Torsten

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Apr 8, 2008

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Saturday, September 27, 2008

Rush vs. Trailerpark Boys!

Im Netz gefunden: Die Episode Closer to the Heart der Trailer Park Boys. Zur Info: Trailer Park Boys ist eine kanadische Comedy-Fernsehserie, in welcher der fiktive Alltag einiger Trailerpark-Bewohner, im Stil einer Dokumentation gezeigt werden (lt. Wikipedia). Lief mal auf Comedy Central, scheiterte aber z.T. wegen der dt. Synchro, die zwar sehr gut war, allerdings kein Vergleich zum Original ist. Darum viel Spaß mit der Episode im Original und was so alles passieren kann, wenn man unbedingt zu einem Rush-Konzert gehen will (und glaubt mir, Rush-Konzerte sind dermaßen viel Aufwand wert). Kleine Anmerkung: Respekt vor Bubbles, dem fanatischen Fan! Kann Neil Pearts Drum-Solo (das Ding-Ding-Dum-Dum-Dum ist haargenau auf Exit ... Stage Left zu hören)und weiß um die korrekte Aussprache von Pearts Nachnamen, ganz zu schweigen von seiner hervorragenden Interpretation von Closer to the Heart zusammen mit ... (werdet ihr ja schon sehen).





 

12:03 AM - 0 Comments - 0 Kudos - Add Comment

Friday, September 26, 2008

Großes Update!

Es hat sich in den letzten Tagen und Wochen einiges getan - und tut sich immer noch. Projekte, die ich eigentlich a) völlig vergessen bzw. b) als in den Ewigen Jagdgründen verschollen oder c) gar nicht damit gerechnet habe, haben inzwischen grünes Licht bekommen und/oder sogar schon einen möglichen VÖ.

Sehr überraschend - positiv überraschend - war zum Beispiel für mich die Nachricht, dass meine KG Das Mädchen für die erste Hörbuch-CD des Kurzgeschichten-Magazines (www.kurzgeschichten.biz/)ausgewählt wurde. Schon in den nächsten Tagen ist die Veröffentlichung soweit. Die CD hat eine Länge von 58 Minuten und kann unter
bestellung@kurzgeschichten.biz zum Vorbestellpreis von € 10,00.- vorbestellt werden. Kleiner Hinweis vielleicht noch: Meine Story hat mir Horror nix zu tun!

Zur in Bälde erscheinenen Anthologie Mord in jeder Beziehung hätte ich euch gerne schon mal vorab ein Cover präsentiert, doch leider befindet sich dieses (noch) in Bearbeitung. Es geht allerdings mit Riesenschritten voran und eventuell sind die ersten Exemplare bereits auf der BuCon erhältlich!

Apropos Bucon: Auch ich werde zugegen sein - und bin auf jeden Fall schon mal gespannt auf die Reaktionen meiner in diesem Jahr veröffentlichten Elaborate. Ganz besonders freue ich mich aber auf das große Bastei-Panel, das sich den Romanserien Sternenfaust und Maddrax widmet. Besonders letztgenannte Serie ist für mich von großen (Fan-)Interesse. Da trifft es sich außerdem doch ziemlich gut, dass ich zudem erneut den ersten Platz der Maddrax Fanstory-Zentrale gemacht habe! Noch hat meine Story Fly me to the Moon keinen genauen Veröffentlichungstermin, aber wer weiß - womöglich rechtzeitig zur Bucon ...?

Erst im kommenden Jahr erscheint bei Eloy Edictions die Horror-Reihe Zwielicht und wird neben Erzählungen und Kurzgeschichten zudem Beiträge beinhalten, die natürlich ebenfalls genrebezogen sind. Ein Cover gibt es übrigens auch schon:



Folgende Autoren werden in dem Band neben mir vertreten sein:

Achim Hildebrand
Bernard Shaw
Christian Weis
David Grashoff
Jakob Schmidt
Marcus Richter
N.T.Neumann
Markus Niebios
Markus Saxer
Michael Schmidt
Rainer Innreiter
Peter Nahtschläger
Tobias Bachmann
Walter Diociaiuti

... meine Story trägt übrigens den Titel Götterdämmerung.

Weitere Cover habe ich außerdem für die beiden Anthologien Gequälte Seelen und Seelords parat, beides Sonderausgaben von Welt der Geschichten.



Gequälte Seelen wird folgende Stories beinhalten:

Gequälte Seele von Astrid Pfister
Karussell von Torsten Scheib
Sophia von Silke Schulz
Timbo von Jan-Christoph Prüfer
An einen Kinderschänder von Tobias Bachmann
This is the End von Markus Bethe
Einen Löffel noch, Herbert von H.H.

Und umgehend geht es mit dem Cover von Seelords und dem entsprechenden Inhalt weiter:



Der Tag des Mondes von R. »ritch« Funke
Der Jahrestag der Titanic von Astrid Pfister
Die Insulanerin von Michael Buttler
Die Oerdhexe von Martina Bartels
Das Verhängnis der Golden Eagle von Thomas Vaucher
Die Postboje von Jürgen Schmidt
Nur ein Delphin … von Thomas »Gus« Backus
Das Phantom im Nebel von Uwe Voehl
Nixenseele von Emily Schuster
Nixe Nebuleit besorgt Süffiges von Georg Grimm-Eifert
Das Déjà-vu vor Stavoren von Arjan H. van der Cingel
Inselzauber oder ein Schiff mit acht Segel von Elsa Rieger
Wiedersehen in Walhall von Moniqui Lhoir
Sturmvogel von Ivonne Schönherr
Von Katzenjammer und Seemannslist von Christel Scheja
Stürmische Mahlzeit von Yyes Gorat Stommel
Der Fischer von Rungholt von Prof. Dr. med. Weidtbrecht
Das runde Ding von Sebastian Mander
Im Sturm von Torsten Scheib
Nils Randers von Otto Ernst
Mensch und Meer von DGzRS

... beide Anthologien können bereits unter og. Link vorbestellt werden!

So, dass war also das neueste Update - wenn auch nicht ganz komplett. Weitere Projekte sind entweder geplant bzw. stehen schon, werden aber erst gepostet, wenn sie definitiv spruchreif sind.

Currently listening :
Snakes & Arrows-Live
By Rush
Release date: 2008-04-18

11:43 PM - 0 Comments - 0 Kudos - Add Comment

Sunday, September 14, 2008

(Endlich) gesehen: THE DARK KNIGHT

Ich liebe Batman. Habe ich schon immer. Womöglich weil der geflügelte Rächer alles andere ist als ein strahlender Held. Und der Mann hinter der Maske im Grunde genau so einen Knacks ab hat wie die meisten seiner Gegner. Und natürlich weil es nirgendwo sonst eine solch sinistre, verrufene und von Verbrechen und Korruption durchzogene Metropole wie Gotham City gibt (selbst Berlin zieht den Kürzeren - und dass trotz der Politiker). Und - natürlich - wegen dem Joker.

Glaubt mir, es gibt keinen zweiten wie ihn. Vergesst sämtliche Baddies aus den Bond-Filmen. Schmeißt den Terminator auf die Schrotthalde. Hannibal Lecter? Darth Vader? Norman Bates? Pennywise? Nicht schlecht - aber nicht annähernd so diabolisch, krank und anarchistisch wie Batmans absolute Nemesis. Den Joker als Kriminellen zu bezeichen wäre ebenso falsch wie die Verwendung eines Nashorns im Streichelzoo. Würdet ihr diesem ÜBERirren den Sprensatz zur Vernichtung der Welt geben, er würde nicht lange zögern, den roten Knopf zu drücken; glaubt mir. Doch wie verwandelt sich ein menschliches Wesen in solch eine abscheuliche Kreatur? Das weiß im Grunde niemand so genau. Auch nach über 70 Jahren und unzählichen möglichen Ansätzen ist die eigentliche Herkunft des Jokers eine fast unerforschte Grauzone; gelegentlich durchbrochen von Leuten wie Allan Moore (sein grandioses Werk The Killing Joke zählt für mich zu den besten, intensivsten und packendsten Erzählungen innerhalb des Batman-Mikrokosmos) oder Tim Burton, doch niemals vollständig ausgeleuchtet. Und das ist auch gut so. Denn die fehlende Vergangenheit macht sicherlich einen Großteil der diabolischen Präsenz des Jokers aus. Im Laufe der Jahre killte und folterte sich der Joker kreuz und quer durchs DC-Universum: Barbara Gordon alias Batgirl landete wegen ihm im Rollstuhl (und wurde Oracle), gleichzeitig erpresste er Barbaras Vater Commissioner Gordon mit Nackfotos seiner schwerverletzten Tochter bevor er ein paar Jahre später (im No Man's Land-Zyklus - da wurde Gotham von einem gewaltigen Erdbeben heimgesucht und die Stadt zum gesetzlosen, titelgebenden Niemandsland erklärt) Gordons zweite Frau mittels Kopfschuss tötete, nachdem diese ein Neugeborenes vor seinen irren Pranken hatte schützen wollen. Und diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen - Jason Todd, Robin Nummer 2, in Stücke gesprengt. Verkauf einer Nuklearwaffe an libanesische Extremisten. Ernennung zum Botschafter des Irans durch Ayatollah Khomeini (und dadurch diplomatische Immunität), gefolgt von einem Jokergas-Anschlag während einer Mitgliederversammlung. Ähnliches dann auch als Vertreter des (fiktiven) Staates Qurac, mit dem Unterschied, dass diesmal eine Neutronenbombe auf Manhatten gerichtet war. Und wer wollte wohl das Leben des Präsidenten Lex Luthor drastisch verkürzen? Ganz recht. Und die Liste könnte noch beliebig fortgesetzt werden.

Jedenfalls war ich stets der Meinung gewesen, dass man einen Joker erst dann nur adequat auf Zelluloid bannen sollte, wenn man sich mit ihm intensiv befasst hat. Tim Burton hat dies nicht getan, dafür allerdings mit Jack Nicholson einen genialen Schauspieler an der Hand; zugegeben. Doch letztlich war seine Portraitierung des Jokers die eines wahnsinnigen Kriminellen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger - aber leider nicht genug für den Joker.

Bei Christopher Nolan hingegen sah die ganze Chose schon ganz anders aus. Der Mann hatte mit Batman Begins endlich die Comics so rübergebracht, wie sie schon viel früher hätten rübergebracht werden müssen. Und selbst die Megagurken Batman Forever (ein Batsuit mit Nippeln!!!) und der grauslige Batman und Robin
(Schwarzenegger als Mr. Freeze!!!!) waren mit einem Male vergessen. Einzig, dass Joel Schumacher noch immer Filme drehen darf, stimmt ein wenig traurig. Aber was soll's - dafür machte Nolan alles richtig und Millionen Fans den Mund wässrig ob seiner Ankündigung, den Joker in der Fortsetzung definitiv zu präsentieren (und der Mund wurde sogar NOCH wässriger nachdem ich Nolans genialen Mysterystreich The Prestige gesehen hatte, der in puncto Raffinesse, Intelligenz und überraschender (und logischer) Wendungen nahezu ALLE Filme der letzten Jahre mal eben so an die Wand drückt. Danach stand es für mich außer Frage - wenn Nolan so weiter macht, wird ihm die Zukunft gehören. Denn der Mann hat neben seinem unbestreitbaren Talent auch echt was im Oberstübchen. Und das kommt heutzutage ja auch nicht mehr so oft vor.

Doch dann erst Mal der Dämpfer: Was, bitteschön, sollte dieser neue Batsuit? Sind da etwa AUCH Nippel dran?!? Und wozu das Batpod? Fängt Nolan jetzt etwa auch zu spinnen an? Hat den jetzt auch der Größenwahn gepackt? Und vor allem - was soll der Scheiß mit Heath Ledger? Dieser Milchbubi soll den Joker darstellen?!? Habt ihr einen an der Waffel oder was?!?!?

Und wieder hätte ich es eigentlich besser wissen MÜSSEN. So wie damals, als ich Daniel Craig für den unmöglichsten Bonddarsteller gehalten habe (und seit Casino Royale nur noch schwärmen kann). Und wer war nicht beeindruckt, als die ersten Bilder des Jokers im Netz auftauchten? Und ganz bestimmt war ich nicht der einzige gewesen, der beim erstmaligen Sehen des Teasertrailers eine Gänsehaut bekommen hat! Heath Ledger als Joker - perfekt! Größenwahn? Keine Spur! The Dark Knight - her damit!

Und das Warten hat sich mehr als nur gelohnt. Nolans zweiter Batman-Streifen ist kein gehypter Haufen Mist, sondern schlichtweg der beste Film des Jahres und gleichzeitig ein Quantenspung in doppelter Hinsicht. Bis dato war für mich Sam Raimis Spider-Man 2 DIE Referrenz in Sachen gelungener Comicverfilmung (sehr dicht gefolgt von Batman Begins übrigens). Doch The Dark Knight degradiert den Netzschwinger buchstäblich zu einem harmlosen Insekt UND lässt sogar den Vorgänger stellenweise arg blass dastehen. Wahnsinn. In jeder Hinsicht. Die Story, die Action, die exzellent herausgearbeiteten Pro- und Antagonisten ... man kommt aus dem Schwärmen nicht mehr raus - selbst wenn man den geflügelten Rächer Scheiße findet.

Doch worum geht's eigentlich in The Dark Knight? Großartig spoilern möchte ich an dieser Stelle eigentlich nicht. Darum die Kurzfassung: Chaos. Anarchie. Gewalt. Eine Millionenmetropole, die kurz vor ihrem Untergang steht. Und mittendrin ein Einzelkämpfer namens Batman, der zwar längst den einen oder anderen Mitstreiter gefunden hat, doch von den meisten noch immer als gefährlicher Irrer angesehen wird. Bis der Joker auftaucht und die letzten Regeln und Gesetze schlichtweg über den Haufen schmeißt. Das bekommt neben Batman bzw. Bruce Wayne auch der neue Bezirksstaatsanwalt Harvey Dent zu spüren, dessen Einstellung zwar die richtige ist, doch der letztlich zwischen die Fronten des Jokers und Batman gerät - und begraben wird. Doch weiß jeder, der sich auch nur ansatzweise mit Comics befasst hat, dass die Trümmer, unter denen Dent liegt, nicht sein Grab darstellen werden. Wiedergeboren als entstellter (und wie!) Two-Face erliegt er schließlich seinem Schmerz und verliert den Verstand ob seines alles verzehrenden Hasses; dem Joker sei Dank. Und auch Bruce Wayne muss aufpassen, nicht in den schwarzen Schlund des Wahns zu fallen, verlangt der teuflische Grinsemann doch alles von ihm ab - und sogar noch mehr. Doch wie weit kann - und darf? - ein Mensch vom moralischen Standpunkt aus gesehen gehen, ehe er selbst die Züge seiner Nemesis annimmt?

Das ist die eigentliche Thematik in The Dark Knight - und so viel mehr. Nolan und sein Bruder Jonathan haben eine dermaßen clevere und überraschende Story in den Topf geworfen, dass einem die Spucke wegbleibt. Perfekt dazu natürlich auch die Besetzung, die zweifellos von Heath Ledgers grandioser Performance überschattet wird. Was der Mann da abgeliefert hat, ist schlichtweg UNGLAUBLICH. Umso tragischer daher auch sein viel zu frühes Ableben. Da ist ein ganz Großer von uns gegangen; keine Frage. Doch auch der Rest liefert Hervorragendes ab. Christian Bale IST einfach Batman und ein verdammt guter Schauspieler. Aaron Eckhardt ist als Harvey Dent/Two-Face das beste Beispiel, dass man diesem Mann endlich mehr Beachtung schenken sollte. Und Maggie Gyllenhaal, die den Part der Rachel Dawes ihrer Vorgängerin Katie Holmes abgeluchst hat, eine fantastische Akteurin. Was man übrigens auch über den Rest der Bande sagen kann. Handwerklich schlägt der Film in die gleiche Kerbe, und statt CGI gibt es ehrliche, altmodische Effekte, klug eingesetzte Schnitte, tolle Kamerafahrten und zum Glück keine Schnittorgien á la Michael Bay. Das alles ergibt ein Meisterwerk, dem man zudem so gut wie nie die Comicherkunft nachsagen kann. The Dark Knight wirkt eher wie ein Thriller und die vorherrschenden kühlen Blautöne bekräftigen diesen Eindruck noch. Don't believe the Hype? In diesem Falle - doch, doch, DOCH!

Currently listening :
Guitar Gangsters & Cadillac Blood
By Volbeat
Release date: 2008-08-29

9:19 PM - 0 Comments - 0 Kudos - Add Comment

Sunday, September 07, 2008

Darf ich vorstellen ...?

Rainer Innreiter! Ein ebenso sympathischer wie vielseitiger Zeitgenosse, dessen Kurzgeschichten und Novellen nicht nur von Originalität und Vielseitigkeit zeugen, sondern zudem dank ihres hohen prosaischen Niveaus auch noch stets ein Genuss zum lesen sind! Rainers neuestes Buch ist eine Kurzgeschichtensammlung mit dem Titel Einen Augenblick lang Gott. Die darin enthaltenen Stories nehmen sich die unterschiedlichsten Schicksale vor und regen zum Nachdenken an - so fragt der Autor u.a. in welcher Welt der Insasse einer Irrenanstalt lebt oder was in einem Menschen vorgeht, der an einer Schule ein Massaker anrichtete. Stellenweise echt harter Tobak, der jedoch glänzend von Rainer vorgetragen wird. Einen Augenblick lang Gott ist entweder direkt beim Verlag erhältlich oder über amazon. Und glaubt mir, es lohnt sich. Wer mehr über den Autor erfahren möchte, kann dies unter www.rainer-innreiter.at/ tun bzw. auch mal auf www.suite101.de/ reinschauen, wo Rainer ebenfalls regelmäßig Beiträge postet.
Ach ja, und eine ausführliche Kritik zu dem Buch gibt es hier.

6:15 PM - 0 Comments - 0 Kudos - Add Comment

Die GESCHICHTEN EINES KRIEGES sind da!

 



Ich mach's kurz und knapp: Das Buch kostet € 14,90.-, hat 384 Seiten und kann entweder direkt beim Verlag oder via amazon.de bestellt werden. Meine Story darin: Der Feind meines Feindes. Viel Spaß dabei!

6:11 PM - 0 Comments - 0 Kudos - Add Comment

Sunday, August 24, 2008

Es ist was FAUL im Staate Deutschland!
Current mood: bummed

... und das nicht seit gestern, schon klar. Erst die Ära Kohl, dann Schaumschläger Schröder und seit fast drei Jahren eine Bundeskanzlerin/Außendienstmitarbeiterin (wann kümmert sie sich denn um nationale Probleme?) namens Merkel. Und was hatten wir in dieser Zeit für tolle Erneuerungen: Öko-Steuer, Praxisgebühr und völlig gescheiterte Gesundheitsreform, das Ende der Eigenheimzulage, Studiengebühren ... und, und, und. Und warum das Ganze? Weil wir vielleicht die unfähigsten, dekadentesten und Ich-bezogensten Politiker dieses Erdballs haben. Eine Bundespräsidentin, die lieber durch die Weltgeschichte hottet oder ihre "Ahnung" vom Fussball auf irgendeiner Tribüne preis gibt; eine vermeintliche Gesundheitsministerin, die von sozialer Gerechtigkeit spricht und dabei ein Gesundheitssystem vorantreibt, das selbst den Staatsvätern der DDR die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätte ... aber solange man die Rückendeckung vom pfälzischen Parteivorsitzenden hat, der nie und nimmer was mit kommunistischen Aktionen am Hut hat (logisch), kann ja nix schiefgehen. Ähnlich muss es wohl auch unserem Innenminister ergehen, dem Grund- und BKA-Gesetze sowas von Schnuppe sind und wir uns wahrscheinlich schon in nächster Zukunft auf fröhliche Hausdurchsuchungen freuen können, weil wir uns für solche radikalen Vorgänge entschieden haben wie beispielsweise ..ne Traube bei Edeka zu kauen oder öffentlich in der Nase zu bohren ...
Ja, Orwells 1984 lässt grüßen - oder auch Bradburys Fahrenheit 451. Im Augenblick tendiere ich übrigens eher zu letzterem Roman. Da ist der Besitz von Büchern schwer strafbar. Meinungen und Werte diktieren die Staatsoberhäupter, Individualität gilt als zivilisationsfeindlich. Und, aus irgendeinem Grunde, kommt mir der gegenwärtige Zustand dieses Landes beängstigend nahe an Bradburys Dystopie heran. Wir werden überwacht, wir werden ausgebeutet, wir werden langsam aber sicher entmündigt ... "Diktatur" ist vielleicht - noch! - ein zu starkes Wort, allerdings gab es zu Zeiten der Weimarer Republik einen Zustand, der sich "Präsidialkabinett" nannte, und der erschreckende Parallelen zur Gegenwart aufweist. Damals durfte der Reichspräsident sogenannte "Notverordnungen" in Kraft treten lassen - heute macht die vom Volke und damit auf angeblich demokratischen Wege gewählte Regierung derlei Dinge ganz öffentlich und unbekümmert. Das Rauchverbot war womöglich erst der Anfang - vielleicht folgen bald rotes Fleisch, Alkohol, Computerspiele, Filme, Bücher ...
Halt, zurück! Was habe ich gerade geschrieben? FILME? VIELLEICHT?
Vergesst das "vielleicht." Bei uns ist es nämlich schon so weit. Unlängst herrschen nämlich wesentlich drastischere Zensurgesetze, die es den Kontrollen mit einem Fingerschnippen ermöglichen, potenziell gewaltverherrlichende Werke zu indizieren - oder so zu schneiden, dass das Werk völlig zerstückelt und sinnfrei daher kommt. Und, BITTE, kommt mir jetzt nicht mit dieser drögen Diskussion wegen Gewalt und Einfluss auf Minderjährige und was weiß ich nicht alles. Das diese Filme nix für Kinder sind, dürfte jedem klar sein. Ebenso wie ich davon ausgehe, dass sich mein Beitrag an MÜNDIGE Erwachsene richtet. Alles klar?
Einer der Ersten, der von diesem neuen Gesetz schön eins vor den Latz geknallt bekommen hat, ist der amerikanische Regisseur Eli Roth bzw. sein Splatterfilm Hostel 2. Der wurde nämlich am 10. Juni dieses Jahres BESCHLAGNAHMT. Ihr könnt von Eli und seinen Filmen denken, was ihr wollt, aber dem MÜNDIGEN FILMKONSUMENTEN vorzuschreiben, dass es da draußen einen Film - oder mehrere - gibt, deren Anschauen ein krimineller Vorgang ist, das ... keine Ahnung, nennt es, wir ihr wollt, aber normal ist das nicht. Es beweist nur, dass das Eis, auf dem wir uns in Germoney bewegen, immer dünner wird und wir verflucht aufpassen müssen, nicht einzubrechen ... ich freue mich schon auf den Tag, an dem die ersten Bücher von Laymon, Ketchum oder auch Stephen King vom Markt genommen werden.
>>Hier<< findet ihr übrigens Elis Blog-Eintrag (auf Englisch).

„Die Zensur ist das lebendige Geständnis der Großen, daß sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können."
- Johann Nestroy

Currently listening :
Saints of Los Angeles
By Mötley Crüe
Release date: 2008-06-27

9:47 PM - 3 Comments - 2 Kudos - Add Comment

Tuesday, August 05, 2008

Interview auf TrekZone.de

Kollektives Aufatmen oder entsetztes Aufstöhnen? Ganz gleich - es gibt mich noch. Und, ja, ich habe den Blogg in den letzten Wochen vernachlässigt. Dafür bitte ich vielmals um Entschuldigung. Aber untätig bin ich deswegen nicht gewesen. Neben meinen Rezis auf www.media-mania.de wurde auch noch an neuen Stories geschrieben beziehungsweise an alten gefeilt. Letztgenannter Punkt bringt mich auch wieder direkt zu meinem "großen Projekt" namens Mondo Bizarro (ihr wisst schon, meine geplante Sammlung von Stories und Erzählungen), das ich in den letzten Wochen zugegebenermaßen STRÄFLICHST vernachlässigt habe, nun aber so ziemlich meine volle Aufmerksamkeit widme. Im Großen und Ganzen steht das Gerüst, allerdings zeigte das ach so wichtige Fundament leichte Risse. Ergo muss jene Erzählung, die den Anfang machen soll, noch mal umgeschrieben werden - und zwar komplett. Logisch bedeutet dies Arbeit und Kopfzerbrechen, muss aber sein. Auch wenn es womöglich noch ein Weilchen bis zur VÖ dauern kann, so verspreche ich hoch und heilig, mein Bestes und Krankestes zu geben, hehehe ...

In der Zwischenzeit könnt ihr euch aber an meiner Fantasy-Story Der Feind meines Feindes gütlich tun, die aller Voraussicht nach bereits in der zweiten Augusthälfte in der Anthologie Geschichten eines Krieges erscheinen wird. Selbstverständlich halte ich euch auf dem Laufenden bzw. könnt ihr dies auch unter http://www.verlag-peter-hopf.de/ tun. Im Herbst geht es dann munter weiter und zwar beim Wurdack-Verlag, wo meine rabenschwarze Story Die Familie nebenan einen Platz gefunden hat. Erscheinen wird das ganze in der Antho Mord in jeder Beziehung, die bereits in der Vorschau des Verlages aufgelistet wurde.
Ach ja, und ehe ich es ganz vergesse - unlängst online gegangen ist ein Interview von mir, das Melanie Brosowski von www.trekzone.de mit mir geführt hat und nun Teil der aktuellen Ausgabe des Monatsmagazines Incoming Message ist. Darin plaudere ich u.a. über meine Person, die Dark Future-Anthologie und natürlich auch über Horror- und Genreliteratur. Ihr findet das Ganze HIER. Lasst mich doch mal wissen, wie es euch gefallen hat!

Currently listening :
Light Years: the Very Best of
By Electric Light Orchestra
Release date: 1997-11-03

1:06 PM - 0 Comments - 0 Kudos - Add Comment

Tuesday, June 17, 2008

Und noch mal Disturbania

Entnommen aus der Rezi von Oliver Kotowski, erschienen auf www.fantasyguide.de:

Torsten Scheib, Gute Ansätze (9 S.): Gemeinsam überlegt man, wie gegen die Tierquäler vorgegangen werden soll. Tobias macht Sonja, Leo und Sebastian einen seltsamen Vorschlag: Mit Hilfe des magischen Buchs eines Voodoopriesters die Tiere wieder beleben! Tobias führt den Zauber an einer toten Kröte vor – sie wird quicklebendig und sehr aggressiv. Das Verhalten verstört die vier ein wenig, aber man hält am Plan fest.

Dieser Öko-Horror greift das Kernthema von Goethes Zauberlehrling auf: Die Geister, die ich rief…


Und wer noch immer nicht genug hat, für den gibt es inzwischen die wirklich ansehnlichen Disturbania-Shirts:



NATÜRLICH für Männlein UND Weiblein und erhältlich unter www.schattenmond.com.

Currently listening :
VI (Digipac)
By Die Happy
Release date: 2008-04-18

12:39 PM - 0 Comments - 0 Kudos - Add Comment

Thursday, June 12, 2008

Disturbania - eine neue Rezi

... ihr findet sie auf den Seiten von www.literra.info, genauer gesagt >>hier<<. Dabei wird natürlich auch auf meine Story "Gute Ansätze" eingegangen, die den Rezensenten allerdings nicht ganz zu überzeugen schien:

„Gute Ansätze" von Torsten Scheib ist eine der wenigen Storys, die eine klassische Horrorprämisse - Wiederbelebung von totem Fleisch - in den Mittelpunkt stellt. Die anderen Texte der Sammlung beinhalten nur selten wirklich gruselige und damit phantastische Elemente. Der alltägliche Wahnsinn reicht den Autoren schon, um grotesk gruselige Situationen heraufzubeschwören. Scheibs Geschichte steuert sehr geradlinig auf ihr in dieser Form nicht erkennbares, aber ein wenig zu dick aufgetragenes Ende zu. Das sich schließlich die Beschwörung gegen die Beschwörer richtet, gibt der Story eine gewisse zusätzliche Würze. Das Problem liegt wieder in der eher oberflächlichen Charakterisierung der einzelnen Protagonisten. Wie eine Reihe anderer Geschichte entwickelt Scheib seine Figuren eher eindimensional, ein wenig überzeichnet, aber nicht sympathisch noch wirklich für den Leser zugänglich.
(C) Thomas Harbach

Allen kann man es halt nicht recht machen. Ist auch gut so.

Currently listening :
Destroyer
By Kiss
Release date: 1997-10-03

1:58 PM - 0 Comments - 0 Kudos - Add Comment

Wednesday, June 11, 2008

The hottest Band in the world: KISS!!!

... und das ist keinesfalls gelogen. Vermutlich hätte man mit der Menge an Pyros auch ganz locker ein kleines Land bombardieren können; holla die Waldfee! Aber so etwas erwartet man nun mal von einer Band wie KISS, oder? Sie sind lebende Legenden, die neben absolut genialen Rock-Songs (Korrektur: Rock-KLASSIKERN!) eben auch eine affengeile Bühnenshow vom Stapel reißen - und das seit nunmehr 35 Jahren. Da waren wahrscheinlich selbst die Väter von so manchen Möchtegern-Rockern/-Superstars/Was-auch-immer noch nicht mal geboren ... Feuer spucken, über das Publikum fliegen, Gitarren zerschroten und natürlich Flammen, Blitze und jede Menge Trockeneis: Kiss zelebrieren wie wohl keine zweite Band auf diesem Planeten wofür der Rock 'n' Roll steht und zu stehen hat - und dafür gebührt ihnen mein aufrichtigster Dank!

Meine Liebe zu KISS währt nun schon übrigens mein halbes Leben lang. Es waren KISS, die mich zur Gitarre greifen, meine Haare lang wachsen ließen (ja, ich hatte mal Haare auf der Platte!) und mir den Rock 'n' Roll näher brachten. Und damals wie heute fixe ich einerseits jeden, der nicht bei drei auf den Bäumen ist, mit meiner Leidenschaft an bzw. lache über jeden, der noch immer der Meinung ist, Kiss wären ein schlechter Witz. Solche Zeitgenossen halten wohl Herbert Grönemeyer für den härtesten Rocker unter dieser Sonne ...

Anyway, gestern waren sie also endlich gekommen. Nach Mannheim. Vor meine Haustür. Ganz klar, dass es ein Sakrileg gewesen wäre, dieses Event zu verpassen. So ähnlich dachten wohl auch die anderen paar Tausend Leute, die sich in der Hitze des späten Nachmittags wahlweise die Shirts nassschwitzten oder ihre Schminke neu auftragen mussten. Egal, Bier hilft da bekanntlich immer. Und als es nach der ersten Schale Gerstensaft endlich losging, beschleunigte sich auch schon mein Puls auf ein bedenkliches Tempo ... gleich würde ich KISS sehen; KISS verflucht noch Eins - KISS!
Aber erst mal hieß es Treppen steigen, suchen, Treppen steigen, falschen Platz einnehmen, zurück, Treppen steigen, Platz nehmen, aufstehen, Bier holen, Treppen steigen, Platz nehmen ... und geschafft. Und da hockte ich nun. Trank mein Bier (das sofort wieder durch die Poren entsorgt wurde) und wurde immer ungeduldiger. Immerhin konnte die Vorgruppe - FROM FIRST TO LAST; eine Mischung aus Emo und Hardcore - das bange Warten wenigstens ein bisschen verkürzen. Entgegen vieler Meinungen fand ich die Jungs nicht schlecht, was aber möglicherweise auch daran liegen könnte, dass ich in letzter Zeit einfach ZU VIELE miserable Vorgruppen habe "genießen" dürfen (unerreichter "Höhepunkt": Die Vorgruppe aus Österreich beim DIE HAPPY Gig anno 2004 in Mannheim; den Namen der Truppe habe ich längst vergessen, dafür aber nicht, wie schlecht die waren). Ist ja auch egal. Nach einer kurzen Umbaupause - inklusive ominösem KISS-Vorhang vor der Bühne, der das Warten noch schwieriger werden ließ - ging es dann endlich los. Und ja, KISS waren NICHT in der Originalbesetzung gekommen. Statt Ace Frehley war Tommy Thayer der zweite Gitarrist und die Felle wurden von Eric Singer anstelle von Peter Criss. Was aber vielleicht auch besser so ist, da Space Ace offensichtlich zu einem lebenden Wrack mutiert ist und Peter Criss' Schlagzeugarbeit schon vor zehn Jahren alles andere als passabel war. Da sollte man besser aufhören, wenn es am schönsten ist, oder? Und, sind wir doch mal ganz ehrlich - jeder wollte doch nur Lovechild Paul Stanley und Schlabberzunge Gene Simmons sehen. Und gesehen haben wir sie. Und sie rockten das Haus; spielten nahezu alle Klassiker (naja - fast alle) und sorgten dafür, dass ich heute nur noch krächzen kann vom vielen Jubeln und dem Mitsingen! Hach, war das geil: Deuce, Strutter, Cold Gin, I love it loud, Love Gun, Rock and Roll all night und natürlich Detroit Rock City ... ohne Scheiß, ich hatte Gänsehaut und feuchte Augen. Kiss kamen, sahen und ... siegten, so einfach ist das. Und welche Band kann von ihren Fans behaupten, dass sie a) stellenweise lauter mitsangen als sie selbst und b) ein vom Band (!) kommendes Lied nach Konzertende noch frenetisch mitgegröhl wird? Eben. Und darum - hoffentlich nicht zum letzten Mal, KISS!

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5:48 AM - 0 Comments - 0 Kudos - Add Comment


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