ich: Hi Stean! Alles gut bei dir? DJ: Ja, danke der Nachfrage.
ich: kommen wir gleich zur Sache: die meisten halten dich für tot...!? DJ: ich muss zugeben, dass es lange her ist, dass ich was gerissen habe.
ich: was war los? DJ: naja, cribwalkende Zahnspangenträger mit Blechketten um den Hals, Bandana auf dem Kopf und Hosen in den Socken...
ich: verstehe. Und jetzt das große Come-Back? DJ: genau wie die Spezializtz, Dynamite Deluxe, Coolio und The Fugees...
ich: also ein letztes Aufbäumen vor dem völligen Aus? DJ: wenn man so will, ja.
ich: du hast dein Set entsprechend verändert? DJ: ja, ich spiele jetzt sehr viel mehr deutschsprachigen Rap und Blends über Ami Beats, ähnlich wie 'Savas goes Hollywood', die Snaga & Pillath Tapes oder Olli Banjo.
ich: und die Premiere ist ausgerechnet in einer russischen Diskothek? DJ: ich denke, dass ich dort am meisten Kritik einstecken werden muss und danach kann ich mir dann einreden, dass alle folgenden Bookings nur noch besser werden können.
ich: dann bleibt mir nur noch, dir viel Glück zu wünschen! DJ: danke, das werde ich brauchen!
ich: noch eine Frage: was machst du, wenn dein Konzept floppt? DJ: Tour-DJ für MySpace-Rapper!
Seltsam, dass es nun fast 10 Jahre lang gedauert hat, bis ich endlich das mache, was ich eigentlich schon immer mal tun wollte: ich untermale musikalisch eine - im Grunde nicht erwähnenswerte - Skateboardveranstaltung. Einige von euch wissen, dass ich - neben schwarzem Plastik - auch hin und wieder mal ein paar Runden mit meinem Skateboard drehe, doch hat sich mir bisher nie die Möglichkeit geboten beides unter einen Hut zu bringen.
Darüber hinaus beschwere ich mich seit Jahren über zu schlechte Musik auf deutschen Tanzböden, doch sehe ich mich leider viel zu oft mit einer zahlenmäßig überlegenen Gruppe von "ich-habe-eintritt-bezahlt-und-deshalb-spielst-du-jetzt-was-ich-hören-will"-Menschen konfrontiert, als dass ich daran an einem dieser Abende etwas ändern könnte. Am kommenden Samstag wird alles anders! Die kleinste Skatehalle Mannheims (wenn nicht sogar der ganzen, großen, weiten Welt) ist Austragungsort einer Veranstaltung, wie sie schöner nicht hätte genannt werden können: Kartoffelsalat Skatejam No.1!
Das Beste für euch: kein Eintritt! Das beste für mich: keine "ich-habe-eintritt-bezahlt-und-deshalb-spielst-du-jetzt-was-ich-hören-will"-Meute! Ergo: Heimvorteil für mich, Kartoffelsalat für euch!
Neues Jahr, neues Glück und - absichtlich auf pseudo-sentimentales Weichnachts- und Neujahrsgewäsch verzichtet -geht die Überlegung, meinen Vertrag für meine Homepage um ein weiteres Jahr zu verlängern, in die nächste Runde. Ich blättere dann für gewöhnlich ein bisschen in diesem Zeugnis scheinbar besserer Zeiten und letzten Endes flattert die Rechnung ins Haus, bevor ich mich bewusst um diese Entscheidung drücken konnte. Vielleicht auch nur die Domain auf meine MySpace-Seite umleiten? Wäre aber schade um die Bilder. Die wiederum könnte man ja dann bei MySpace…aber wenn das mal kostenpflichtig wird…!? Ach…und wofür eigentlich? Mime ich doch zurzeit höchstens einmal im Monat den Hip Hop DJ für Kinder und Jugendliche, die Hip Hop nur aus Motto-Shows oder den Bravo Black Hits 2007 kennen.
Es grenzt schon an eine Farce, dass ich mich selbst noch in die Kategorie Hip Hop einordne, wo dieser Begriff doch inzwischen so inflationär für alles verwendet wurde, was Hip Hop gerade eben nicht sein wollte und damit auch für all das, was nicht hätte weiter weg von Hip Hop sein können. Darüber hinaus mag ich das, was man landläufig unter dem Begriff Hip Hop versteht, eigentlich nicht einmal. Weder die Musik, noch das Image, die Kleidung, die Ikonen, die Accessoires, die Szene, die DJs, die Rapper, die Clubs, die Magazine, die Shops, die Webseiten, die so genannte Szene…es gibt vielleicht noch 5 Rapper, die ich mir anhöre und darunter ist nicht ein einziger US-Act.
Im Grunde sind es aber genau diese Blogs, diese Schwarzmaler, diese Möchtegern A&R Manager - Typen wie ich eben, die diese Szene von Innen auffressen, aber damit ist jetzt Schluss! Ich reg mich nicht mehr auf, ich diskutiere nicht mehr. Ich konsumiere wieder mehr. Ich kaufe CDs und gehe auf Konzerte, ich bin wieder Fan. Fan von dem, was mir gefällt. Frei von Gruppenzwang, Massengeschmack und Juice-Diktat: Ich verstehe diesen Olli Banjo Hype nicht, dafür feiere ich aber „Tot oder Lebendig" umso mehr. Ich werde mir „Blockschrift" nicht anhören und hab mir auf dem „Real Motherfucking X Mas Festival" endlich „Dayz of the Championz" von Maeckes und Plan B gekauft. Außerdem läuft die „Die besten Tage sind gezählt" Mix CD zurzeit wieder in meinem Auto und wechselt sich damit mit dem „No Money, No Problem" Tape und Maeckes' „Mash Up" ab. Lobend zu erwähnen wäre da noch Casper…oder aber auch nicht, weil ich noch immer auf „Hin zur Sonne" warte und „Die Welt hört mich" leider nicht mehr hören kann. Auf Franky Kubrick's neues Album freue ich mich sehr und hoffe, dass es eher nach „Rücken zur Wand", als nach „Mein Moneyfest" klingt, aber das ist womöglich eine Einzelmeinung…!? K.I.Z. werden missverstanden, G-Hot nicht. Fler kam nie zurück, denn um zurückzukommen muss man schon mal da gewesen sein. Sido ist toll, ein echter Storyteller, auch wenn die Kids ihn immer noch nur für den „Arschficksong" lieben.
Damit wäre endlich mal Stellung bezogen und nicht nur angeprangert. Es traut sich doch nur niemand mehr, etwas gut zu finden, weil man dann ja letzten Endes auch dazu stehen können muss, wenn es mal nicht mehr ganz so cool ist. Wie viele haben Tomekk gefeiert und zeigen (spätestens) jetzt mit dem Finger auf ihn, weil er im Dschungelcamp sitzt. Wer fand Bushido mal dope und will nichts mehr mit ihm und seiner Musik zu tun gehabt haben, seit dem der Bursche regelmäßig das Bravo Cover ziert? Was ist mit Eminem? Fettes Brot?Deichkind? MC René? Oder Torch: „Wisst ihr morgen noch, wer heute euer Held war?".
Trendwende 3 steht für mich dafür, zur Abwechslung auch mal wieder etwas gut zu finden, Eintritt zu bezahlen, ein Album zu kaufen, mal wieder vor der Bühne zu stehen und nicht um Plätze auf der Gästeliste zu bitten. Auch mal einen Song nicht in meiner Plattenkiste zu haben, obwohl (oder eben weil) er gerade angesagt ist, „Bleed it out" oder „Block rockin beats" in ein Hip Hop Set zu mischen und endlich aufzuhören auf Tua rumzuhacken, nur weil er auf „Feuer über Deutschland" vom Zettel abgelesen hat – das hat Jens Lehmann bekanntlich auch, na und?