ulysses

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Aug 18, 2008

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Thursday, August 21, 2008

Hungrig

 

Verschlingen will ich Dich
Um meinen Stamm
Als Efeu sollst Du wachsen
An mir herum und ich
Dich an mir spüren
Überall
Soll Berührung sein
Will ich
Alle Äste wachsen
Sie streichen lassen
Über Haut
Blätterzart
Will ich Dich hegen
Lippenbetupft
Dir Morgentau entlocken
Einwachsen will ich mich
Ganz tief hinein in Dich
Nicht zwei nur ein
Geschöpf dann sein mit Dir
Ein Körper in der Lust
Vereinigt
Aufgehoben
Was trennen mag
Aufgehoben
Für nur noch den Moment
Aufgehoben
Von dem was Boden war
In Sternen schwimmen
Nach Luft schnappen
An Dir
An Blüten saugen
Lippen
Brüsten
Schoß
Verschlingen
Dich
Ganz
Mich geben
Dir
Ganz
Ganz
Tief
Versinken
Im Moment
Verschlungen
Eins
Sein
Ganz



02:22 - 3 Comments - 4 Kudos - Add Comment

Wednesday, August 20, 2008

Aufhören nicht weiterzugehen

 
Knöcheltief watend
Im Blut deiner Träume
Wie mörderisch kalt
War die letzte Nacht
 
Lächerverlichternd
Motiv alter Bäume
Von krummer Gestalt
Und aus Leben gemacht
 
Wanderer lach nur
Gespiegelten Bildern
Mitten hinein
In dein Angesicht
 
Graukalterwachend
Kann Morgen dir schildern
Alleine denn anders
Gibt es dich nicht
 
Hör auf den Regen
Und auch damit auf
Nicht weiterzugehen
Passt eh nicht zu dir
 
Kopfbohrende Splitter
Nimm sie in Kauf
Und bezahl die Passage
Nach woanders als hier
 
Auf allen Wegen
Liegt Glas dünn wie Eis
Du magst das Geräusch doch
Mit dem es zerbricht
 
Bleibt weiterzuwaten
Was du sicher weißt
Wo du nachher stehen wirst
Ahnst du noch nicht



02:10 - 3 Comments - 4 Kudos - Add Comment

Tuesday, August 19, 2008

Buchstabenblass

 
Wortklauber Zauber
Fahler Schalen buchgestabt
Gespieldanken aufgespießt
Leichenblasshängend im Mondenschein
An die Wände geklebt
Von Decken baumelnd
Taumelnd nächtelang
Stundenkurz
Purzeln die Träume Bäume
Wachsen aus dem Himmel in die Augen
Und sehen Blatt für Blatt
Gefüllt gefühlt
Striche im ich
Und an den Mauern
Stich mein Ich
In Seen der Phantasie
Und mal dir Wolken
Aus denen Steine regnen
Flüsse eisenhart
Und brich nicht ein
Brich zwei
Brich drei alte Vokabeln
Wieder aus dem Sinn
Gebannt auf weißes Holz
Damit du sie
Endlich vergessen kannst
Sollen andere
Sich seinerzeit erinnern
Erleben verschenkt
Verzehnundhundertundtausendfacht
Machterdacht
Und doch
Leichenfahl
Den Pfahl in die Stirn
Damit sie herausbluten
Venusfliegenleicht
Fliegen Worte
Grün
Auf
Und davon
In eine Welt
Von der doch alle sagen
Dass es sie gibt
Vielleicht



02:30 - 3 Comments - 5 Kudos - Add Comment

Monday, August 18, 2008

Wolkenlicht

 
Zwischenwolkenschichten lichten
Und verdichten sich
Im Lichterzelt
Himmelswelt weit
Töst der Tag
Bereit
Hinwegzuverfliegen
Über Erdwasserfeuer
Geht ein Grat
Führt hindurch ein Pfad
Gebodenloster Freiheit
Träum ich sie immer fort
Weiter fort
Stunde jetzt
Von Dir
Mag ich mich küssen lassen
Los zu
Ohne vorher je zu fassen
Fasst ein Gnadenlos tief
Hinein
Fast
Wo zu leben
Kaum einer sich traut
Denn im Grunde hat jeder
Doch
Angst vor der Dunkelheit
Ohnendlichmächtig weit
Versprüht das Herz sich
Als Nebel in die Welt
Wolkenlicht
Glück, Angst und Freiheit
Dreieins in Luft
Zwischen Wolkenschichten
Himmelsgesichtet
Lichtgerichtet
Fernverliebt


06:33 - 3 Comments - 4 Kudos - Add Comment

Friday, July 18, 2008

Das muss ich noch sagen

 
Das muss ich noch sagen
Bevor ihr weghört
Bevor ihr mich steinigt
Und davongeht
Nichts ist sicher
Das müsst ihr wissen
Das habe ich erfahren
Müssen
Dürfen
Seht es, wie ihr wollt
Aber vergesst es nicht
Wenn ihr in eure Häuser geht
Wenn ihr eure Frauen, eure Männer küsst
Wenn ihr eure Kinder streichelt
Wenn ihr eure Bäume pflanzt
Nichts ist sicher
Ich musste es lernen
Und es ging nicht ohne
Schmerz
Jederzeit
Kann der Tag kommen
An dem ihr euch verloren geht
An dem ihr euch umseht
Und plötzlich erkennt
Dass ihr Gespenster seid
Tot schon seit langer Zeit
Verloren gegangen
Im Nichts
Pflanzt weiter Bäume!
Streichelt eure Kinder!
Küsst eure Frauen!
Küsst eure Männer!
Aber seid euch nicht sicher
Achtet auf euch
Und achtet das Leben
Denn schnell stirbt es sich in dieser Zeit
Auch wenn ihr weiter atmet
Auch wenn ihr weiter aufrecht geht
Und erst wenn ihr begreift
Das nichts sicher ist
Dann bleibt ihr am Leben
Oder merkt zumindest
Wenn es ans Sterben geht
Ich wurde vielleicht nie geliebt
Aber das sage ich jetzt zu euch
Aus Liebe
Nichts ist sicher
Und jetzt will ich schweigen

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1 Jahr, 2 Monate, 3 Tage
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Danke Euch dafür ...




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