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04/04/07
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Thursday, July 19, 2007
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Nur So
Dein Durst auf noch mehr Tag klang ab.
Dein Hunger auf mehr Morgen wuchs.
Meist standest du in schlaflosen Nächten am Fenster in der Küche.
Nur das schwache Licht der Flurlampe schmiegte sich keusch um deinen Körper.
Von dort sieht man das Leben der Anderen, jedoch ihre Gedanken bleiben verschlossen.
Du sagtest du verteilst dich in den Räumen, niemand bemerkt dich, doch du bist da.
Dann umschließen deine Lippen den Glasrand, und dein Blick wandert weiter durch die Zimmer.
Du sagst, dein Schlaf ist schmutzig deshalb stündest du hier.
Vor dem neuen Leben liegt mindestens ein gebrauchtes.
Oder ist es doch immer dasselbe Leben?
Tranceanimation - Ambient Set Outtake
9:28 AM
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Wednesday, May 16, 2007
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Don´t Shit Where You Eat My Friend
Ich lebe in der Stadt. Oder lebt die Stadt in mir? Würde die Stadt in mir leben, dann wäre mein Innenleben ein Teilsanierter Straßenzug in Leipzig oder so. Diese Straße ist mittlerweile fast wiederhergestellt, wunderschöne Fassaden, nur dazwischen tauchen immer wieder Bauruinen auf.
Ich lebe nicht in der Stadt weil es so toll ist, ich lebe in der Stadt weil ich keine andere Idee hatte, so einfach ist das. Manchmal liege ich auf meinem Sofa, nur so, ich liege einfach da, schaue aus dem Fenster während die Sekunden vorbeigleiten. Es ist nicht langweilig so dazuliegen, es macht sogar großen Spaß sich die Zeit mit teils verwertbaren teils nutzlosen Gedanken zu vertreiben.
Manche Gedanken sind sehr leicht, sie schaffen den Weg in die Freiheit, wieder andere sind schwer und träge, sie kreisen im Raum ohne jemals einen Weg nach draußen zu finden. Hab ich mich verändert? Hat sich irgendwas verändert? Sollte sich was verändern? Hat die Überschrift einen Bezug zum Text?
Das sind alles Fragen die nicht immer entscheidend und wichtig erscheinen, und doch sind es Fragen die in meinem kleinen Universum leben, es geht nicht ohne. Die Stadt ist groß, dass war mir wichtig. In einer großen Stadt kann man sich jeden Tag einen anderen Platz zum verweilen suchen, dort kann man sitzen und schauen.
Liegen, sitzen, schauen, laufen, ganz schön spannend mein Leben, ich mein das ernst, ich mag das. In einer großen Stadt kann man sich jeden Tag auf der Stadtkarte eine neue Straße zum entdecken aussuchen. In einer großen Stadt könnte man sich jeden Tag neu erfinden.
Soviel ist möglich in einer großen Stadt, doch eigentlich ist es mir egal wo mein Sofa steht. Die Gedanken sind frei.
Kettcar - 48 Stunden
1:07 PM
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Friday, May 11, 2007
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Das Haus
Wir unterteilten die Räume in emotionale Funktionseinheiten. Da gab es ein Zimmer in dem wir Stundenlang brüllten. Wir hofften die Geister zu vertreiben, die Gespenster in unseren Köpfen, welche uns hinderten zu leben. Du sagtest sie besitzen schwere Ketten, es bleibt nicht mehr viel Zeit.
Dein Zittern machte mir Angst. Du selbst warst ein Gespenst, fahl schimmerte deine Haut, die Lider schwarz umrandet, zu üppig. Doch du hattest Glück, warst immer bildhübsch.
In einem anderen Zimmer warst du sanft. Da waren unsere Münder, deine zerbrechlichen Finger waren überall auf mir, berauschend deine sinnliche Hingabe. Ein Stockwerk höher gab es ein weiteres Zimmer, hier warst du grob. Dort gab es unsere Münder nicht, in diesem Raum wolltest du beißen, kratzen, schreien. Auch hier war ich berauscht, trunken ob deiner aggressiven Lust.
Wir waren oft dort. Das Haus stand schon viele Jahre leer. Wir schoben die Bretter am Eingang zur Seite, meist nachts, es war ganz leicht. In diesem Haus gab es nur uns, die Welt blieb draußen, der Zeit entrückt. In diesen verfallenen Zimmern lebten wir all das aus, was wir sonst nur zu denken wagten. Ein stilles Aufbegehren, unsere eigene kleine Revolution, niemand wusste davon.
Dann gab es diesen einen Tag, ich suchte, aber fand dich nicht. Ich ging durch den bunten Herbstwald zu unserem Haus. Auf der Treppe, in den Zimmern, über die Holzdielen verteilt, von allen Seiten schimmerte das Kerzenlicht, es müssen Hunderte gewesen sein.
Noch Monate hielt ich Ausschau nach dir, irgendwann hatte ich aufgehört zu suchen. .. google_ad_section_end -->
Doll Face
7:23 AM
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Thursday, May 10, 2007
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Come on
Am morgen kam der Tag mit voller Wucht, er saß an meinem Bett und flüsterte sacht in mein Ohr: „Steh auf du Arsch." Ich war beleidigt, stieg aber aus meinem warmen Bett und zog hinaus in die Welt. Mit verklebten Augen versuchte ich mich zu dieser frühen Stunde grob zu orientieren. Nach der Arbeit lechzte ich nach etwas Ablenkung, mein Weg führte mich zu Tom. Sein Tag war auch nicht weiter erwähnenswert bis dato.
Da saßen wir also, zwei Helden des Alltags, und schwiegen uns lautstark an. Es ist noch nicht lange her da trat eine hübsche Polin mit nettem Akzent in mein kleines Universum. Sie setzte sich auf den freien Barhocker neben mich, bestellte einen Pernod a la Francaise und ein kleines Bier. Den Pernod trank sie in einem Zug, recht hatte sie, nur so wird das was. „Mein Urin leuchtet immer so schön Neonfarben nachdem ich Pernod getrunken hab. Ist das bei dir auch so?", sprudelte es aus mir heraus. Irgendwie muss man ja ins Gespräch kommen.
Ich hatte Glück, sie fand meine Frage lustig, unser Gespräch nahm Fahrt auf. Das mit der Farbe des Urins war neu für sie, das nächste mal würde sie darauf achten, versprach sie mir. Vor drei Jahren kam sie nach Deutschland, am Tage verkauft sie Popcorn im Zoo, abends verdient sie sich als Aktmodel gelegentlich etwas dazu. Sie nahm noch einen weiteren Pernod, schrieb ihre Telefonnummer auf meinen Bierdeckel, und verließ die Bar. Diese kleine Begebenheit erzählte ich Tom, während er vertieft vor seinem CD Regal stand. „Ruf sie an, sag ihr sie soll vorbeikommen, wir könnten sie zeichnen.", schlug Tom vor.
Für mich ist selbst ein Strichmännchen eine große Herausforderung, wie soll ich da eine hübsche Polin mit nettem Akzent zeichnen? „ Findest das ne gute Idee? Du kannst doch auch nicht zeichnen.", gab ich zu bedenken. „Egal, könnte lustig werden, ruf sie doch an, vielleicht hat sie gar keine Zeit, dann hat es sich sowieso erledigt." Ich wählte ihre Nummer, sie ging ran, und erkannte mich schnell. Um einen Anfang zu finden erkundigte ich mich nach ihrem Urin.
11:15 AM
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Saturday, May 05, 2007
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Spürst Du?
Spürst du wie die Nacht unsere Sinne vernebelt? Dunkelheit legt sich sanft über deine Schultern, wie eine wärmende Decke, bestickt mit Sinnlichkeit. In diesem Augenblick teilt sich die Welt in zwei Zonen. Der Tag liegt fern der Begreiflichkeit. Tief verschüttet, überrollt von der Macht der Vergänglichkeit.
Es zählt nur der absolute Moment. Spürst du die Nacht auch wirklich? Oder spürst du nur weil es schick ist die Nacht zu begehren. Bedenke, es geht nicht um dich, vielmehr geht es um die Wahrhaftigkeit, die Zeit gleitet langsam aus deinen Adern.
Nimm dir diese Sekunde, trink sie in großen Schlucken. Nimm deinen letzten Schrei der dir nahe dem Höhepunkt entglitt, du dachtest es wäre die Unsterblichkeit, doch es war nur die Angst alles zu verlieren, gepaart mit der Ekstase. Doch diese eine Sekunde hier ist erhaben, sie hinterlässt weit größere Spuren, als der salzig erregte Saft, welcher sich unlängst über deine glatten Schenkel ergoss.
Die Stadt liegt unter dir, atme ein was dich umgibt. Ich verspüre ein zucken um meine Schläfen, ich spüre so tief. Stop!
The Crow ~ Nine Inch Nails 'Dead Souls' Soundtrack
3:23 AM
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Friday, April 27, 2007
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Man
Man geht auf der rechten Straßenseite und blickt nach vorne. Die Straße geht mit. Man geht in einen Kiosk, dort bezahlt man mit kalten Händen warmes Bier. Die Hände sind auch im Sommer selten warm. Jetzt geht man auf der linken Straßenseite und blickt nach unten. Die Finger weiß, blutleer. Man roch es schon, nun spürt man es auch. Erste Tropfen schleichen über den Nacken. Man mag es. Der Kopf hebt sich, sucht das gelbliche Laternenlicht. Weitere Tropfen hüpfen auf Stirn und Nase. Man öffnet die Lippen, nicht weit. Die Tropfen benötigen kaum Platz. Man flüstert mit dem Regen, ein niedlicher Anblick, keine Frage. Doch es ist dramatisch. Es wird immer enger. Man braucht mehr Platz, oder zumindest einen Platz, erst mal. Man gibt das Bier einem Penner. Es gibt immer einen der es noch nötiger hat, sollte man nicht vergessen. Man vergisst es schon nach drei Minuten. Man läuft weiter. Ob das nun davonlaufen ist, bleibt erst mal unklar. Hier ein Park. Dort ein Hügel. Man geht rauf, sieht einen Baum, der vor kurzem auch noch lebendiger wirkte. Man überlegt ob man mehr der Hügelläufer, oder doch eher der Straßenläufer ist? Man kann nicht einmal diese Frage beantworten. Man.
7:25 AM
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Monday, April 16, 2007
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Schlagzeugschlegel
Anna steht am Fenster, sie wohnt in München. Anna steht nackt am Fenster, sie will sich noch nicht anziehen, mit dem anziehen beginnt der Tag, noch soll er nicht beginnen der Tag, sie möchte den Geschmack der Nacht behalten. Die Nacht schmeckte nach süßen, schweren, satten Weintrauben. Der Tag schmeckt wie der ausgekotzte Brei von den süßen, schweren, satten Weintrauben.
Die Obstsorte kann wahlweise variieren. Nun gut, die Wohnung liegt im dritten Stock, genau 67 Stufen trennen Anna vom Leben da draußen.
Hans wohnt im Haus gegenüber, er war die ganze Nacht unterwegs und freut sich nun auf den Tag, auf sein Bett. Er steht um diese Zeit meist am Fenster um das hübsche Mädchen von gegenüber zu beobachten, dieses Mädchen steht oft nackt am Fenster. Hans ist Arbeitslos, um sich zu beschäftigen läßt er sich ständig irgendwelche Projekte einfallen.
Sein derzeitiges Projekt besteht darin am Tage zu Schlafen und in der Nacht die Stadt mit dem Nightliner zu erkunden. Er fährt mit dem Nachtbus die ganze Strecke ab, steigt hier und da mal aus, macht Notizen, schießt Fotos und erkundet die Straßen der Endstationen. Das Mädchen steht nicht mehr am Fenster, gut so, nun kann Hans ins Bett.
Anna spielt kein Schlagzeug, sie mochte aber schon immer das Wort Schlagzeugschlegel, deshalb besitzt sie welche. Aus dem Haus gegenüber ertönt ab und an ein Schlagzeug, sie hat es schon länger nicht mehr gehört, meist sind dort die Vorhänge zugezogen. Einmal sah sie dort einen Mann am Fenster stehen, er hatte Schlagzeugschlegel in der Hand und sah zu ihr herüber, ihr fiel ein das sie ja nackt war, sie blieb stehen.
Anna bastelt einen Papierflieger, auf dem steht: Bitte spiel wieder. Irgendwann lässt sie den Papierflieger rübergleiten, bestimmt. Irgendwann wird sie ihr Leben ändern, bestimmt.
Hans schläft noch nicht, er geht seine Tour noch mal im Geiste durch. Hans würde gerne mal wieder sein Schlagzeug begehren, er wurde schon lange nicht mehr verführt. Hans mochte den musikalischen Sex gerne, bald wird er wieder Spielen, bald.
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12:47 PM
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Wednesday, April 04, 2007
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Worte ihr sollt euch erbrechen.
Dir bekam der Kuss des Gin-Tonics nicht mehr...
Betretenes Schweigen tritt an mein Ohr. Gefangene Worte kreisen ungezähmt hinter deinem Brustkorb. Die Rippen drohen zu brechen, deine Worte suchen ein Ziel. Du musst lernen deine Worte zu kleiden. Das Scharren deiner Zehen bedeutet dein Leid bahnt sich einen Weg aus deinen Adern.
Du könntest in einer Lache aus gebrochenem Wortmüll ersticken, du musst anfangen zu sprechen bevor dein Brustbein zerspringt. Du musst nur gehen, brauchst dich nur zu bewegen, und es geht los, ganz von selbst. Gestern noch konnte ich mich an deinem Antlitz nicht satt genug laben. Schon heute gefror dein Blick zu einem Eismeer.
Ich weiß noch wie du am Kühlschrank standest und deine wunderschöne Stimme auszog um den Raum zu erobern. Sie erklomm die Wände und verteilte die Höhen und Tiefen des Klanggebildes betörend im Raum.
Du hast verlernt zu lachen, und dir bekam der Kuss des Gin-Tonics nicht mehr. Du trankst ihn früher literweise, ich wurde wachsam. Wachsamkeit hat immer mit Angst zu tun. Sagt mir mein Herz, sagt mir mein Verstand.
Einmal liefst du die Straße entlang, drei Schritte schneller als ich. Du liefst immer weiter, vorbei an unserem Bett, vorbei an uns. Ich sah dir lange hinterher, dein Haar flog mit dem Wind, dein Kleid wog sacht mit deinem Schritt.
Du suchst das Leben, es war schon immer so. Du suchst und findest tote Schatten deiner selbst, immer wieder. Ich schließe meine Augen und schmecke dich, such weiter, hör bloß nicht auf.
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12:10 PM
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Schöner Arsch
Wären meine Gedanken doch nur so wie dieser Arsch...
Was sind schon vier Wochen wankelmütiger Tiefgang im Laufe eines Lebens, nichts weiter als ein Fliegenschiss. Barbusig fragst du: „Bleibt das jetzt so?" „Was soll so bleiben?", sag ich in Richtung Wand, als ob dort die Antwort auf alles wäre. „Deine passive Grundhaltung zum Leben, ist die nun in dein Hirn gemeißelt?", schiebt sie genervt nach.
Gedankenverloren werfe ich die schwarze Bruststütze in ihre Richtung, elegant landet das zierliche Ding auf ihrer linken Brust, und verdeckt die Brustwarze, welche einem Erdnussflip gleicht. Dieser Umstand fiel mir durchaus auf, trotz der berauschten Hektik. Ich geh aus dem Zimmer um Kaffee zu holen, muss sie immer solche Fragen stellen, denk ich mir.
Mit größter Not bekomm ich im Moment meinen eigenen Namen auf die Reihe, und sie will wissen ob das nun alles so bleibt. Zurück im Zimmer drück ich ihr eine Tasse in die Hand, und antworte doch noch, ich musste ja erst mal nachdenken. „Was weiß denn ich?" „Ach", sagt die Frau mit der Erdnussförmigen Brustwarze, „tiefgründige Antwort, Respekt."
Sie trinkt zügig, zieht sich an, gibt mir einen Kuss, und geht. Ich blicke ihr nach, wie sie die Treppe hinuntergleitet, und denk mir, was sie doch für einen lebendigen Arsch hat. Wären meine Gedanken doch nur so wie dieser Arsch. Lebendig und atemberaubend.
Am Abend.
Dunkles Zimmer, verbotene Gedanken, schmaler Flur, diffus beleuchtet. Schwarz gekleidete Gestalten lehnen an blauen Wänden, mit fliegenden Händen gleiten sie durch den Abend. Stimmen. Beißende Münder. Die Tür zum Bad ist nur angelehnt, durch den Spalt sehe ich wie sie im Kerzenlicht ihre Haare wäscht. Den nackten Oberkörper sehe ich nicht, habe nur Augen für den Vorgang. Wohnt sie hier?
Ich gehe weiter in einen großen Raum, setze mich auf den Boden, und warte. Warten geht immer.
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12:08 PM
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Konzertflimmern
Ich blicke in fremde Frauenaugen, und erblicke unendliche Lust auf den Beat...
Stroboglitzern schießt in meine Pupillen, metallene Tränen fließen, reflektieren mein innen nach außen. Sägende Analogsequenzen malträtieren meine ungefilterten Gedanken. Trommelfellvibrationen kreisen, schlängeln sich routiniert durch die Eingeweide, finden keinen Ausweg, es droht die Explosion. Ich sehne die Explosion herbei, brauche noch mehr Platz, möchte noch mehr aufsaugen, annehmen, immer weiter.
Münder öffnen sich, formen sich, schenken erregten Lauten die Freiheit. Freiheit für diese Nacht, unzensiertes Gedankengut schwebt über den Köpfen der tosenden Masse. Ich blicke in fremde Frauenaugen, und erblicke unendliche Lust auf den Beat. Ich blicke in fremde Männeraugen, und auch hier erblicke ich das unendliche Verlangen. Sie alle wollen es fühlen, den Rhythmuswechsel, den Beat, das Leben. Vergessen scheint die Last der Vergänglichkeit.
Ich bahne mir einen Weg zur Bar um mir noch ein Bier zu holen. Mit dem neuen Bier in der Hand begebe ich mich auch an einen neuen Ort, neues Bier, neuer Standort. So eine Konzerthalle ist wie ein eigenständiger Mikrokosmos, aber doch auch ein Spiegelbild des Lebens da draußen. Auch außerhalb der schützenden Halle ist der richtige Beat entscheidend, ständig ist man auf der Suche nach dem richtigen Rhythmus, meist ist es ein Rhythmuswechsel der uns weiter bringt.
Mir fehlte die Geduld um ein Instrument zu erlernen, fehlt mir auch die Geduld das Leben zu erlernen? Mit dieser Frage liege ich nun im Bett. Das Summen in meinen Ohren übertönt alle Fragen. Ich bin auf der Suche nach dem Beat, soviel ist klar. Die Frage ist nur: Wie nah bin ich dran? .. google_ad_section_end -->
12:07 PM
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