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11/28/05
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Saturday, November 24, 2007
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15.12.07: MOVIMENTO-SOLIFEST!!!
Sa 15.12.: MOVIMENTO-SOLIFEST IM EKH
Da noch immer jede Menge Schulden und Magistratsstrafen offen sind, gibt es wieder ein Soli-Fest! Spenden auch auf unserem Spendenkonto jederzeit willkommen: Martin Lattacher, 50268003682, BLZ: 12000 (Österreich), IBAN: AT90 1200 0502 6800 3682, BIC: BKAUATWW (Nicht-Österreich)
Live:
CONNY CHAOS & DIE RETORTENKINDER ( http://myspace.com/retortenkinder ) Fun-Punk
BRASS MONKEYS ( http://www.brassmonkeys-music.com ) Ska-Punk mit Fem-Vox
OPIOR HC-Punk mit Fem-Vox
Cocktailbar, DJ-Line mit DJ Mr.Pink, Volxküche, MegaParty,....
Beginn: 21:00 Uhr
Wien, EKH 10., Wielandgasse 2-4 (U1,14A Keplerplatz)
5:45 AM
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Tuesday, February 06, 2007
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Zur Movimento-Räumung
ENTEIGNUNG LEGAL - DIE SCHLIESSUNG DES ALTERNATIVKULTURZENTRUMS MOVIMENTOS
Am 31.1.2007 wurde unser Lokal ohne Vorankündigung gerichtlich geräumt – kämpfen wir solidarisch um unsere Freiräume!
Das Movimento und seine Zielsetzungen, ein kurzer Abriss: Eine unserer Hauptzielsetzungen ist es, der gesellschaftlichen Entwicklung hin zur entsolidarisierten Gesellschaft entgegenzuwirken. Deshalb haben wir das Kellerlokal in der Grillgasse 51 mit November 2005 angemietet und als Kultur- und Kommunikationszentrum eröffnet. Ohne Konsumzwang, so dass auch Menschen mit geringen finanziellen Mitteln auf ihre Kosten kommen. Wir wollen nicht, dass sich alternative Kultur in dem Rahmen bewegt, der von wirtschaftlichen Zwängen vorgegeben wird: kommerziell; um Kultur verwertbar zu machen; politisch angepasst; um gesellschaftliche Widersprüche gar nicht erst zur Sprache zu bringen.
Wie die bisher stetig ansteigende Nutzung des Lokals zeigt, besteht durchaus Bedarf und Nachfrage an diesem Kulturangebot. KünstlerInnen aller Genres hatten bisher die Möglichkeit, in unseren Vereinsräumlichkeiten ihre Arbeit der Öffentlichkeit zugängig zu machen. Aber am 31.1.2007 wurde das MOVIMENTO überfallsartig gerichtlich geräumt.
Der Rechtsvertreter der Hausinhaberin erwirkte einen gerichtlichen Räumungsbescheid. Weder wir noch unsere Anwaltskanzlei wurden informiert. Angeblich wurde uns ein RSA Brief hinterlegt, allerdings wurden wir nie darüber verständigt. Aus diesem Grund konnte auch kein Einspruch erhoben werden und der Bescheid erlangte Rechtskraft, was dazu führte, dass geräumt wurde und all unsere Sachen (Tonanlage, Musikinstrumente, Flipper, Wuzler, usw.in Verwahrung genommen wurden. Das restliche Inventar wurde kurzerhand zu Müll erklärt.
Wir kämpfen nun um die Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand. Durch die Räumung und die Enteignung unseres Inventars sowie für die nun folgenden Prozesse entstehen uns enorme Kosten. Dazu kommt natürlich auch noch, dass wir in der Zwischenzeit keine Veranstaltungen abhalten können und dadurch um alle möglichen Einnahmen umfallen. Natürlich werden wir versuchen uns im Zuge der folgenden Prozesse am Verursacher schadlos zu halten, jedoch kann sich das bekanntlich ziehen.
Daher brauchen wir dringend Eure Solidarität in Form von Spenden, aktiver Mithilfe, Solierklärungen oder wie auch immer. Wer noch nicht hat möge bitte auch auf der Movimentohomepage (www.ifthekidsareunited.at/Movimento) den Newsletter abonieren, damit wir Euch ständig am Laufenden halten können.
Kontakt: movimento@gmx.at Spenden: Bank Austria BLZ: 12000 Konto-Nr: 50268 003 682 lautend auf Martin Lattacher
Wir planen weiterhin Veranstaltungen, Vorträge, Konzerte, Ausstellungen, Diskussionsabende durchzuführen und hoffen dies bald auch wieder in den gewohnten Räumlichkeiten tun zu können.
Eure Movimento Crew
Weitere Infos: http://www.ifthekidsareunited.at/Movimento/
10:26 AM
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Wednesday, January 31, 2007
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MOVIMENTO AUFGRUND VON WILLKÜR GESCHLOSSEN!!!!
Ungeheuerlicher Schlag gegen Wiens Jugend und Alternativkultur – Willkürakt gegen das Movimento – verschweißt und geschlossen Wie wir gerade feststellen mussten, wurde heute der Zugang zum Movimento 1110 Wien Grillgasse 51 verschweißt und die Schlösser getauscht. Angeblich sei das Lokal gerichtlich geräumt worden. Dafür verantwortlich ist laut Aushang am Eingang des Lokals und des Fluchtweges der rechtliche Vertreter der Hausinhaberin und der Hausverwaltung, die Kanzlei Dr Fretska. Auskünfte werden unter Telefonnummer 015128987 erteilt. Wir wollen dazu bemerken: Wir als Mieter haben keinerlei Mietschulden. Wir haben unsere Mieten vereinbarungsgemäß einbezahlt. Wir haben niemals einen Räumungstermin bekannt gegeben bekommen, ebenso wenig die von uns betraute Anwaltskanzlei Dr. Vana und wissen auch nicht, wie es zu diesem kommen hätte können. Wir als ordnungsgemäße Hauptmieter des Objekts verlangen hiermit den sofortigen Zutritt zu unserem Mietobjekt. Wir fordern die sofortige Aufklärung über den Verbleib unseres Eigentums. Falls dieses abtransportiert wurde fordern wir die sofortige Rückführung auf Kosten des Veranlassers, sowie eine lückenlose Aufklärung dieses Angriffs auf die Wiener Alternativkulturszene. Fotos unter www.ifthekidsareunited.at/Movimento Verein Austria-sozial Culture Rückfragen: 0650 8141437 Walter Klement
2:45 PM
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Tuesday, December 12, 2006
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4.2. & 5.2.2005: MURUROA ATTÄCK IN AUGSBURG UND REUTLINGEN
4.2. & 5.2.: MURUROA ATTÄCK IN AUGSBURG UND REUTLINGEN
Freitag Nachmittag, wie immer ist es in der Arbeit extrem spannend, plötzlich läutet das Telefon und eine reiselustige Dani ist dran. Ohne weitere Probleme schafft sie mich spontan zu einer Deutschlandreise zu überreden, um unseren geliebten Freunden von Mururoa Attäck 2 Tage lang schmarotzerisch an der Pelle zu hängen. (das ist echt einer der nettesten Bands auf diesem Planeten und außerdem ganz nette Knuddelbären). Da ich um 18:00 Uhr meinem geliebten Arbeitsplatz endlich den Rücken zeigen konnte, trafen wir uns pünktlich um 18:15 am Westbahnhof. Die Dani hatte ich dazu verdonnert, zuvor meinen Reisepass und Schlafsack zu holen. Außerdem hatte sie 2 Flaschen Wodka, samt Mischzeugs gekauft, und hatte schon einen nicht unwesentlichen Teil zuvor in unserem Punkladen konsumiert. Also war sie schon ziemlich besoffen, als wir uns am Westbahnhof getroffen haben. Kaum im Zug, hatte ich allerdings keinerlei Schwierigkeiten ihren Zustand aufzuholen. Zuerst gings per ICE(bei uns zuschlagsfrei) nach Salzburg, allerdings waren wir schon nach 1 Stunde Bahnfahrt beide komplett besoffen(und haben dabei glaube ich den halben Waggon genervt). Dani musste unbedingt einige SMS an Jugde aus Augsburg und Holger(Mururoa Attäck-Sänger) schicken, und da wir beide kein Guthaben hatten, wurde kurzerhand der ganze Waggon nach Handy gefragt. Und wie ein Wunder, das mit Erfolg! Ab Salzburg fuhren wir dann mit dem Bayernticket weiter, quer durch die Weisswurstprovinz. Im Zug nach München lernten wir gleich eine oberösterreichische Studentin und einen Münchner Manager(der allerdings früher auch Hausbesetzer war und mit Ton Steine Scherben aufgewachsen ist) kenne, die beide gerne halfen, alkoholhältige Substanzen zu leeren. In Rosenheim sind dann zwei Zivilbullen eingestiegen, die doch tatsächlich die inzwischen eingeschlafene Dani in eine Ausnüchterungszelle mitnehmen wollten. Durch lautstarken Protest unsererseits konnten wir dieses Vorhaben verhindern. In München freundete sich die Dani am Bahnsteig mit dem Schaffner unseres nächsten Zuges an, der sie mit haribo Gummizeugs verwöhnte. Außerdem schloss sie Bekanntschaft mit einem Ex-Punk, der jetzt Techno hört. Ich hab mir inzwischen ein rekordmäßig teures Bier geholt... Im Zug von München nach Augsburg "verwöhnte" der Ex-Punk seine Umwelt mit Technomusik aus seinem eigens dafür angeschleppten Ghettoblaster und ich schlürfte weiter brav Bier. Um 0:46 waren wir in Augsburg, wo wir mit dem Taxi ins Provino fuhren, wo die Party voll im Gange war. Mururoa Attäck wurden ziemlich abgefeiert, und es wurde brav gepogt. Nach dem Auftritt feierten wir ausgiebigst das Wiedersehen. So um 2:30 fuhren wir zu unserem Schlafplatz, ein Punkhaus mitten in der Augsburger Innenstadt. An Schlafen wurde aber noch lange nicht gedacht, immerhin war im ganzen Haus Party angesagt! Im Keller ist eine Punkkneipe eingerichtet, und in den 3 Stöcken wohnen nur coole Leute. Zunächst feierten wir in der Kneipe weiter, Dani knutsche innerhalb von 5 Minuten mit einem Typen herum, von dem sie nicht mal den Namen wusste. Ich quatsche und soff die meiste Zeit mit einer netten Frau, die Verena hieß. Um 4:00 sperrten sie zu, und wer jetzt glaubt, dass es vorbei mit Party war, der liegt schwer daneben! Fast in jeden Privatzimmer im Haus war eine kleine Party, und man wurde als Hausfremder in jedem Zimmer freundlich empfangen. In einem Zimmer hatte der Bewohner lautstark Slime und Vorkriegsjugend aufgelegt, wo er und ungefähr noch 10 andere Leute lautstark mitgröhlten. Da hatte ich keine Probleme mich als alter Slimefan dem Treiben einzufügen. In den nächsten Stunden habe ich mit verschiedensten (netten) Leuten in verschiedensten Zimmern in dem Haus gefeiert. Den anderen gings ähnlich(ich habe die ganze Nacht weder Dani, noch jemanden von Murura Attäck getroffen-alle waren in verschiedensten Räumen Party machen), zum schlafen legten sich auch alle einfach irgendwo hin.... Um 11:00(vormittags) bin ich dann auch endlich pennen gegangen, ich war so voll, dass ich aber nicht mehr checkte, wo ich pennte. Um 14:00 wurde ich wieder geweckt, und weiter ging es nach Reutlingen. Ich war noch immer besoffen und checkte überhaupt nichts. Meine Schlafsackhülle habe ich dort auch liegen lassen, und Holger erzählte mir Stunden später, dass ich neben ihm geschlafen habe(das habe ich auch beim aufstehen nicht geschnallt). Da wir alle für den Mururoa-Bus zu viele waren, fuhren Holger, Tobi(Mururoa Attäck-Bassist), Dani, Uli(netter Typ aus Lindau, der bei der genialen Vorarlberger Crust-Punk-Band Crümpl mitspielt und uns spontan angeschlossen hatte) und ich per Wochenend-Ticket nach Reutlingen. Am Augsburger Hauptbahnhof missfiel es einem Bahnbullen offensichtlich, dass wir am Boden saßen, und meinte zu uns."Lösen sie sich auf"(er meinte unsere große Ansammlung von 3 Personen zu dem Zeitpunkt... Und:"Sitzen ist nur auf den dafür vorgesehenen Objekten gestattet...." Tja, ich konnte mir irgendeine abfällige Bemerkung über den Polizeistaat Bayern nicht verkneifen, da ist er mit angefressenen Gesicht abgehauen. Ich war gerade dabei, dass ich mich halbwegs wieder als Mensch fühlte, da war Holger schon wieder schwer am saufen. Ihm sind dabei auch sehr kreative Liedtexte eingefallen, die er auch aufschrieb. Während der Bahnfahrt selber haben wir nur herumgeblödet und kompletten Schwachsinn von uns gegeben, eine zeitlang sind auch zwei Friseurinnen aus Augsburg mit uns mitgereist. In Reutlingen waren wir nach 15 Minuten gehen in der "Zelle", ein schon vom weitem sympathisch wirkender Punkladen. Und der erste Eindruck wurde auch im Laufe des Abends voll bestätigt. Die Leute vom Laden waren alle voll nett(vor allem die Veranstalterin Sabine), die Verpflegung war echt 1A.(es gab allein 3 verschiedene Hauptspeisen für die Bands, zusätzlich noch jede Menge belegte Brote und Obst). An dem Abend lernte ich auch Sucubus persönlich kennen, eine Stuttgarter Frauenpunkband, die mir von Stuttgarter Freunden schon lange wärmstens empfohlen wurden. So hatte ich schon vor längerer Zeit die Ehre, mit der Sängerin Sue organisationsmäßig zu telefonieren, und ich freute mich echt, dass die zufällig da auch spielten. Das Konzert war überhaupt der absolute Hammer, Sucubus waren echt saugenial. Genialer Punkrock, mit coolen Gesang von der Sue, der ein wenig an Patti Pattex erinnert. Als zweite Band dann Murura Attäck, wo der schon etwas angetrunkene Holger eine coole Bühnenshow hinlegte. Ein total betrunkener Typ sprang immer wieder auf die Bühne, und machte dann gemeinsam mit Holger immer irgendeinen besoffenen Blödsinn. Ein zeitlang wälzten sich Holger und der Typ übereinander am Bühnenboden herum, Gitarist Markus machte auch gleich mit(ohne sich zu verspielen!), optische Ähnlichkeiten mit Gruppensex konnten nicht geleugnet werden. Es wurden alle Mururoa Attäck Hits geboten, leider tanzte das Publikum nur teilweise mit. Die letzte Band USK spielten deutschsprachigen, melodischen Streetpunk. Die waren so was von genial, das glaubt man gar nicht!! Wahnsinnband!!!! Jetzt war alles nur mehr eine einzige Party, das Publikum zuckte voll auf die aus.... Werde ich wohl mal nach Wien holen... achja, zu erwähnen wäre noch, dass das ganze ein Solifest war, für einen Antifa-Typen aus Baden-Württemberg, dem mehr als 2 Jahre Knast drohen, nachdem er bei einer Antifa-Aktion, wo Nazis angegriffen wurden, verhaftet wurde. Nachdem Konzert gab es noch gute Party, wo ich die ganze Zeit immer wieder neue (nette) Leute kennengelernt habe(besonders lustig fand ich es, als ein Typ zu mir kommt und meinte: He, Du bist doch der aus dem Plastic-Bomb-Foto...). Die Soli-Cocktail-Bar war auch nicht gerade zu verachten! Dani und Holger bissen sich die ganze Zeit gegenseitig, bis sie beide blaue Flecken hatten. Holgar musste noch vor die Kamera, wo Vertreter von jeder Band einen Kommentar zum Solifest abgeben mussten. Holger meinte danach selber, er hat in seinem Suff nur Scheiße gelabert.... Kann einfach nur sagen, dass es echt ein genialer, netter Abend, mit viel Party war! Am nächsten Tag war dann ganz Reutlingen voller komischen Karneval-Gestalten, dass es fast unpackbar war... Die 10-stündige Heimfahrt war auch mäßig spannend, der Höhepunkt war wohl, wie wir von 2 bayrischen Zivilbullen irgedwo zwischen München und Salzburg komplett durchsucht wurden. Ingesamt wars einfach nur ein geniales Wochenende, und überhaupt ist Mururoa Attäck eine der nettesten Bands aus Deutschland!!!(und wieder mal mussten wir feststellen, dass Bayern noch immer Bayern ist(siehe Zivil-und Bahnbullen))
4:58 AM
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10.9.2004 bis 13.9.2004: Mit JAN FEAT. UDSSR unterwegs
Eigentlich sollte von 10.9. - 13.9. eine Kurztour der Stockerauer Ska-Band Ecco stattfinden. Die mussten sie leider 2 Tage davor spontan absagen, jedoch da wir schon auf Wegfahren eingestellt waren, beschlossen wir(Ecco-Martin, Ecco-Gustl, Dani, Adam und ich) spontan mit dem Ecco-Tourbus mit unseren Freunden von JAN feat. UDSSR ein paar Tage mitzufahren.
Fr 10.9. Berlin, Tommy-Weißbecker-Haus
Um 13:00 trafen sich 3 aufgrund der bevorstehenden Reise extrem gut gelaunte Gestalten im Zug Richtung Hollabrunn, nämlich Dani, Adam und meine Wenigkeit. Die gut Laune hielt auch an, obwohl es noch bis 16:00 dauerte, bis wir am Hollabrunner Bahnhof endlich vollständig waren. Martin(Ecco-Gitarrist) war so um 14:30 da, Gustl(Ecco-Trompeter) brauchte arbeitsbedingt bis 16:00...Aber jetzt konnte es endlich losgehen! Zu Fünft kam uns der Innenraum des Busses riesengroß vor, was sich später wegen ausgiebigsten Bierkauf als großer Vorteil herausstellte. Kurz vor der tschechischen Grenze wurde noch ein Teil von illegalen Substanzen in einem Weingarten vergraben. Einige Kilometer nach der Grenze kam der preisbedingte Zwang, ganz viel Bier zu kaufen. So kauften wir 4 Kisten herrlichstes tschechisches Bier. Jetzt wurde die Fahrt erst so richtig erträglich... Nach ein paar Stunden Fahrt war die Stimmung schon ziemlich gut, was wohl auch auf dem Konsum von legalen und illegalen Drogen zurückzuführen war. Die erste Reihe genoss gute Rauchwaren, die zweite und dritte Reihe begnügte sich mit Alkohol. Auf der Bundesstraße zwischen Znaim und Jihlava mussten wir baustellenbedingt einige Kilometer auf der wohl gefährlichsten Umleitung der Welt zurücklegen, welche eher eine unfreiwillige Mutprobe bzw. ein Härtetest für jeden Autofahrer war. Die Straße war da echt rekordmäßig schmal und holprig und außerdem wären wir einige Male fast von LKWs überfahren worden. In Jihlava erreichten wir endlich die Autobahn, wo Gustl bei der ersten Raststation die Autobahnvignette kaufte. Als er zurückkam betrachtete er sie mal ein paar Minuten lang, danach folgte mit ganz ernster Miene folgende Frage: "Muss man da was rubbeln?" Der auch schon ziemlich angeheiterte Rest half gleich bei diesem schwerwiegenden Problem und zusammen schafften wir auch irgendwie die Vignette auf die Windschutzscheibe zu kleben. Irgendwo auf der Autobahn vermittelte uns Adam recht deutlich, dass er wohl dringendst Biologienachhilfe nötig hat. Er zeigte auf eine Wiese, die mit Kühen nur so vollgestopft war und meinte:"Schaut hier, die vielen Schafe!" Oder sind wir Großstädter tatsächlich so unbeholfen was Mutter Natur betrifft??? Die nächsten Stunden bis zur deutschen Grenze verbrachten wir mit einer lautstarken Ärzte-Session(wo alle mehr oder weniger mitgröhlten) bis aufgrund von Bandsalat die Kassette aus dem Fenster geschmissen wurde. Außerdem verfolgten wir aufmerksam Gustls hochinteressante Geschichten von seiner Arbeit. Er verbringt arbeitenderweise jeden Tag in einer Hollabrunner Bank, wo seine Lieblingsbeschäftigung ist, alte Geldscheine zu zerstören und neue zu sortieren. An der Grenze las der deutsche Zöllner mit gekonnten sächsischen Slang unsere Namen aus unseren Pässen vor, was für uns sehr belustigend war. Die weitere Fahrt wurde vorne brav weitergekifft und hinten war Bier weiterhin das Hauptnahrungsmittel. Außerdem gaben wir uns einer lautstarken Beatlesbeschallung hin. Kurz vor 1:00 hatten wir es doch tatsächlich bis zum Stadtrand von Berlin geschafft. Jetzt mussten wir nur noch das Tommy-Weissbecker-Haus finden, was irgendwie gar nicht so ein leichtes Unterfangen war. Der Ausdruck von einem Reiserouteprogramm half uns nur sehr mäßig, so mussten wir zunächst meinem Orientierungssinn vertrauen(nach min. 30 Berlinbesuchen kenne ich mich schon ein bisschen aus). Irgendwann nahmen wir aber lieber doch professionelle Hilfe bei einer Tankstelle in Anspruch. Der arme Tankwart wurde von einem total danebenen Gustl und einem komplett betrunkenen Latti ausgefragt, wobei wir ihn die ganze Zeit ziemlich auslachten. Kaum zurück beim Bus hatten sich die Information auch schon wieder aus dem Gehirn verabschiedet, so quetschte Gustl erneut den Tankwart aus(diesmal hatte er sogar was zum schreiben dabei). 10Min später waren wir wie ein Wunder beim Tommyhaus angelangt! Nicht zu vergessen, dass wir auf Berliner Stadtgebiet min. 5 Rote Ampeln überfahren hatten und Gustl arme Einwohner mit der Frage" Wohin müssen wir?"(ohne weitere Ortsangabe-er wusste ja selbst nicht, wo wir hinmussten) quälte. Tja, inzwischen war es 1:30... Im Tommy-Haus war die Party voll im Gange, über 400 Besucher wälzten sich am Gelände herum. Distemper spielten gerade ihre letzten Songs in einer Halle, wo man leicht einen Saunazuschlag verlangen hätte können. Unsere Hollabrunner Freunde von JAN feat. UDSSR(die natürlich schon längst gespielt hatten) trafen wir auch bald, die waren auch schon partybedingt ziemlich gut drauf! Ich traf auch einige Freunde aus Berlin wieder und nach einigem feiern und quatschen verabschiedeten sich Distemper und JAN zum pennen. Distemper schliefen bei Ben und Basti, JAN feat.UDSSR(& Gustl und Martin) wurden bei anderen Freunden einquartiert. Adam, Dani und ich feierten noch bis am Morgen(hauptsächlich beim Tischfußball-Tisch) und fuhren dann zu Ohle mit nach Hause. Dort angekommen gingen wir gleich schlafen...
Sa 11.9. Strausberg, Kuhstall
So um 13.00 Uhr wachten 4 von der letzten Nacht gezeichnete Gestalten in Ohles Wohnung auf. Jetzt sahen wir erst, dass hier Massen von Ecco-Plakaten(die am Sonntag in Berlin gespielt hätten) herumlagen, was uns natürlich maßlos begeisterte... Adam hatte einen Tag zuvor zufällig von einer unbekannten Frau im Zug zwischen Wien und Hollabrunn erfahren, dass die Herta daheim in Berlin spielt. Das konnte sich ein Fußballfan wie Adam natürlich nicht entgehen lassen. Dumm nur dass diese Frau offensichtlich keine Ahnung hatte und die Herta an diesem Tag in Nürnberg spielte, so dass schon relativ bald ein schwer enttäuschter Adam in Ohles Wohnung zurückkehrte. Da Ohle viel zu lernen hatte, verließen wir recht schnell die Wohnung(@ohle: Danke für den Pennplatz!), und wollten eigentlich zu Ben und Basti in die WG latschen, um dort Dimstemper, JAN, Gustl und Martin zu treffen. Jedoch schafften wir es dort gar nicht mehr hin, da wir zunächst in einem Humana 2nd-Hand-Shop landeten, wo Dani ihren neuen Lebenspartner(um nur 1,50 Euro) kennen lernte, ein Stoffkrokodil, welches von ihr gleich Kroko getauft wurde. Danach blieben wir noch in einer Pizzaria hängen. Julia von JAN rief uns extra an, um uns mitzuteilen, dass sie schon nach Strausberg aufbrachen, wir schafften es jedoch wegen dem Essen zeitmäßig nicht mehr zu Ben und Basti, sodass wir letztendlich unser Gepäck jetzt selber nach Strausberg mitschleppen mussten(wir selber wollten sowie später erst mit der S-Bahn nach Strausberg fahren, da wir in Berlin noch einiges erledigen wollten). Wir machten einen Treffpunkt mit Besi(ein Wiener Freund, der nach Berlin gezogen ist) bei der U-Bahnstation Schlesisches Tor aus. Da er mit ziemlicher Verspätung kam, testete ich mal so zum Spaß lautstark meine blödesten Lacher, die ich nur hinkriegen konnte, um die Zeit zu vertreiben. Dani fand es unheimlich komisch, Adam genierte sich für uns und hielt einen dezenten Sicherheitsabstand zu uns ein. Ich versetzte Adam mit der Drohung während der S-Bahn-Fahrt nach Strausberg die ganze Zeit so zu lachen in höchste Aufregung. Jedoch nach ein paar Minuten wollten meine Stimmbänder nicht mehr so richtig.... Besonders unterhaltsam war auch eine Frau, die mit Gitarre und Verstärker so was ähnliches wie Straßenmusik machen wollte, nur allerdings wäre wenn ich gespielt hätte das Ergebnis dem Begriff Musik näher gekommen, obwohl ich noch nie eine Gitarre in der Hand hatte.(ihr Blut dürfte allerdings mit anderen Substanzen verdünnt gewesen sein). Mit 25 Minuten Verspätung tauchte schließlich Besi auf und wir beschlossen zum Trinkteufel(24 Stunden-Punkkneipe in Kreuzberg) zu gehen. Dort stillten wir unsere Tischfußballsucht, tranken viel Bier und redeten unproduktiven Blödsinn am laufenden Band. So um 21:00 kamen wir auch mal auf die Idee Richtung Strausberg aufzubrechen. Die 50 minütige S-Bahn-Fahrt war dann eher mäßig spannend... Als wir im Kuhstall angekommen waren, spielten gerade JAN feat. UDSSR und die Leute waren schön am feiern. Eigentlich hätte das Konzert in der Horte stattfinden sollen, nachdem aber beide Vorbands(Ecco und Ska2tonics) abgesagt hatten, verlegten sie JAN feat. UDSSR zu einem Studentenfest im Kuhstall, wo sowieso 8 Bands(aber alle eher mäßig interessant) spielten. Wir trafen auch Gustl und Martin wieder, die beide auch schon ziemlich gut drauf waren. Wir feierten unsere Hollabrunner Helden ab, bis das Konzert 15 Minuten später um war. Nach dem extrem gelungenen Auftritt kamen nur mehr langweilige Blues- und Hiphop-Bands, so beschlossen wir im Hof weiterzufeiern. Dort lernte ich Pinky und ihre Freundin kennen, mit denen wir gleich eine Tequila-Session starteten. Einige Zeit später war ich schon ziemlich gut drauf und wir wurden von einigen Einheimischen zur Horte gebracht, wo JAN und wir unseren Schlafplatz hatten. Am Weg probierte ich ein DVU-Wahlplakat zu demontieren, jedoch schaffte ich das in meinem Zustand nicht mehr so recht. In der Horte-Kneipe lief noch eine Party mit einigen Strausbergern und Össis. Einige von letztern lagen kiffbedingt schon regungslos auf einer Couch herum. Die nächsten Stunden folgte ein ziemlich geniales Saufgelage, hauptsächlich mit Tequila und Bier. Zunächst leerte ich mit Pinky und Puhpsi einige Tequila, später lernte ich eine Einheimische namens Milka kennen, die sehr nett und süß war. Ich trank mit ihr ein paar Tequila, allerdings wusste ich nicht so recht, wie ich sie anbaggern soll, also habe ich lieber mit Strausberger Freunden(die ich eh selten sehe-z.B. Marco) gefeiert. Später hätte ich sie vielleicht schon angebraten, allerdings ist sie auf einer Couch eingeschlafen. Dani war extremstens betrunken gewesen und auch schon längst auf einer Couch eingeschlafen. Adam und ich erlebten hier trinkbedingt unsere ärgsten Tischfußball-Debakeln, wir verloren jedes Mal gegen Hanna und Puhpsi. Am 6:00 Morgens war ich der letzte von den Össis, der durchgehalten hatte, die anderen waren alles Einheimische. Ich legte mich dann auch auf eine Couch im Kneipenraum, so entging ich dem Schnarchkonzert im Pennraum.
So 12.9. Halle, Reilstraße 78
Zu Mittag wachen alle mal mehr oder weniger auf, danach wurde auf der Terrasse der Horte ganz stessfrei gefrühstückt und gequatscht. Ein paar Stündchen später, entschieden wir doch mal in Richtung Halle aufzubrechen. Das Innere unseres Busses hatte inzwischen schon Ähnlichkeiten mit einer Müllhalde, da wir nämlich unserem Müll einfach am Boden warfen, um Zöllnern die uns bei der Rückreise durchsuchen könnten ein besonderes Vergnügen zu bereiten. Die Entfernungen wurden inzwischen nicht mehr in Kilometer oder Stunden gemessen, sondern in Joints. Dani winkte mit ihrem Kroko anderen Autofahren zu und freute sich wie ein Kleinkind über etweilige Reaktionen. Auf einem Autobahnparkplatz fiel Danis Isomatte aus dem Kofferraum und wurde vom starken Wind einfach weggeweht. Adam stand daneben nur regungslos herum, daher musste Dani dann einen Dauerlauf hinlegen, um sie wieder einzufangen. Als Strafe landete dafür Adams Schlafsack kurzerhand im Parkplatz-Mülleimer. In Halle fanden wir sehr schnell die Reilstraße. Als wir alle zusammen ins Haus einfielen, trafen wir gleich Jaint in der Küche beim kochen an. Die nächsten Stunden bis zum Konzert wurden von der verschiedensten Personen mit verschiedensten Beschäftigungen überwunden: Aufbauen, Bier schlürfen, kiffen, essen, Tischfußball. Gustl bekam einen sehr unterhaltsamen Anruf von seiner Oma und er stellte extra sein Handy laut und ließ uns so wichtige Warnungen wie "Drink nicht zuviel Red Bull" usw. mithören. Wir konnten uns echt kaum mehr halten vor lachen... Gustl war überhaupt schon wieder recht gut drauf, so führte er mit seiner Videokamera ein extrem unproduktives Interview mit zwei Mädels aus Potsdam. Die waren eigentlich recht nüchtern, komisch, dass die sich nicht verarscht gefühlt haben. Adam blieb wieder mal stundenlang am Tischfußballtisch kleben und war gar nicht mehr wegzubekommen. So um 23.30 begann schließlich das Konzert und Adam, Dani und ich sahen endlich den ersten vollständigen Auftritt bei dieser JAN-Tour. Der Auftritt wurde sehr lustig, die ca. 30 Leute im Raum feierten die Band ordentlich ab. Ich hab auch mein Versprechen eingehalten und brav Pogo getanzt. Gustl tanzte auch mit, während er den Auftritt filmte.... Nach ca. 1 Stunde war der Spuk vorbei und die meisten Leute vom hochzufriedenem Publikum gingen heim. Eine Frau von der Reilstraße trieb noch eine Flasche Wodka auf und so ging eine große Saufsession mit Leuten von JAN-, Ecco- und Reilstraßenleuten los(und ich durfte da natürlich auch nicht fehlen). Die Flasche war ziemlich schnell leer, so musste ein neue aufgetrieben werden. Gustl und Flo(beide schon recht gut unterwegs) erbahmten sich freiwillig diese wichtige Aufgabe zu erfüllen. Sie kamen erst Stunden später wieder und hatten angeblich eine Odyssee durch halb Halle (z.B. über die Wolfensteinstraße) hinter sich. So spazierten sie in ihrem Zustand unabsichtlich auf Autobahnen herum, allerdings waren sie erfolgreich, und brachten eine frische Flasche Wodka von der Tankstelle. So konnte die Vernichtung fortgesetzt werden. Da es schon spät geworden war, verabschiedeten sich immer mehr von uns ins Bett. Zum Schluss waren nur noch Muus, Adam, Jaint, eine einheimische Frau und ich über. Adam, war schon sehr betrunken und schwärmte in seinem Zustand von einer 17jährigen Frau mit Zahnspange. Er ging bald schlafen, so landeten die restlichen 4 oben in der WG, zum weitersaufen. Muus und die Frau gingen bald ins Bett, Jaint und ich gaben uns in seinem Zimmer noch eine laute Crustsession mit Wodka, bis wir irgendwann nach 6 auch von der Müdigkeit überwältigt wurden...
Mo 13.9. Dresden, Sprungschanze
Zu Mittag war allgemeines Aufwachen angesagt. Da schönes Wetter war, saßen einige JAN- und Ecco-Gestalten(und ich) im Garten und lauschten hochinteressanten Berichten von Gustls Urologen. Die Fahrt nach Dresden verlief dann eher mäßig spannend, der Müllberg im Auto wuchs unaufhaltsam... Bei einer Raststätte bekam ich zu meiner Bockwurscht eine Edbeere und irgend so eine orange Frucht dazu, was ja wirklich wunderbar zusammenpasst. In Dresden war mangels Ortskenntnisse wieder eine kleine Stadtrundfahrt angesagt. Nach Stunden fanden wir den in der Neustadt gelegenen Laden, namens Sprungschanze. Dabei handelt es sich um einen kleinen gemütlichen Laden, gerade richtig für ein Konzert unter der Woche. Die nächsten Stunden wurden mit einkaufen, tischfussballspielen und Bier trinken erfolgreich totgeschlagen. Hier trafen wir außerdem unsere Wiener Neustädter Freunde von Rentokill, die an diesem Abend mitspielten. Am frühen Abend wurde dann ein riesiges Buffet im Backstageraum aufgebaut, mit genialen Aufstrichen und Salaten. Der absolute Hit dabei waren aber die Rotkrautburger. Der kleine Konzertraum füllte sich auch bald rasch. Ich traf hier auch ein paar Dresdener Freunde wieder, z.B. Wahnfried und Dani. Leider kamen viele andere Bekannte nicht.... So um 10Uhr begannen Rentokill zu spielen, und das Konzert war der reine Wahnsinn: Im total überfüllten Raum tobte das Publikum, das war einfach nur noch genial! JAN feat. UDSSR wurden genauso abgefeiert und es war wohl einer der besten JAN-Gigs, die ich je gesehen habe! Viele Leute tanzen mit und kollektives schwitzen war angesagt. Man merkte, dass dieser Auftritt der Band Spaß machte, und die Dresdner wurden zum besten Publikum Deutschlands gekürt. Unglaubliche 140 zahlende Leute waren gekommen... Respekt! Nach dem Konzert wurde extrem heftig Party gemacht, vor allem mit Russian Koks. Dieses Getränk hatten wir eben gemeinsam mit JAN zwei Jahre zuvor in Dresden kennen gelernt und da musste natürlich ein Russian-Koks-Revievel her! Bei diesem Gesöff handelt es sich um Wodka, denn mensch zusammen mit einer Scheibe Zitrone, darauf Zucker und Kaffee zu sich nimmt. Es entstand eine große, gemütliche Runde mit Dresdnern und Össis, die gemeinsam das Zeugs runterleerten. Eine Dresdnerin war ganz enttäuscht, als sie erfuhr, dass es sich nicht um echtes Koks handelte, wie sie irrtümlich geglaubt hatte. Ein paar Stunden später waren alle noch munteren Personen echt sehr gut drauf, Gustl lag am Boden herum und 6 Leute baggerten eine Frau an... Umso mehr Alk floss, umso konfuser wurde alles.... Am Klo war wohl auch schon jemand eingepennt, wie an lauten Schnarchen nicht zu überhören war. Gustl(der wieder erwacht war) fand Gefallen daran, sich mit einem am Sofa eingeschlafenen Dresdner kuschelnd und umarmt fotografieren zu lassen. Chris(JAN) erweiterte unseren Wortschatz, indem er uns Wienerische Wörter beibrachte, die auch ich nicht kannte(z.B. edelworm...)Um 4 Uhr konnte ich nicht mehr, also ging ich schlafen.... Adam und Dani(Dresden) feierten noch bis 7Uhr weiter....
Di 14.9. Heimfahrt
Um 9.00 hieß es aufstehen, und wir wurden mit einem leckeren Frühstück verwöhnt. Danach hieß es von JAN und Rentokill Abschied nehmen, und schon ging es mit dem Bus zurück Richtung Ösiland. Unser Bus war wieder mal die reinste Müll- und Kiff-Hölle... Besonders belustigend war noch auf Dresdner Stadtgebiet eine ca. 80-jährige Frau, mit einen 90° Buckel, die kurz vor unserem Auto wie ein Wiesel über die 3 spurige Fahrbahn huschte. Adam spielte Mumie, indem er sich komplett in seinem Schlafsack verkroch. Gustl benannte andere, seinem Geschmack zu langsame Autofahrer lautstark "Scheißdeutscher Piefkebeidl". Martin fand ein neues Hobby: Ortstafeln mit bescheuerten Ortsnamen zu fotografieren. An der tschechisch-deutschen Grenze passierte nichts aufregendes. Wir "bewunderten" wieder die Puffs und Nutten in Dupi, den größten Straßenstrich Europas. Als wir Prag erreichten meinte Adam: "Was, wir sind beim herfahren über Prag gekommen??" Da sieht man wieder, was Alkohol alles anrichtet. Da der Gustl etwas ortsunkundig war, erklärte ich ihm, dass wir über Znaim nach Österreich fahren müssen, und jetzt ab Prag einmal den Schildern Richtung "Brno" folgen. Sein Kommentar dazu war:"Heißt Znaim auf tschechisch Brno???" Wir klärten seine geografische Lücke natürlich gern auf, immerhin ist Brno noch immer Brünn und Znaim Znjomo. An einer Autobahntankstelle kaufte ich Bier, allerdings war dieses leider alkoholfrei, wie sich rausstellte. Nach der Todesumleitung brachten wir beim Supermarkt auch wieder unser Leergut zurück, und ich pisste bei der Gelegenheit gleich mal mitten am Supermarkt-Parkplatz, da weit und breit kein Baum und Gebüsch zu sehen war. An der Grenze legte mir der Zöllner nahe aufgrund des Zustands einen neuen Reisepass zu holen. Sonst nix, also hatten wir ganz umsonst den Müllberg meterhoch anwachsen lassen. In Hollabrunn hielten wir kurz in der Innenstadt, und sorgten dort gleich für allgemeine Belustigung, als die Flasche mit alkoholfreien Bier aus dem Wagen fiel und explodierte. Gustl führte uns noch nach Stockerau zum Bahnhof, wo wir uns von Gustl und Martin verabschiedeten. Dani, Adam und ich fuhren dann mit dem Zug nach Wien weiter. War echt wieder eine geniale Zeit, mit JAN in Deutschland...
4:56 AM
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24.5.2003 DIE PARASITEN(d), DREI, BLOODY MARY - Wien, EKH
DIE PARASITEN IN WIEN(am 24.5.2003 zusammen mit Bloody Mary & Drei) oder die "Wir reisen Grönemayer nach-Tour 2003")
Es gibt ja bekanntlich nichts schöneres, als nach einer höchst trinkaktiven Nacht beim Aufwachen an das Konzert zu denken, dass man an diesem Tag veranstalten soll. Dass ich am Vorabend in Linz mir ein paar Bierchen gegönnt hatte, vermittelte mir mein Körper nicht gerade undeutlich. Langsam erinnerte ich mich auch daran, weshalb ich am Vortag eigentlich in Linz war: Um mir nicht etwa Grönemayer anzuschauen, sondern um einen wirklich absolut genialen Parasiten-Gig mitzuerleben! Auch die nächtliche Bahnfahrt nach Wien fiel mir wieder ein, wo ich mit einem blinden Grönemayer-Fan fast um die Wette soff.(ja so manches Unheil aus Deutschland ist leider manchmal nicht aufzuhalten: Gröni) Wie der Blitz sauste ich zur U-Bahn, da ich schon viel zu spät ins EKH kam. Ein paar Freunde, die ich zum gemeinsamen Bandessen kochen verdonnert hatte warteten schon brav vorm EKH. Weiß zwar gar nicht mehr was wir gekocht haben, aber wir hatten viel Spaß dabei. 3 Freundinnen aus Budapest, Szilvi, Réka und Karolin, trudelten auch inzwischen ein. Szilvi hatte Geburtstag und sie wollte diesem im EKH feiern.(was dann auch ziemlich exzessiv erledigt wurde). Ihr Vater brachte uns jede Menge ungarisches Alkoholzeugs mit(vor allem eine Flasche Balinka sollte für mich der Tod sämtlicher noch lebender Gehirnzellen bedeuten- aber dazu später). Auch die Bands trafen alle nach und nach ein. Zuerst waren Bloody Mary da, die gleich mit der aufbauenden Nachricht rausrückten, das eine ihrer Gitarristinnen krank geworden war. Also mussten sie nur mit einer Gitarre spielen. Kurze Zeit später waren auch die Jungs von Drei da, die gleich ebenfalls einen krankheitsbedingten Gitarristenausfall meldeten. Na das konnte ja heiter werden! Die Parasiten waren auch bald da, und bewiesen gleich Mut, indem sie sich voll dem Touri- und den Yuppie-Terror in der Innenstadt aussetzten. Das vegane Menü wurde von nicht erkrankten, anwesenden Drei- und Bloody Mary-Leuten gerne angenommen. Nur die Parasiten zogen es vor, im Zuge ihrer Stadtbesichtigungs-Tour Schnitzeln zu essen(die wissen ja gar nicht, was sie versäumt haben, diese Banausen!) Nach dem Essen passierten die vor Konzerten üblichen spannenden Dinge: Aufbauen, Soundcheck, warten,... Am Abend setzte ich mich zum Eintritt, mit der Erwartung selber die Massen an Publikum empfangen zu können. Stunden später stellte sich die Frage: Wo bleiben sie??? Aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen schafften es an diesem Abend gerade mal 54 zahlende Gäste ins EKH. Hat uns da etwa Gröni(der an diesem Abend im Praterstadion spielte) Leute weggeschnappt??? Auf jeden Fall kamen David und José von der argentinischen Punkband Argies vorbei, die gerade eine Zeit lang bei mir zu Hause wohnten und von der Parasiten-CD begeistert waren. Irgendwann so um 23.00 fingen Bloody Mary zu spielen an. Dabei handelt es sich um eine Wiener Frauenpunkband, die Midtempo-Punkrock spielt, mit englischen, deutschen und kroatischen Gesang. Leider war es nicht gerade ihr bester Gig, da die zweite Gitarre ja fehlte. Bei der nächsten Band, Drei steigerte sich die Stimmung schon um einiges, da wurde am Schluss auch schon Pogo getanzt. Hier merkte mensch den Gitarrenausfall fast überhaupt nicht. Sie boten wieder ihren deutschsprachigen Punkrock, mit Polit- und Spaßtexten. Ja und dann war es soweit: Um ca. 1:00 begann das Wien-Debut für die Parasiten! Sie spielten wirklich einen Hit nach dem anderen und haben das Haus nur so weggerockt! Das Publikum, am Beginn noch etwas verhalten, kam immer mehr in Schwung und tanzte zum Schluss auch brav mit. Es wurden viele Hits dargeboten, z.B. Nie wieder mit Dir, Frösche, Parasiten-Lieder, Fieser Traum, Sonntags-Tief, Ganz in Grün, Berlin, Kinder des Rock´n´Roll und noch jede Menge andere Songs... Es war einfach nur genial!!! Nach dem Konzert begann dann für mich die absolute Vernichtung. Wir feierten sehr ausgiebig Szilvis Geburtstag, mit viel Bier, Sekt und Balinka(dabei handelt es sich um einen extrem starken ungarischen Schnaps). Das ganze endete für mich um 6 Uhr morgens an einem Spielplatz in der Nähe vom EKH, wo mir an so einem Spielgerüst die Hose runtergerutscht ist, natürlich genau vor dem Augen der Parasiten(ich hoffe, sie haben sich vom Anblick inzwischen wieder erholt). Danach musste ich noch die Gage für die Parasiten holen, und habe mich dabei mal kurz vorm Bankomaten hingelegt, um danach beim Aufstehen gleich mal den Inhalt meines Geldbörserls in die Gegend zu verstreuen... Was ich so gehört habe, hatten auch einige Paras eine sehr lustige Nacht: Eine Parasitin musste wohl oder übel eine Zeit lang auf dem Klo verbringen, weil der Mageninhalt unbedingt raus wollte. Und eine andere Parasitin hatte ein kleines erotisches Abenteuer mit einem Latino-Lover(sprich: José von den Argies) Nach meiner Geldverstreuaktion verabschiedeten sich die Paras auch schon, weil sie ja noch eine ewig weite Heimfahrt vor sich hatten. Waren echt zwei geniale Konzerte mit den Parasiten und ich kann hier echt nur jeden empfehlen: Geht zu ihren Konzerten!!!(auch wenn sie so seltsame Angewohnheiten, wie Grönemayer nachreisen haben...vielleicht wirds ja nächstes Mal was mit dem Autogramm)) Für die Parasiten hat sich die Reise wohl trotzdem gelohnt, immerhin reicht ihr Fankreis inzwischen über Österreich nach Ungarn bis Argentinien hinaus...
4:54 AM
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28.12.2002 CLUB99 / SKA-J / GUADALAJARA / STEAMY DUMPLINGS - BOZEN, Kubo
28.12.2002 CLUB99 / SKA-J / GUADALAJARA / STEAMY DUMPLINGS - BOZEN, Kubo
Kurz nach Mitternacht treffen sich vier unternehmungslustige Gestalten(auch Dani, Fibi, Adam und Latti genannt) in Fibis Wohnung. Nach etwas unproduktiven Reden beschlossen wir so um 1Uhr doch mal loszufahren. Um Maut zu sparen entschieden wir uns über die Südstrecke nach Bozen zu fahren, was sich nachträglich als großer Fehler herausstellte. Also fuhren wir auf die Südautobahn und machten die ersten Bierchen auf(Naja, eh nur die Mitfahrer...). Besonders begeisternd wurde der nach wenigen Kilometern aufziehende Nebel aufgenommen, der echt extrem dicht war(es waren teilweise nicht mal mehr die Bodenmakierungen zu sehen). Das zog sich dann bis zum Wechselabschnitt hin, dann wars aber im großen und ganzen mit dem Nebel vorbei. Irgendwo in der Steiermark kam ich zur Erkenntnis, dass das im Auto sitzen nicht so toll ist, wenn man dauernd von einer vollen Blase geplagt wird, was wohl auf dem übermäßigen Biergenuss zurückzuführen war. Da ich aber überhaupt keinen Bock hatte, so eine lange Autofahrt nüchtern zu erleben, wars klar, dass ein neues Getränk her musste. Dieses besorgte ich mir bei der nächsten Raststation in Form von einer Flasche roten Wodka. Und es half tatsächlich, ich musste daraufhin nicht mehr so oft aus Klo. Die anderen (außer die Fahrerin Fibi natürlich) waren inzwischen eingeschlafen, jedoch ich war noch nicht müde. Also, so schlürfte ich an meiner Wodkaflasche und wunderte mich nicht schlecht, was bei uns in Österreich alles Autobahn genannt werden darf... Wer schon mal das Vergnügen hatte die Südautobahn zwischen Graz und Klagenfurt zu fahren, weiß wovon ich rede. Einen großen Teil in diesem Abschnitt gibts keine Mittelleitschiene, einige kilometerlange Abschnitte ist die Straße überhaupt nur 2-spurig.(und dabei handelt es sich nicht um Baustellenabschnitte, sondern um den Originalzustand der A2 an manchen Stellen). So um 6 Uhr in der Früh entschied Fibi auf einem Autobahnparkplatz irgendwo zwischen Villach und Spittal stehen zu bleiben, um eine längere Pennpause einzulegen. Zu viert im engen Fibi-Auto, und ich musste die Hinterbank mit Adam teilen-tja, wenn Sardinen in Sardinenbüchsen noch leben würden, wusste ich jetzt wie sie sich fühlen würden. Nach 2 Stunden hatten wir alle irgendwelche Verenkungen, Verspannungen und Krämpfe, so entschlossen wir weiterzufahren. Von Spittal bis Bozen hatten wir jetzt noch eine stundenlange Fahrt auf kurvenreichen Bundesstraßen vor uns. Kurz vor Lienz machten wir eine Frühstückspause in einem Supermarkt und wunderten uns, wie freundlich doch die Leute in der Provinz alle sind. Allerdings stellten wir auch fest, das es am Land stinkt. In Lienz wurde noch eine Klopause eingelegt, wo Fibi beim ausparken wieder mal ein Auto streifte. Asozial wie wir nun mal sind, begingen wir nach diesem schrecklichen Verbrechen Fahrerflucht. Als wir kurz nach der Grenze das Auto auftanken, kamen wir zur Erkenntnis, dass wir das wohl besser vor der Grenze erledigen hätten sollen. Denn Benzin ist in Italien wesentlich teurer als in Österreich. Wir waren ziemlich verwundert, dass überhaupt alles in Italien teurer war, als in Österreich. Das war doch früher mal anders... Obwohl wir noch massenhaft Bier aus Wien mithatten, fühlten wir uns angesichts der bevorstehenden Party gezwungen noch mehr Bier einzukaufen, was wir in der Nähe von Brixen auch erledigten. Und so um 13Uhr hatten wir es endlich geschafft und irrten in Bozen herum, um das Kubo zu finden. Das Industriegebiet, wo es gelegen ist, fanden wir schnell, jedoch war das Industriegebiet größer als angenommen. Nachdem wir ein paar Runden zwischen Fabriken und Gewerbeparks drehten, entdeckten wir es schließlich endlich. Da es hier wie aus Schaffeln schüttete, gingen wir wieder mal Bier holen, in den benachbarten Supermarkt. Nun konnten wir auch Bier aus den italienischen 0,66-Liter Bierflaschen genießen. Jetzt war es ca. 14Uhr und wir schauten uns mal so beim Kubo um. Als wir da so beim Eingang herumstanden, sah uns zufällig Chris von Club99(die das Konzert veranstalteten) und lies uns rein. Als er von uns erfuhr, das wir aus Wien angereist sind, wurden wir von den Veranstaltern so unglaublich nett aufgenommen, wie ich es selten wo erlebt habe. Wir bekamen Nudeln mit wahlweise vegetarische und nichtvegetarische Sauce zum Essen. Nun begannen wir die Zeit bis zum Konzert totzuschlagen, indem wir viel Bier tranken(Dani und ich) und auch so manche guten Sachen rauchten(Adam und Fibi). Die Gespräche wurden auch immer unproduktiver und um 18.30 geriet plötzlich Dani in Panik. Es ging dabei nämlich ums Bier und daher lies ich mich auch gleich von der Panik anstecken. Denn in Bozen sperren die Supermärkte samstags um 19.00 zu und so stressten wir in den benachbarten Supermarkt um Bier-Nachschub zu holen. Als wir im Supermarkt dann drinnen waren, wollte Dani mich zu Wodka überreden, aber da ich ja vom Konzert noch was mitbekommen wollte, redete ich das wieder aus. So kauften wir noch 10 Biere, obwohl wir zu diesem Zeitpunkt eh noch ca.25 Biere im Auto hatten. Ab 20.00 Uhr wurde mit Eintritt begonnen, wobei wir von den netten Veranstaltern gratis reingelassen wurden.
Ab ca. 21Uhr kamen dann langsam Leute und die erste Band begann zu spielen: STEAMY DUMPLINGS aus München. Zunächst spielten sie eher langsamen Ska, aber im Laufe des Konzerts wurden sie immer schneller. In den ersten Reihen fingen einige Leute aus dem noch nicht so zahlreich erschienenen Publikum schon an zu tanzen. Während der Anfang noch nicht so berauschend war, steigerte sich die Band bis zum Schluss deutlich. War mal fürn Anfang nicht schlecht, aber so berauschend wars wieder auch nicht. Aber die Band ist noch relativ neu, wurde mir vorm Auftritt von der Bassistin erzählt, also das wird schon noch. So ab 22.00 strömten dann auf einmal die Massen in den Saal. Angeblich wurden ca. 600 Leute reingelassen und weitere Hunderte mussten leider draußen bleiben. Wir kämpften uns immer wieder durch die Massen zu unserem Auto, um Biernachschub zu holen. Zum Glück juckte dort niemand, das wir unser eigenes Bier dabei hatten, zumindest sagte kein Mensch am Eintritt was, wenn wir da immer wieder mit 5 vollen Flaschen vorbeimaschierten. Denn die Bierpreise beim Konzert waren ziemlich hoch.
Als zweite Band kamen dann die Steirer GUADALAJARA an die Reihe und es wurde ein Wahnsinnsgig. Schneller, genialer Ska, so richtig einladend zum Mittanzen. Und das taten die Massen auch wirklich ausgiebigst. Die Stimmung und die Band waren einfach der absolute Hammer.Inzwischen feierten draußen haufenweise Punks mit Kassettenrecordern ausgerüstet am Supermarktparkplatz eine Riesenstraßenparty.
Drinnen ging es mit den einheimischen Helden von CLUB99 weiter. Jetzt zuckte das einheimische Publikum entgültig aus. Absolut tanzbarer, genialer, schneller Ska mit italienischen Gesang. Das einheimische Publikum sang die meisten Lieder mit und tanzte dabei, das es nur so eine Freude war. Der Sänger hat auch eine ganz großartige Stimme und überhaupt ist italienisch eine coole Sprache für Skamusik. Dieses Konzert hätte von mir aus ewig dauern können, jedoch als sie "Wer hat an der Uhr gedreht" vom rosaroten Panther nachspielten, war mir klar, das sie leider aufhören würden. Adam hatte während des Konzerts eine Bekanntschaft geschlossen, die ihm die ganze Zeit mit guten Sachen zum rauchen versorgte, und war auch aus diesem Grunde schon sehr gut drauf. Und Fibi wollte mich dauernd überreden, dass ich irgendeinem Guadalajara-Menschen einen Kuss gebe, weil sie eine Wette laufen hatte. Sie fand glücklicherweise bald jemanden anderen, der dieses in die Tat umsetzte.
Als letzte Band spielte dann SKA-J aus Venedig. Die spielten mehr so langsameren Jamaika-Ska. Auffällig war vor allem, das sie so einen riesigen Kontrabass dabei hatten. Das Publikum feierte auch diese Band ziemlich ab. Während diese Band spielte, beschloss Dani sich total besoffen unter die Bühne zu legen. Sie nahm sinnvollerweise noch 2 Bier zum bunkern mit(die ich später jedoch fand...) und legte sich einfach auf den herumliegenden Müll und Glasscherben(die Adam später netterweise von ihr wegräumte) unter die Bühne, und schlief sofort ein.
Nach dem Konzert startete die Aktion "Schlafplatz in Bozen finden". Ich fragte wirklich jede Menge von den noch anwesenden Leuten, jedoch späterstens als sie merkten, das das unter der Bühne liegende Wesen auch zu uns gehört, war der Traum von einem geheizten Schlafplatz wieder vorbei. Also bereiteten wir uns psychisch auf eine weitere Nacht im Auto vor. Doch im allerletzten Moment bekam Christian(von Club99) Wind davon, das wir keinen Schlafplatz hatten und nahm uns netterweise spontan zu sich und seiner Freundin mit nach Hause. Da wurden wir in zwei Zimmern untergebracht, eines hatte zwei Betten und eins eine Couch und einen Liegestuhl. Da Fibi als Fahrerin ausgeruht sein sollte, überließen wir den Mädels das Zimmer mit den Betten. Im anderem Zimmer kassierte sich Adam gleich die Couch ein, so blieb mir nur mehr der Liegestuhl... Am nächsten Morgen bekamen wir vom Christian und seiner Freundin gleich ein Megafrühstück hingestellt und auch für die Heimfahrt wurden wir haufenweise mit Proviant versorgt(allerdings haben wir Hirnis dann das Essenssackerl dort vergessen....). Zum Glück klärte uns Chris noch darüber auf, dass die italienische Autobahnmaut nicht allzu hoch ist, so entschieden wir uns richtigerweise diesmal über die Weststrecke nach Wien zu fahren. Wir zahlten dann für 150km italienische Autobahn lächerliche 4 Euro. Die Autobahnmaut über den österreichischen Teil des Brenners war mit 8 Euro für 30km doch alles andere als billig, aber das war uns auch schon egal. Die Fahrt verlief eigentlich ziemlich ereignislos, außer das Fibi am deutschen Eck(auf deutschen Autobahnen gibts ja keine Geschwindigkeitsbeschränkung) gleich testen musste, wie schnell ihr Auto eigentlich geht. Mehr als 170 hat sie nicht zusammengebracht, was sie dann doch sehr enttäuschte. Dani und ich rechneten die Anzahl der Biere nach, die wir auf dieser Reise getrunken hatten. Wir kamen dabei auf ganze 57 Biere. Davon hat Adam ca. 8 Biere getrunken, Fibi trinkt gar nichts und den Rest haben nur Dani und ich allein getrunken. Achja, 4 Biere sind noch übriggeblieben.(nicht zu vergessen, dass in den italienischen Bieren mehr drinnen ist). Zurück brauchten wir nur 6:30(anstatt über 10 Stunden reine Fahrtzeit bei der Hinfahrt). Also, die paar Euro Maut haben sich schon voll ausgezahlt... War auf jeden Fall ein sehr geniales Wochenende. Und nochmals vielen Dank an Club99 für die Gastfreundschaft, vor allem an Christian!!!
4:53 AM
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23.12.2002 JAN FEAT. UDSSR / SKEPTIC ELEPTIC / MALTSCHICKS MOLODOI / DETERMINATION / EERIE INDI
23.12.2002 JAN FEAT. UDSSR / SKEPTIC ELEPTIC / MALTSCHICKS MOLODOI / DETERMINATION / EERIE INDIANA - KREMS, Jazzkeller
- Nachdem an diesem Weihnachtsvorabend nix in Wien los war und ich schon viele lustige Gschichteln von Jazzkeller-Konzerten gehört hatte, beschlossen wir da nach Krems zu fahren. Der Zustand, das gerade Hannah und Tabea mit ihrem VW-Bus aus Deutschland bei mir waren, wurde gleich ausgenützt, und so zwangen wir sie gnadenlos uns(Dani, Adam, mich) nach Krems zu führen. Auf der einstündigen Fahrt war Dani(die hinten saß) wieder einigen schwer bedrohlichen Attacken ausgeliefert. Da der Bus nämlich etwas wackelig unterwegs war, fiel aus einem Regal ein Hammer auf sie herab. Im November wurde sie schon einmal in Budapest von herabfallenden Messern attackiert. Sie hat zum Glück beide Attentate überlebt. Als wir in Krems sind, machten wir gleich eine unfreiwillige Stadtrundfahrt, da wir aufgrund mangelnder Ortskenntnisse verwirrt herum fuhren(nicht mal Dani, die eh schon mal im Jazzkeller war, kannte sich aus). Zum Glück orteten wir örtliches Punkergesindel, welches gerne bereit war, uns dem Weg zum Jazzkeller zu beschreiben. Dort angekommen, stürzten wir uns gleich in die Party und waren begeistert von dem Laden. Überall standen Gambrinus-Paletten herum, wo jeder sich mit Bier bedienen konnte. Dieses Service wurde vom sehr zahlreich erschienen Publikum natürlich gerne angenommen. Die Stimmung war auch schon dementsprechend gut, bevor überhaupt das Konzert begonnen hatte.
- Um 21.30 begannen als erste Band DETERMINATION, wobei es sich um schnellen HC-Punk handelte, der zu gefallen wußte. Diese Band sollte mensch sich merken.
- Als nächste Band kamen dann die Wiener MALTSCHICKS MOLODOI auf die Bühne. Gitarrist Michi war schon so voll, das er kaum mehr stehen konnte, und daher wurde dieser Gig fürs Publikum sehr unterhaltsam. Sie schafften es dennoch alle Lieder mehr oder weniger gut zu spielen und einige Leute konnten sich das pogen nicht verkneifen.
- Jetzt kamen JAN FEAT. UDSSR auf die Bühne, die wohl am meisten abgefeierste Band des Abends. Das Publikum tobte, das es eine Freude war und JAN spielten einen Ska-Punk-Hit nach dem anderem. Bei einem kurzem technischen Gebrechen brachten Schnee und Muus ein kleines Lied von ihrem Nebenprojekt "Zwei von Drei", was bei einem Teil des Publikums für etwas Verwirrung sorgte.
- Nach einem mehr als gelungenen JAN-Auftritt, kamen SKEPTIC ELEPTIC aus St.Pölten an die Reihe. Leider habe ich von diesem Auftritt nicht so viel mitbekommen, weil ich mit allen möglichen Leuten feiern musste. Ein klein wenig bisschen sah ich dennoch vom Gig, immerhin konnte ich feststellen, dass Otti seine übliche wilde Bühnenshow alkoholbedingt noch exzessiver ausführte, als normalerweise. Musikalisch wars auch wieder genialer Punk´n´Roll, der nur so reinfetzt.
- Von der letzten Band EERIE INDIANA hab ich fast nix mitbekommen, außer das es langweiliger Hardcore war. Nach dem Konzert zeigte uns die schon übermäßig fröhliche Dani ihre Limbo-Dance-Künste. Wenn es den Titel "Party-Königin der Woche" geben würde, dann hätte den diese Woche eindeutig Dani verdient. Zuerst das Budapest-Konzert(20.12. -durchfeiern bis Vormittag), dann mein Konzert(21.12.-durchfeieren bis Früh), am So(22.12.) ist sie auf ein Punkkonzert nach St.Pölten gefahren(bis 4Uhr früh und dann in die Arbeit) und jetzt eben jetzt hier in Krems hat sie wieder durchgemacht(und am nächsten Tag morgens wieder in die Arbeit gefahren). Wenn das keinen Titel verdient... Da unsere Fahrerin schon etwas der Müdigkeit verfallen war, fuhren Hannah, Tabea, Adam und ich nach Wien zurück, andauernd mit der Hoffnung, dass der Bus durchhält. Der schockte uns nämlich damit, das er nicht so richtig fuhr, wie er sollte, aber er schaffte es dennoch. Es stellte sich heraus, dass nur Kühlwasser fehlte. Das war vor allem für Hannah und Tabea doch einigermaßen beruhigend, weil sie ja mit diesem Bus noch weiter nach Südeuropa wollten. Zu Hause angekommen gingen Adam und Tabea bald schlafen, Hannah und ich soffen und redeten noch bis 8Uhr in der Früh. Da hab ich dann total fett mein Bett aufgesucht und hatte dadurch den großen Vorteil, den ganzen Weihnachtstag zu verschlafen...
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4:52 AM
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20.12.2002 CSIZMÁSKANDÚR / JAN FEAT. UDSSR / HATÓSÁGILAG TILOS / KÓKLER / TIZENHÉT / SEMMI KOMO
20.12.2002 CSIZMÁSKANDÚR / JAN FEAT. UDSSR / HATÓSÁGILAG TILOS / KÓKLER / TIZENHÉT / SEMMI KOMOLY - BUDAPEST, Nemart-Klub
- Um 18.00 traf ich mich mit Fibi beim Liesinger Bahnhof und wir fuhren zu der Post, wo Dani tagtäglich zu hochanstrengender, ausbeuterischer Sklavenarbeit gezwungen wird, um sie dort abzuholen. Nun zwangen Dani und ich Fibi zu einem Supermarkt zu fahren, weil wir uns wohl beide keine alkoholfreie Fahrt vorstellen konnten. Nachdem wir uns nach einigen schweren Diskussionen auch auf die Menge Bier geeinigt hatten(halbe Palette) konnte es los auf die Autobahn gehen. Mit allgemeiner Begeisterung wurde die Radio-Verkehrsmeldung von 4-5 Stunden Stau an der Grenze nach Ungarn aufgenommen. Aber wir ließen uns dadurch nicht abschrecken, was sich nachträglich auch als richtig erwies. Denn als wir dann an der Grenze waren, warteten wir 90 Minuten. Zunächst wurde die Wartezeit biertrinkenderweise als nicht allzu schlimm empfunden, vor allem Dani amüsierte sich prächtig, indem sie höchst interessiert in andere Autos gaffte und sitzend zu Ska-Musik tanzte. Doch plötzlich wurde sie ganz ruhig, den sie hatte plötzlich (sowie später alle im Auto) das Problem einer übervollen Blase. Doch der Stau bewegte sich gerade um eine Spur zu schnell vor, um mal schnell auf die Autobahn zu pissen. Also hieß es durchhalten. Als wir dann aber 45 Minuten später wirklich bei einem WC vorbeifuhren, sprangen Dani und ich sofort aus dem Auto und rannten darauf zu, als würden wir ein Lokal mit Freibierparty vor uns sehen. Die arme Fibi musste im Auto bleiben und fahren...Sie ging aber nach der Grenze aufs Klo. Und Dani und ich hatten wieder Platz für neues Bier. Die weitere Autofahrt wäre dann eigentlich nicht weiter spektakulär, wenn nicht Fibi innerhalb vom Budapester Stadtgebiet gleich 5 rote Ampeln übersehen hätte und wir uns außerdem fürchterlich verfahren hatten. Also, fragten wir den erstbesten Typen an einer Tankstelle und der meinte, wir sollten ihm folgen. Das erwies sich als ein gar nicht allzu leichtes Unterfangen, da er mit 100km/h durch die Stadt glühte. Mit größter Mühe schaffte es Fibi dennoch dranzubleiben und 20 Minuten später waren wir tatsächlich beim Nemart-Klub. Da es schon 23.30 war, wars auch kein großes Wunder das die Party hier schon voll im Gange war.
- Als wir reinkamen spielten gerade CSIZMÁSKANDÚR, jedoch hatten wir wegen ausgiebigsten Begrüßungsaktionen keine Zeit das Konzert anzusehen. Immerhin trafen wir hier unsere ungarischen Freunde(und Betreiber des Club) János und Christian wieder, auch die JAN-Leute hatte ich schon länger nicht mehr gesehen.
- Erst als dann unsere österreichischen Lokalhelden JAN FEAT. UDSSR spielten, schafften wir es rein in den Konzertsaal. Hab sie schon sehr oft in Wien gesehen, es war jedoch unglaublich, wie das ungarische Publikum sie abfeierte. Der Saal war ziemlich voll und das Konzert war von Massenpogo und Stagediven geprägt. Die Band gab auch alles und verwöhnte direkt die Ohren des Publikums mit genialen Ska-Punk. Irgendwann war auch dieser Auftritt vorbei und jetzt kommt für mich eine Zeit, wo ich mich alkoholbedingt nicht mehr an vieles erinnern kann. Ich weiß nur, dass ich alle restlichen Bands verpasst habe, und ziemlich viel mit einigen JAN-Leuten und einigen Ungarn gefeiert habe. Der größte Teil der JAN-Leute sind noch in der Nacht nach Wien zurückgefahren(und brauchten wegen Glatteis 7 Stunden), Muus und Schnee entschieden sich für weiterfeiern und blieben noch hier. Ich hab dann wohl mit zwei Budapesterinnen(Rita und Reni), Dani, Fibi, Schnee, Muus, János und Chistian noch ewig lang weitergefeiert, bis ich um ca. 7Uhr schlafen gegangen bin. Jedoch als ich um 10 Uhr aufwachte waren Reni und Dani noch immer am feiern. Vor allem Dani war voll in ihrem Element, sie lachte nur noch besoffen herum und redete irgendeinen Schwachsinn, das alles natürlich mit einem Bier in der Hand. Aber auch Reni war nicht schlecht drauf und fand dabei Gefallen, mir ihre Finger unproduktiv in den Mund zu stecken. Da musste ich mich gleich wieder dem Niveau anschliessen und machte wieder das erste Bier auf. Nach zwei Bieren oder so war es 12Uhr und Fibi war aufgewacht. Sie treibte uns(Dani, Schnee, Muus und mich) gleich zu ihrem Auto. Jetzt hatte sie die Aufgabe vier fertige Gestalten sicher nach Wien zu bringen. Eigentlich war die Autofahrt recht ereignislos, bis auf das wir noch in Budapest ein anderes Auto ein bisschen streiften. Aber dem anderen ungarischen Fahrer wars wurscht, uns sowieso auch, also gings ab auf die Autobahn Richtung Wien.
4:50 AM
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16.11.2002 RASTA KNAST / SELEJT / SHITPUMP - BUDAPEST, Nemart-Klub
16.11.2002 RASTA KNAST / SELEJT / SHITPUMP - BUDAPEST, Nemart-Klub
- Um 10 Uhr wache ich voll fertig im EKH-Bandschlafraum auf und merke, das Dani neben mir auch schon munter ist. Wir gehen einen Stock tiefer, aufs Klo und Wasser trinken. Danach war mein einziger Gedanke: Ab wieder ins Bett und weiterschlafen. Dies wurde durch einen ganz und gar nicht gewohnten Redefluss von Dani verhindert, die auch dabei ihr erstes Bier öffnet. Nach 20Minuten gebe ich mich geschlagen und versuch erst gar nicht mehr einzuschlafen. Wir liegen ca. 2 Stunden noch herum und reden um die Wette Blödsinn. Florentin und Phill von Rasta Knast, die auch da schliefen dürften davon weniger begeistert gewesen sein.(Martin und Thomas sind in der Nacht noch in ein anderes Beisl abgehauen und erst gar nicht zum schlafen gekommen). Um ca. 12.00 hatte Dani schon ihr zweites Bier ausgetrunken(ich konnte zu diesem Zeitpunkt keinen Alkohol sehen...) und wir beschlossen runter putzen zu gehen. Im Konzert- und Beisl-Bereich sah es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen... Als wir da so dahinputzten, läutete plötzlich Danis Handy, sie hob ab und führte halt ein ganz normales Telefongespräch. Ich dachte mir natürlich nichts besonderes dabei, doch als sie auflegte und mir gestand, dass sie keine Ahnung hatte mit wem sie da gerade telefonierte, musste ich sie natürlich gleich mal auslachen. Da wurde sie wohl von jemanden angerufen, den sie am Vortag im Suff kennen gelernt hatte, nur wusste sie davon nichts mehr... Nach 3 Stunden Putzen sah das EKH wieder halbwegs annehmbar aus. Als wir um 15.00 Richtung Westbahnhof aufbrachen, waren Martin und Thomas noch immer nicht da. Um 15.30 trafen wir uns planmäßig mit Marius am Westbahnhof. Als wir um 16.00 Uhr im Zug saßen, begannen Dani und Marius gleich wieder zum saufen. Ich hielt mich mit Alkohol noch zurück, immerhin spürte ich noch die letzte Nacht. Zweieinhalb Stunden Bahnfahrt können wie im Flug vergehen, wenn man nur Schwachsinn redetet. In Budapest wurden wir von Marius seiner Freundin Barbara abgeholt, die ja von dort kommt. Per U-Bahn, Straßenbahn und S-Bahn fuhren wir zum Nemart-Klub. In der Straßenbahn öffnete ich endlich wieder das erste Bier. Im Nemart-Klub angekommen, staunten wir gleich mal nicht schlecht, was das für ein genialer Laden ist. Früher war das mal eine Disco, mit dem Namen Freeport und dementsprechend sah es aus: Es war alles hafen- und schiffs-mäßig eingerichtet. Allerdings war vieles angesprayt, das dürfte erst nach der Disco-Zeit hinzugekommen sein. Ich traf gleich meinen ungarischen Kumpel János und ich durfte gleich eine Nemart-Klub-Führung genießen. Ziemlich cool alles, zwei Backstage-Räume, eine große Küche, ein Konzertraum für bis 1200 Leute und einer für 150 Leute. Ja und dann noch der Bandess- und Schlafraum. Das heutige Konzert fand im großen Raum statt, allerdings hatten die Veranstalter den Platz mit einer Holzwand begrenzt, sodass ungefähr 300 Leute reinpassten.(ca. 160 Leute waren da) Rasta Knast kamen auch bald an und ein wenig später gab es auch schon Essen. Es gab so vegane Bälle mit Pommes. Die nächsten Stunden nach dem Essen verbrachten wir mit János und anderen Ungarn und Rasta Knast-Leuten beim Saufen. Florentin ließ sich von einer Ungarin gleich den Begrüßungssatz" Hallo! Wir sind Rasta Knast" auf ungarisch übersetzten, um sich beim örtlichen Publikum einzuschleimen.
- Um ca. 22.15 begann die erste Band SHITPUMP aus Budapest. Dabei handelte es sich um melodischen Polit-Punk mit ungarischen Texten. Gar nicht schlecht! Aber ich sah nur ca. 3 Lieder, weil ich mit einigen Leuten zusammen meine Saufverpflichtungen hatte.
- Um ca. 23.00 Uhr begann die zweite Band SELEJT aus Budapest zu spielen. Von denen sah ich noch weniger, nämlich nur ein Lied. Klangen recht ähnlich wie die erste Band, nur waren die schneller. Gefielen mir eigentlich besser als die ersten.
- Um ca. 0.00 war es dann so weit. Rasta Knast kamen auf die Bühne und Florentin begrüßte gleich das Publikum auf ungarisch, was ihm einiges Gelächter von diesem einbrachte. Dann gab es wieder 90 Minuten Rasta Knast-pur, der Sound in diesem Laden war echt der Hammer. Obwohl sie außerhalb des deutschsprachigen Raums spielten, wurden sie ziemlich abgefeiert. Einige Lieder von der letzten Platte kannten sogar ein paar Leute. So wurde das Ost-Berlin zum Schluss noch einmal gewünscht. Nach dem Konzert lernten wir zwei Mädchen aus der Nähe von Hamburg kennen, die mit einem VW-Bus von August bis März kreuz und quer durch Europa fahren, und eben jetzt zufällig in Budapest waren. Sie stellten sich als Hanna und Tabea vor und wir setzten uns mit Dani und Phill an einem Tisch. Jedoch gingen Hanna und Tabea bald in ihrem Bus zum schlafen und Dani schlief am Tisch ein. Sie hatte immerhin nichts gegessen und ein Bier nach dem anderem getrunken, also hatte sie eigentlich eh lange durchgehalten. Irgendwann führten wir sie ins Bett und ich feierte noch mit viel Bier und Unicum mit verschiedenen Leuten aus Ungarn und von Rasta Knast weiter. Marius fuhr bald mit zu Babara nach Hause und ich ging dann um 4 Uhr auch schlafen, als zugesperrt wurde.
- Um ca. 10.00 waren wir alle mehr oder weniger wieder munter und nach ein bisschen quatschen fuhren wir zu Mittag in die Stadt, um was zu essen. Dani, János, sein Bruder und ich konnten mit Hanna und Tabea im Bus mitfahren, das Rasta Knast-Auto folgte uns. Wir fuhren zu einem griechischen Restaurant, wo János die Besitzer kannte. Dort traf ich auch kurz zufällig Dino von Soupshop aus Wien(die Welt ist klein...).Nachdem wir uns alle vollgefressen hatten, fuhren wir in János seinen Plattenladen und es wurde heftigst getauscht und gekauft.
- Jetzt hieß es für Dani und mich von János und Rasta Knast zu verabschieden. Dann gingen wir zum Bahnhof, wo wir nach 10Minuten Fußmarsch auch ankamen. Wir erwischten eine Zugverbindung, wo wir in Györ umsteigen mussten. Der erste Zug von Budapest nach Györ war komplett überfüllt. Dani wurde von der ihr nebensitzenden Frau fast zerquetscht und ich saß über der voll aufgedrehten Heizung(obwohl es draußen eh schön warm war), wobei mein Arsch fast verglühte. Wir schafften es aber in Györ mit relativ geringen Schäden auszusteigen. Der zweite Zug von Györ nach Wien war das komplette Gegenteil, nämlich leer. Jetzt wurde die Bahnfahrt etwas gemütlicher. Dani wollt sich die ganze Zeit selber irgendwas brechen, weil sie am nächsten Tag nicht arbeiten wollte. Allerdings mit mäßigen Erfolg. Wir waren von dem wenigen Schlaf in den letzten 3 Nächten überhaupt etwas überdreht und redeten nur mehr Schwachsinn und lachten über jeden Blödsinn. Am Südbahnhof angekommen, verabschiedete ich mich schnell von Dani und dann gings nur noch am schnellsten Weg heim in die Badewanne und ins Bett.... Budapest war auf jeden Fall sehr cool und ich werde sicher bald wieder hinfahren.
4:49 AM
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